Das Wachstum der britischen M4-Geldmenge hat sich im Mai auf 4,3% gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt, nach 4,5% im vorherigen Wert. Damit setzt sich eine leichte Abkühlung der breiten Geldschöpfung fort – ein Indikator, der aufmerksam verfolgt wird, um Hinweise auf die inländische Liquidität und die Kreditbedingungen zu erhalten.
Die jüngsten Daten deuten auf ein niedrigeres Expansionstempo auf Jahresbasis hin, wobei das M4-Wachstum weiterhin im positiven Bereich bleibt. Die Verlangsamung von 4,5% auf 4,3% im Mai macht den Indikator etwas weicher als in den vergangenen Monaten, während der Fokus darauf liegt, ob sich die breiteren Finanzierungsbedingungen verschärfen oder stabilisieren.
Kreditdynamik und Implikationen für die Geldpolitik
Wir stellen fest, dass sich das Wachstum der M4-Geldmenge im Vereinigten Königreich erneut verlangsamt hat – ein Signal dafür, dass die Kreditvergabe und das wirtschaftliche Momentum nachlassen. Ein solcher Trend geht häufig einer Abschwächung der Gesamtwirtschaft voraus. Das spricht dafür, bei Vermögenswerten, die sensibel auf das UK-Wachstum reagieren, vorsichtig zu agieren.
Diese Daten, zusammen mit den jüngsten Inflationszahlen, die einen Rückgang des CPI auf 2,1% zeigen, untermauern unsere Einschätzung, dass die Bank of England die Leitzinsen unverändert lässt. Der Markt könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte überbewerten. Entsprechend prüfen wir Positionierungen über Zinsswaps, um von einer dovisheren Notenbank zu profitieren.
Eine weniger aggressive geldpolitische Haltung dürfte das britische Pfund belasten. Ende Juni 2026 tat sich der GBP/USD-Wechselkurs schwer, sich über 1,28 zu halten. Wir sehen Wert darin, Put-Optionen auf GBP/USD zu kaufen, um uns gegen einen möglichen Rückgang abzusichern oder davon zu profitieren.
Ausblick für britische Aktien und abwärtsgerichtete Konjunkturrisiken
Das nachlassende Geldmengenwachstum ist auch ein Gegenwind für britische Aktien, da es auf niedrigere künftige Unternehmensgewinne hindeuten kann. Jüngste schwache BIP-Zahlen, die für das erste Quartal ein revidiertes Nullwachstum ausweisen, stützen diese Sorge. Wir erwägen Schutzstrategien für den FTSE-100-Index, etwa den Kauf von Puts.
Historisch gingen vergleichbare Verlangsamungen beim M4-Wachstum den Konjunkturabschwüngen Anfang der 1990er-Jahre und 2008 voraus. Dieser historische Kontext prägt unsere Einschätzung, dass die Abwärtsrisiken zunehmen. Wir werden daher Volatilitätsindikatoren eng beobachten, um Chancen zu identifizieren.
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