NAS100 Cash ist ein Differenzkontrakt (CFD, ein Derivat: Sie handeln nur die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg) auf den Kassakurs (Spotpreis, aktueller Marktwert) des Nasdaq-100-Index. Damit können Trader auf große US‑Technologie- und andere Nicht‑Finanzunternehmen spekulieren, ohne Aktien zu besitzen. Sie können auf steigende Kurse setzen (Long) oder auf fallende Kurse (Short). Bewegt wird der Kurs vor allem durch die Entwicklung des Technologiesektors, Zinserwartungen und die Marktstimmung. Dieser Leitfaden erklärt, wie NAS100 Cash funktioniert, worin der Unterschied zum Nasdaq‑100‑Index liegt, wie Sie die Handelsbedingungen in MetaTrader 4 und 5 einrichten, wie Sie die Positionsgröße berechnen und den Hebel (Leverage, Handel mit geliehenem Kapital) steuern sowie Risiken bei diesem beliebten Index‑CFD begrenzen.
Kernaussagen:
- NAS100 Cash ist ein Index‑CFD auf den Kassakurs des Nasdaq 100. Trader können eine Position eingehen, ohne die zugrunde liegenden Tech‑Aktien zu kaufen.
- Der Handel läuft nahezu rund um die Uhr an fünf Tagen pro Woche; die höchste Liquidität (Handelbarkeit, viele Käufer und Verkäufer) gibt es während der US‑Kassasitzung.
- Entscheidend ist die Positionsgröße, nicht die Prognose: Sie hält das Konto in volatilen Phasen (starke Schwankungen) handlungsfähig.
- MetaTrader 4 und MetaTrader 5 unterstützen NAS100 Cash; die Kontraktspezifikationen (Lotgröße, Punktwert, Margin) stehen direkt in der Plattform.
NAS100 Cash ist für viele der einfachste Weg, an der Entwicklung des US‑Technologiesektors teilzunehmen. Der Ablauf lässt sich in vier Schritte gliedern.
Zuerst geht es um das Produkt: was der Name bedeutet und wie es sich vom Index unterscheidet. Danach folgt die praktische Einrichtung bei Broker und Plattform.
Anschließend: Trade platzieren – mit Beispielen für Positionsgröße und Stopps. Zum Schluss: Risikomanagement und Routinen, die dauerhaftes Trading ermöglichen.
Was ist NAS100 Cash?

NAS100 Cash ist ein Differenzkontrakt (CFD), dessen Preis sich am Kassawert (Spotwert) des Nasdaq 100 orientiert. Wie andere Index‑CFDs ermöglicht er eine Position auf einen ganzen Markt statt auf eine einzelne Aktie.
Sie kaufen keine Aktien. Sie handeln die Kursdifferenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs Ihrer Position.
Das macht das Instrument flexibel: Long bei erwarteten Kursanstiegen, Short bei erwarteten Kursrückgängen.
Wofür steht NAS100?
NAS100 ist die Broker‑Kurzbezeichnung für den Nasdaq‑100‑Index als handelbaren CFD. Die „100“ steht für die rund 100 größten Nicht‑Finanzunternehmen, die an der Nasdaq gelistet sind.
Für Details zur Zusammensetzung des Nasdaq 100 (Gewichtung, Aufnahmekriterien) lohnt ein Blick auf den Index selbst.
„Cash“ ist ebenfalls wichtig: Der CFD bezieht sich auf den Kassakurs (Spotpreis) des Index, nicht auf einen Terminkontrakt (Futures, Vertrag mit festem Fälligkeitsdatum). Je nach Plattform kann das gleiche Produkt anders heißen:
- NAS100 oder NAS100 Cash
- US100 oder US Tech 100
- NDX oder USTEC
Der Name variiert, der zugrunde liegende Markt nicht.
Ist NAS100 dasselbe wie der Nasdaq 100?
Nicht ganz. Der Nasdaq 100 ist ein Index (eine berechnete Kennzahl). Einen Index selbst kann man nicht direkt kaufen oder verkaufen.
Der CFD ist das handelbare Derivat auf dieser Kennzahl. Er folgt dem Index meist eng, ist aber ein eigenes Produkt mit eigenem Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs), eigenen Finanzierungskosten über Nacht (Swap/Overnight‑Gebühr) und brokerabhängigen Handelszeiten.
Den aktuellen Wert des Nasdaq‑100‑Index können Sie unabhängig vom Broker verfolgen – als Referenz. Der Index ist der Messwert, der CFD das handelbare Produkt darauf.
NAS100 Cash vs. NAS100 Futures
Beide orientieren sich am selben Markt, unterscheiden sich aber in Details.
| Merkmal | NAS100 Cash | NAS100 Futures |
| Preisgrundlage | Kassawert (Spotwert) des Index | Erwarteter Wert zu einem künftigen Termin |
| Verfall | Kein Verfallsdatum | Fester Verfall, Rollierung nötig (Weiterrollen in den nächsten Kontrakt) |
| Haltekosten | Overnight‑Swap (Finanzierungskosten pro Nacht) | Häufig im Futures‑Preis eingerechnet |
| Typischer Einsatz | Kurzfristiger Handel und Swing‑Trading (Trades über mehrere Tage) | Längere Positionierung, Absicherung (Hedging) |
Für viele Privatanleger ist die Cash‑Variante einfacher, weil kein Verfallstermin ansteht.
So richten Sie sich für den Handel mit NAS100 Cash ein
Vorbereitung ist entscheidend. Vor dem ersten Trade brauchen Sie: einen passenden Broker, Klarheit über die Kontraktspezifikation und ein Gefühl dafür, wann der Markt wirklich bewegt wird.
Broker für MetaTrader 4 und MetaTrader 5 auswählen
Die Plattform ist Ihre Ausführungsebene (Orderausführung). Bei schlechter Ausführung helfen Analysen wenig.
Beim Brokervergleich für NAS100 Cash sind diese Punkte wichtig:
- Regulierung und Transparenz: klare Lizenzierung und veröffentlichte Handelsbedingungen
- Ausführungsgeschwindigkeit: Index‑CFDs bewegen sich schnell; Slippage (Ausführung zu einem schlechteren Preis als erwartet) kann sich summieren
- Konstante Spreads: Spreads in Nachrichtenphasen prüfen, nicht nur in ruhigen Zeiten
- Plattform‑Support: sicherstellen, dass NAS100 Cash in MT4 und MT5 verfügbar ist
- Ein- und Auszahlungen: mehrere Wege mit angemessenen Gebühren
- Demokonto: den Ablauf ohne Risiko testen
VT Markets bietet das Instrument in MetaTrader 4 und MetaTrader 5 an, sodass der Workflow gleich bleiben kann.
Symbol und Kontraktspezifikation für NAS100 Cash finden
Nach Kontoeröffnung: „Market Watch“ öffnen, Symbol rechtsklicken und „Specification/Spezifikation“ wählen. Das wird oft übersehen.
Die Spezifikation zeigt, was 1 Lot (Standard‑Handelsgröße) bedeutet. Unten ein Beispiel. Prüfen Sie die tatsächlichen Werte beim eigenen Broker.
| Spezifikation | Beispielwert |
| Kontraktgröße | 10 Indexeinheiten pro Lot |
| Punktwert (1,00 Lot) | 10 US‑Dollar pro Indexpunkt |
| Punktwert (0,10 Lot) | 1 US‑Dollar pro Indexpunkt |
| Minimale Lotgröße | 0,01 |
| Margin‑Anforderung | Je nach Hebelstufe |
So wird aus dem Chart ein messbares Risiko.
Handelszeiten und Sessions verstehen
NAS100 Cash wird fast 24 Stunden am Tag an fünf Tagen pro Woche gehandelt, mit einer kurzen täglichen Pause und Handelsschluss am Wochenende. Nicht jede Stunde ist gleich sinnvoll.
| Session (EST) | Charakter | Geeignet für |
| Asien | Geringes Volumen, enge Spannen | Seitwärtshandel, Beobachtung |
| Europa | Volumen steigt, Richtung bildet sich | Trend‑Setups |
| US‑Kassaeröffnung (ab 9:30 Uhr) | Höchstes Volumen, oft engste Spreads | Die meisten aktiven Strategien |
| After‑Hours | Gaps durch Quartalszahlen (Kurslücken) | Nur für Erfahrene |
Zeiten verschieben sich durch Sommerzeit und sind brokerabhängig. Prüfen Sie den Session‑Kalender in Ihrer Plattform.
So platzieren Sie Ihren ersten NAS100‑Cash‑Trade
Der Ablauf ist immer gleich: Marktlage einschätzen, Positionsgröße berechnen, Ausstieg festlegen – dann erst einsteigen.
1. Markt lesen: bullisch oder bärisch?
Eine dauerhafte Richtung gibt es nicht. Die Einschätzung basiert auf aktuellen Signalen und wird angepasst, wenn sich diese ändern.
Viele Trader kombinieren dafür mehrere Faktoren:
- Trendstruktur: höhere Hochs und höhere Tiefs sprechen für Aufwärtstrend (bullisch), umgekehrt für Abwärtstrend (bärisch)
- Gleitende Durchschnitte: liegt der Kurs über längerfristigen Durchschnitten, deutet das oft auf Stärke hin; eine Kreuzung gleitender Durchschnitte (kurzer Durchschnitt kreuzt langen) kann einen Richtungswechsel bestätigen
- Unterstützung und Widerstand: Kurszonen, an denen der Markt früher gedreht hat
- Quartalszahlen großer Indexwerte: der Index ist stark von wenigen großen Tech‑Titeln geprägt
- Zinserwartungen: wachstumsstarke Aktien reagieren sensibel auf die US‑Notenbank (Fed) und ihre Zinssteuerung
- Konjunkturdaten: Inflations- und Arbeitsmarktdaten können die Stimmung schnell drehen
Definieren Sie vor dem Einstieg, was Ihre Idee widerlegt. Wird dieses Niveau erreicht, war die These falsch – das ist ein normaler Teil des Handels.
2. Positionsgröße und Punktwert berechnen
Hier entscheidet sich viel. Ein einfaches Rechenbeispiel:
Szenario:
- Kontostand: 5.000 US‑Dollar
- Risiko pro Trade: 1% = 50 US‑Dollar
- Geplanter Stop‑Loss‑Abstand: 100 Indexpunkte
- Punktwert: 10 US‑Dollar pro Punkt je Standard‑Lot
Formel: Positionsgröße = Risikobetrag ÷ (Stop‑Abstand × Punktwert pro Lot)
Positionsgröße = 50 ÷ (100 × 10) = 0,05 Lots
Damit ist das Risiko fest definiert. Bei 200 Punkten Stop‑Abstand und gleichem Risiko wären es 0,025 Lots.
Vor jedem Trade kurz rechnen. Es ersetzt Bauchgefühl durch Kontrolle.
3. Stop‑Loss und Take‑Profit setzen
Ein Stop‑Loss (automatische Verlustbegrenzung) ist bei einem Instrument mit großen Tagesbewegungen Pflicht. Setzen Sie ihn dort, wo die Handelsidee nicht mehr gilt, nicht an runden Zahlen.
Praxisregeln:
- Stopps hinter jüngsten Swing‑Hochs/-Tiefs platzieren (lokale Zwischenhochs/-tiefs), nicht direkt darauf
- Platz für normale Schwankungen lassen, z. B. mit der Average True Range (ATR) (Durchschnitt der Handelsspanne als Volatilitätsmaß)
- Wenn möglich ein Mindest‑Chance‑Risiko‑Verhältnis von 1:2 anpeilen (Risk‑Reward‑Ratio: möglicher Gewinn im Verhältnis zum möglichen Verlust)
- Teilgewinne am ersten Ziel mitnehmen, Stop auf Einstand nachziehen (Breakeven = weder Gewinn noch Verlust)
- Stop niemals erweitern, wenn der Trade läuft
Risiko beim Handel mit NAS100 Cash steuern
Risikokontrolle entscheidet, ob Sie langfristig handeln. Wichtige Bereiche: Hebel, Kosten und Termine mit Ereignisrisiko.
1. Hebel und Margin‑Disziplin
Hebel (Leverage) bedeutet: Sie bewegen eine größere Position als Ihr Kapitaleinsatz. Gewinne und Verluste werden gleichermaßen verstärkt.
Der maximal mögliche Hebel ist kein Ziel, sondern eine Obergrenze. Eine sinnvolle Entwicklung kann so aussehen:
| Erfahrungsstufe | Empfohlener Ansatz | Begründung |
| Erste 3 Monate | Minimal sinnvolle Größe | Ausführung lernen, nicht Rendite jagen |
| 3 bis 12 Monate | Moderate, konstante Größen | Nachweisbare Ergebnisse aufbauen |
| Ab 12 Monaten | Skalieren nach bewährter Strategie | Disziplin ist belegt |
2. Kosten: Spread, Kommission und Swap
Jeder Trade kostet Geld. Bei häufigem Handel summiert sich das.
Beispiel: Wie die Haltedauer die Gesamtkosten verändert:
| Haltedauer | Spread‑Kosten | Swap‑Kosten | Einfluss |
| Intraday (gleicher Tag) | Einmal | Keine | Spread dominiert |
| 3 Tage | Einmal | 3 Nächte | Mittel |
| 3 Wochen | Einmal | Rund 15 Nächte | Swap dominiert |
Konsequenz: Kurzfristige Trader achten vor allem auf Spreads. Swing‑Trader vor allem auf Swaps.
3. Ereignisrisiko: Quartalszahlen, Fed‑Termine und Konjunkturdaten
Der Index reagiert stark auf geplante Termine.
Ein einzelner Quartalsbericht eines hoch gewichteten Indexmitglieds kann den gesamten Index bewegen.
Schützen Sie sich mit einer Routine:
- Wirtschaftskalender zu Tagesbeginn prüfen
- Termine der größten Indexmitglieder für Quartalszahlen notieren
- Positionsgröße vor wichtigen Ankündigungen reduzieren
- Rund um Veröffentlichungen mit breiteren Spreads rechnen
- Gehebelte Positionen nicht durch ungeplante Ereignisse halten
Pro‑Tipps für besseres NAS100‑Cash‑Trading
Diese Gewohnheiten erhöhen die Beständigkeit:
- Eine Session meistern: Die US‑Eröffnung sauber handeln ist besser als den ganzen Tag unkonzentriert zu traden.
- Trading‑Tagebuch führen: Gründe dokumentieren, nicht nur Ergebnisse.
- Vorher im Demokonto üben: Den gesamten Ablauf testen, inklusive Berechnungen.
- Tägliches Verlustlimit setzen: Zwei Verluste in Folge sind oft ein Stop‑Signal, kein Anlass, das Risiko zu erhöhen.
- Wöchentlich prüfen: Verhaltensmuster erkennt man über Zeit, nicht stündlich.
- Kleine Konten ernst nehmen: Gewohnheiten aus kleinen Größen bleiben.
Häufige Fragen (FAQs)
F1: Kann ich NAS100 Cash in MT4 und MT5 handeln?
Ja. NAS100 Cash gehört zu den am häufigsten angebotenen Index‑CFDs auf beiden Plattformen. MT5 bietet meist mehr Zeitfenster (Timeframes) und zusätzliche Analysewerkzeuge, das Produkt funktioniert aber gleich.
F2: Wie viel Kapital brauche ich für den Start?
Das hängt von Mindest‑Lot, Margin (Sicherheitsleistung) und Ihrer Risikotoleranz ab. Entscheidend ist, ob Ihr Konto groß genug ist, um Positionsgrößen sauber zu wählen und das Risiko pro Trade klein zu halten.
F3: Warum weicht mein Kurs leicht vom Nasdaq‑100‑Wert auf Nachrichtenseiten ab?
Das ist normal. Brokerkurse enthalten den Spread. Zudem können Indexstände auf Websites verzögert sein oder aus Terminmärkten (Futures) statt aus dem Kassamarkt stammen.
F4: Ist NAS100 Cash für Anfänger geeignet?
Ja, wenn Hebel verstanden und Risiken strikt begrenzt werden. Die Schwankungen sind deutlich höher als bei vielen großen Währungspaaren. Daher sind kleinere Positionen und eine getestete Routine besonders wichtig.
Start Trading NAS100 Cash With VT Markets
Beim Handel mit NAS100‑Cash‑Index‑CFDs gilt: Spezifikation prüfen, Marktlage festlegen, Positionsgröße berechnen, Ausstieg definieren, danach ehrlich auswerten. So werden Ergebnisse reproduzierbar.
Mit VT Markets können Sie NAS100 Cash in MetaTrader 4 und MetaTrader 5 handeln – mit Werkzeugen, Schulung und Ausführungsqualität zur Unterstützung Ihrer Methode.