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Wie man korrelierte Forex-Währungspaare mit CFDs handelt

by VT Markets
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Jul 17, 2026

Kernaussagen:

  • Korrelierte Devisenpaare sind Währungspaare, die sich häufig ähnlich bewegen – entweder in die gleiche Richtung oder entgegengesetzt.
  • Die Korrelation wird mit einem Korrelationskoeffizienten auf einer Skala von +1 bis -1 gemessen (ein Statistikwert, der zeigt, wie ähnlich sich zwei Kurse in der Vergangenheit bewegt haben).
  • Wer Korrelationen versteht, vermeidet doppelte Risiken, streut sinnvoll und kann Positionen absichern (Hedging = Risikoausgleich durch eine Gegenposition).
  • Korrelationen sind nicht stabil. Sie verändern sich mit Zinsen, Risikostimmung und globalen Ereignissen.
  • CFDs (Differenzkontrakte: Sie handeln nur die Kursbewegung, ohne die Währung zu besitzen) ermöglichen Long und Short (Long = auf steigende Kurse setzen, Short = auf fallende Kurse setzen) über ein Konto in MetaTrader 4 und MetaTrader 5.

Viele Devisenhändler beobachten: Währungen bewegen sich oft gemeinsam, weil Volkswirtschaften, Handelsbeziehungen und Markteinflüsse geteilt werden. Der Umgang mit korrelierten Devisenpaaren gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten für CFD-Trader.

Wer die Zusammenhänge zwischen Währungspaaren kennt, vermeidet einen teuren Fehler: unbemerkt dasselbe Risiko mehrfach einzugehen. Außerdem wird Diversifikation (Risikostreuung) und Absicherung deutlich gezielter möglich.

Dieser Leitfaden erklärt korrelierte Devisenpaare: was Korrelation bedeutet, welche Paare häufig gemeinsam laufen, warum das passiert und wie Sie das Wissen in MetaTrader 4 oder MetaTrader 5 praktisch nutzen.

Was sind korrelierte Devisenpaare?

Korrelierte Paare liegen vor, wenn zwei oder mehr Währungspaare kursmäßig miteinander verbunden sind. Bewegt sich eines, bewegt sich das andere oft in einer typischen Richtung. Diese Verbindung kann stark, schwach oder kaum vorhanden sein.

Was bedeutet Korrelation im Devisenhandel?

Im Devisenhandel beschreibt die Währungskorrelation, wie ähnlich sich zwei Währungspaare im Verhältnis zueinander bewegen. Sie erklärt nicht den Grund, sondern nur: In der Vergangenheit liefen die Kurse häufig zusammen oder auseinander. Händler nutzen das als statistische Orientierung, nicht als Sicherheit.

Was ist eine positive Korrelation?

Positive Korrelation bedeutet: Zwei Paare bewegen sich meist in die gleiche Richtung. Steigt das eine, steigt das andere oft ebenfalls.

Ein einfaches Beispiel:

  • EUR/USD steigt in einer Vormittagssession um 50 Pips (Pip = typische kleine Kurseinheit im Devisenhandel).
  • GBP/USD, positiv korreliert, steigt im gleichen Zeitraum um etwa 40 Pips.
  • Ein Trader, der in beiden Paaren Long ist, gewinnt in beiden Positionen – trägt aber im Kern dasselbe Marktrisiko.

Hätte der US-Dollar stattdessen aufgewertet, hätten vermutlich beide Positionen gleichzeitig verloren. Das ist die Kehrseite positiver Korrelation.

Was ist eine negative (inverse) Korrelation?

Negative Korrelation (auch inverse Korrelation) bedeutet: Zwei Paare bewegen sich meist entgegengesetzt. Steigt das eine, fällt das andere oft.

Ein klassisches Beispiel:

  • EUR/USD steigt um 60 Pips, weil der Euro gegenüber dem US-Dollar stärker wird.
  • USD/CHF fällt gleichzeitig um etwa 55 Pips.
  • Ein Trader Long in EUR/USD und Short in USD/CHF kann sehen, dass beide Positionen in die gewünschte Richtung laufen.

Dieses Spiegelbild-Verhalten ist die Basis vieler Absicherungsstrategien (Hedging).

Wie wird die Devisenkorrelation gemessen?

Gemessen wird sie mit dem Korrelationskoeffizienten. Das ist eine Zahl zwischen +1 und -1, die zusammenfasst, wie zwei Paare in einem gewählten Zeitraum gemeinsam gelaufen sind.

WertebereichBedeutung
+0.8 bis +1.0Stark positiv (laufen sehr ähnlich)
+0.5 bis +0.8Moderat positiv
-0.5 bis +0.5Schwach oder nicht verlässlich
-0.8 bis -0.5Moderat negativ
-1.0 bis -0.8Stark negativ (laufen gegensätzlich)

+1 heißt: nahezu perfekt gleichgerichtet. -1 heißt: nahezu perfekt entgegengesetzt. Nahe 0 bedeutet: kaum brauchbarer Zusammenhang. Viele Trader werten Werte über +0,7 oder unter -0,7 als relevant.

Welche Währungspaare sind am stärksten korreliert?

Hier einige typische Beispiele. Diese Muster sind häufig, aber nicht garantiert.

Welche Paare sind positiv korreliert?

Diese Paare steigen und fallen oft gemeinsam, weil sie eine Währung teilen oder von ähnlichen Faktoren beeinflusst werden.

Paar 1Paar 2Typischer Zusammenhang
EUR/USDGBP/USDLaufen oft zusammen (beide gegen USD notiert)
AUD/USDNZD/USDLaufen oft zusammen (Rohstoffe und Region)
EUR/USDAUD/USDOft gemeinsam an „Risk-on“-Tagen (Risk-on = Anleger gehen mehr Risiko ein)
USD/CHFUSD/JPYSteigen oft bei breiter USD-Stärke

Wer mehrere davon gleichzeitig Long handelt, bündelt oft unbemerkt ein großes Risiko in mehreren Positionen.

Welche Paare sind negativ korreliert?

Eine kurze Liste für große Märkte:

Paar 1Paar 2Typischer Zusammenhang
EUR/USDUSD/CHFLaufen oft entgegengesetzt
GBP/USDUSD/JPYOft entgegengesetzt
AUD/USDUSD/CADHäufig invers

Paare, bei denen der US-Dollar einmal links und einmal rechts steht, zeigen dieses Muster oft besonders deutlich.

Sind EUR/USD und GBP/USD korreliert?

Ja. EUR/USD und GBP/USD sind meist stark positiv korreliert. Beide werden gegen den US-Dollar gehandelt. Schwächt sich der Dollar ab, steigen Euro und Pfund oft gleichzeitig gegenüber dem Dollar.

Der Zusammenhang ist nicht perfekt. Euro und Pfund reagieren auch auf die jeweilige Geldpolitik (Zentralbankpolitik = Zins- und Maßnahmenpaket der Notenbank) der Europäischen Zentralbank und der Bank of England. Wenn sich diese Politik unterscheidet, kann die Korrelation geringer werden. Häufig laufen beide Paare dennoch in die gleiche Richtung.

Warum sind EUR/USD und USD/CHF invers korreliert?

Das hat strukturelle Gründe. Entscheidend ist, wo der US-Dollar im Paar steht:

  • Bei EUR/USD ist der US-Dollar die Kurswährung (zweite Währung; der Kurs zeigt, wie viel USD ein Euro kostet).
  • Bei USD/CHF ist der US-Dollar die Basiswährung (erste Währung; der Kurs zeigt, wie viel CHF ein Dollar kostet).

Wird der Dollar stärker, fällt EUR/USD oft, während USD/CHF häufig steigt. Zudem sind Schweizer Franken und Euro wirtschaftlich eng verbunden, was den Effekt verstärken kann.

Warum bewegen sich Währungspaare gemeinsam?

Korrelation entsteht meist durch klare Faktoren. Wer sie kennt, erkennt besser, wann ein Zusammenhang eher stabil ist – und wann er bricht.

Gemeinsame Basis- oder Kurswährung als Ursache

Der einfachste Grund ist eine gemeinsame Währung. Wenn zwei Paare den US-Dollar enthalten, reagieren beide auf US-Dollar-Nachrichten.

  • Gemeinsame Kurswährung (z. B. EUR/USD und GBP/USD) führt oft zu positiver Korrelation.
  • US-Dollar auf unterschiedlichen Seiten (z. B. EUR/USD und USD/CHF) führt oft zu negativer Korrelation.

Darum spielt der US-Dollar bei vielen Korrelationen eine Schlüsselrolle.

Warum der US-Dollar Korrelationen bei Majors prägt

Der US-Dollar ist die wichtigste Leitwährung im Devisenmarkt.

Laut der Triennial Survey 2025 der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich war der US-Dollar an 89,2% aller Geschäfte beteiligt (nach 88,4% in 2022). Der tägliche weltweite OTC-FX-Umsatz (OTC = außerbörslich, direkt zwischen Marktteilnehmern) erreichte im April 2025 9,6 Billionen US-Dollar, ein Plus von 28% gegenüber 7,5 Billionen drei Jahre zuvor.

Da der Dollar in fast allen großen Paaren steckt, bewegt eine starke US-Nachricht oft mehrere Paare gleichzeitig. Ein starker US-Arbeitsmarktbericht kann USD/JPY und USD/CHF treiben und gleichzeitig EUR/USD und GBP/USD drücken. Dadurch entsteht ein Netz aus korrelierten Paaren.

Warum Rohstoffwährungen korrelieren (AUD, NZD, CAD und Öl)

Australischer Dollar, Neuseeland-Dollar und Kanadischer Dollar gelten als Rohstoffwährungen. Ihre Länder verdienen viel durch Exporte wie Metalle, Agrarprodukte und Energie.

  • AUD und NZD bewegen sich oft gemeinsam, weil Australien und Neuseeland eng handeln.
  • Der Kanadische Dollar hängt oft an Öl, da Energie ein wichtiges Exportgut ist.
  • Steigt der Ölpreis, wird der Kanadische Dollar häufig stärker – USD/CAD kann dann fallen.

Rohstoffpreise wirken damit als gemeinsamer Treiber für mehrere Paare.

Wie Risikostimmung und „Sichere-Hafen“-Ströme Korrelationen verändern

Risikostimmung ist die grundlegende Marktlaune. In „Risk-on“-Phasen kaufen Anleger eher renditestärkere Währungen. In „Risk-off“-Phasen suchen sie Sicherheit, oft beim US-Dollar, Schweizer Franken und Japanischen Yen.

  • Risk-on: AUD, NZD und andere Wachstumswährungen steigen oft gemeinsam.
  • Risk-off: Yen und Franken werden häufig stärker, während riskantere Währungen fallen.

Diese Kapitalströme können Korrelationen kurzfristig verstärken oder umkehren. In Stressphasen verhalten sich Paare oft anders als sonst.

Wie Sie korrelierte Devisenpaare im Trading nutzen

Entscheidend ist die Anwendung. CFDs ermöglichen Long und Short über eine Plattform wie VT Markets. So können Sie beide Seiten einer Korrelation handeln. Vier praktische Ansätze:

1. Unbeabsichtigte Übergewichtung vermeiden

Der häufigste Fehler ist Übergewichtung: Mehrere Positionen sind in Wahrheit dieselbe Wette. Beispiel:

  • Sie gehen Long in EUR/USD, GBP/USD und AUD/USD, jeweils 1 Standard-Lot (Lot = feste Handelsgröße).
  • Alle drei Paare sind positiv korreliert und profitieren von einem schwächeren US-Dollar.
  • Wird der Dollar plötzlich stärker, verlieren alle drei gleichzeitig.
  • Es wirken wie drei Trades – tatsächlich ist es ein großes Risiko, dreifach.

Prüfen Sie deshalb vor dem Aufbauen mehrerer Positionen die Korrelation und passen Sie die Positionsgröße (Position Sizing = Einsatzhöhe je Trade) an.

2. Diversifikation mit Korrelation steuern

Korrelation hilft bei der Diversifikation. Ziel ist, Risiken auf Positionen zu verteilen, die nicht alle gleich reagieren.

  • Kombinieren Sie Paare mit niedriger oder gemischter Korrelation.
  • Vermeiden Sie ein Portfolio aus Paaren, die im Gleichschritt laufen.
  • Ergänzen Sie USD-lastige Trades durch Cross-Paare (Cross = Währungspaar ohne US-Dollar) wie EUR/GBP.

Diversifikation glättet den Kontoverlauf (Equity Curve = Entwicklung des Kontostands). Risiko verschwindet nicht, aber es treffen weniger oft alle Verluste gleichzeitig.

3. Absichern mit negativ korrelierten Paaren

Absicherung (Hedging) nutzt negative Korrelation bewusst: Zwei Positionen laufen oft gegeneinander, sodass eine die andere abfedern kann. Beispiel:

  • Sie sind Long in EUR/USD, sind aber vor US-Daten unsicher.
  • Sie eröffnen zusätzlich eine kleinere Long-Position in USD/CHF, das meist invers korreliert.
  • Fällt EUR/USD wegen starker Dollar-Nachrichten, kann USD/CHF steigen und einen Teil des Verlusts ausgleichen.

Mit CFDs ist das einfach umsetzbar: Sie handeln Kursbewegungen, ohne die Währung zu besitzen.

4. Eine Forex-Korrelationsmatrix lesen

Eine Korrelationsmatrix ist eine Tabelle, die Korrelationskoeffizienten vieler Paare zeigt. Positive Werte: eher gemeinsam. Negative Werte: eher gegensätzlich. Ein vereinfachtes Beispiel:

EUR/USDGBP/USDUSD/CHFUSD/JPY
EUR/USD+1.00+0.85-0.90-0.30
GBP/USD+0.85+1.00-0.75-0.25
USD/CHF-0.90-0.75+1.00+0.40
USD/JPY-0.30-0.25+0.40+1.00

So lesen Sie sie: Wählen Sie zwei Paare und prüfen Sie den Wert am Schnittpunkt von Zeile und Spalte. Ein Korrelationsrechner oder ein Live-Tool kann die Werte laufend aktualisieren. Achten Sie auf den Zeitraum: Eine Stunden-Matrix kann anders aussehen als eine Monats-Matrix.

Risiken und Grenzen korrelierter Devisenpaare

Korrelation ist nützlich, hat aber Grenzen. Wer sie als feste Regel behandelt, riskiert Verluste. Drei Punkte sind wichtig:

1. Verändern sich Forex-Korrelationen über die Zeit?

Ja. Korrelationen sind nicht dauerhaft. Sie ändern sich mit Zinsen, Zentralbankpolitik und globalen Ereignissen.

  • Ein Wert von +0,9 in diesem Monat kann im nächsten Monat nur noch +0,4 betragen.
  • Große Ereignisse können Zusammenhänge schnell verschieben, etwa die Zoll-Volatilität 2025 (Volatilität = starke Kursschwankungen), die den täglichen Devisenumsatz auf 9,6 Billionen US-Dollar mitprägte.

Nutzen Sie aktuelle Daten. Alte Werte können Strategien unbemerkt unbrauchbar machen.

2. Warum Korrelation keine Ursache beweist

Korrelation zeigt nur einen Zusammenhang, keine Ursache. Zwei Paare können gemeinsam laufen, weil beide vom selben Faktor abhängen – etwa vom US-Dollar.

  • Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Paar ein anderes „steuert“.
  • Planen Sie keine Strategie nur auf Basis eines Zufallsmusters ohne nachvollziehbaren Grund.

Ein Zusammenhang mit klarer wirtschaftlicher Logik ist verlässlicher als reine Statistik.

3. Wie Korrelation Risiko verstärken kann

Falsch genutzt erhöht Korrelation das Risiko.

  • Mehrere Long-Positionen in positiv korrelierten Paaren vergrößern Verluste bei einer Gegenbewegung.
  • Eine schlecht dimensionierte Absicherung kann beide Seiten riskant machen.
  • Bricht eine Korrelation in einer Krise, kann ein darauf aufgebauter Plan scheitern.

Umgekehrt ist auch wichtig: Welche Paare korrelieren kaum? Paare aus sehr unterschiedlichen Wirtschaftsregionen ohne gemeinsame Währung – oft exotische Crosses (exotisch = weniger häufig gehandelt) – zeigen häufig nur schwache Zusammenhänge.

Das kann helfen, wenn Positionen unabhängiger laufen sollen. Fazit: Korrelation beachten, aber nicht blind vertrauen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1: Was sind korrelierte Devisenpaare?

Korrelierte Devisenpaare sind Währungspaare, deren Kurse sich häufig in Beziehung zueinander bewegen. Bei positiver Korrelation laufen sie meist gleichgerichtet, bei negativer Korrelation entgegengesetzt. Ursachen sind oft eine gemeinsame Währung oder ein gemeinsamer Marktfaktor.

F2: Welche Devisenpaare bewegen sich in die gleiche Richtung?

EUR/USD und GBP/USD laufen häufig in die gleiche Richtung, ebenso AUD/USD und NZD/USD. Gemeinsame Einflussfaktoren führen dabei oft zu positiver Korrelation.

F3: Welche Devisenpaare bewegen sich entgegengesetzt?

EUR/USD und USD/CHF laufen typischerweise entgegengesetzt. Unter vielen Bedingungen gilt das auch für AUD/USD und USD/CAD. Häufig ist der Grund, dass der US-Dollar in den beiden Paaren auf unterschiedlichen Seiten steht.

F4: Wie misst man Forex-Korrelation?

Mit dem Korrelationskoeffizienten, einem Wert zwischen +1 und -1. Nahe +1 bedeutet: gemeinsam. Nahe -1 bedeutet: gegensätzlich. Sie können ihn z. B. in einer Tabelle berechnen oder aus einer Live-Korrelationsmatrix ablesen.

F5: Können korrelierte Paare Risiko senken?

Ja, wenn sie gezielt eingesetzt werden: Negativ korrelierte Positionen können absichern, schwach korrelierte Positionen streuen. Wer jedoch mehrere Paare handelt, die gleich reagieren, erhöht das Risiko. Die Positionsgröße bleibt entscheidend.

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