USD/JPY zeigte sich in der US-Sitzung am Dienstag schwächer um 157,40, wobei der Yen seine Gewinne der vergangenen Woche ausbaute, da weichere US-Arbeitsmarktindikatoren dem Dollar die Unterstützung entzogen. Die JOLTS-Daten wiesen für Juni 7,359 Mio. offene Stellen aus, nach revidierten 7,537 Mio. im Mai, und lagen damit unter dem Konsens von 7,4 Mio.; diese Abkühlung drückte US-Treasury-Renditen und verringerte den Zinsabstand, der das Paar gestützt hat. Separat stützten niedrigere Energiepreise Japans Währung als großer Nettoenergieimporteur, während Al Arabiya berichtete, eine Ankündigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus werde erwartet; Al Hadath meldete, eine vollständige Wiederöffnung könnte innerhalb von Stunden oder am Mittwoch bekannt gegeben werden.
Der Fokus richtet sich nun auf die Protokolle der Bank-of-Japan-Sitzung vom Juni, die spät in der asiatischen Sitzung anstehen, sowie auf Japans Labour Cash Earnings, die im Juni voraussichtlich auf 3,4% YoY von 3,2% steigen. Im 4-Stunden-Chart lag USD/JPY bei 157,37, unter dem 20-Perioden-SMA bei 158,52 und dem 100-Perioden-SMA bei 162,06, bei einem RSI von 31. Unterstützung liegt bei 157,23, dann 156,62 und 156,30, während Widerstände bei 157,99, 158,52 und 162,06 markiert sind.
Treiber hinter der Yen-Stärke und der USD/JPY-Abwärtsbewegung
Wir sehen, dass das Währungspaar USD/JPY unter starken Abwärtsdruck gerät und aktuell nahe der Marke von 157,40 handelt, da der japanische Yen von einem schwächeren US-Dollar profitiert. Diese Bewegung wird maßgeblich durch eine Abkühlung der US-Arbeitskräftenachfrage getrieben: Die jüngsten Daten zu offenen Stellen (JOLTS) fielen auf 7,359 Mio. und damit unter den Erwartungen von 7,4 Mio. Wir gehen davon aus, dass sich Derivatehändler auf anhaltenden kurzfristigen Abwärtsdruck einstellen sollten, da sich die Zinsdifferenz zwischen der Federal Reserve und der Bank of Japan zu verengen beginnt.
Zusätzlichen Rückenwind erhält der Yen durch nachgebende Rohölpreise, nachdem Berichte auf eine baldige vollständige Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus hindeuten. Da Japan ein großer Nettoenergieimporteur ist, verbessern niedrigere Energiekosten die Terms of Trade spürbar und stützen den Yen. Wir schlagen vor, kurzfristige Put-Optionen auf USD/JPY zu nutzen, um an weiterem Abwärtspotenzial zu partizipieren, während sich diese geopolitischen und energiebezogenen Belastungsfaktoren entspannen.
Technische Setups und Risikomanagement für Derivatehändler
Auf der japanischen Seite beobachten wir die anstehenden Labour Cash Earnings-Daten, die voraussichtlich auf 3,4% gegenüber dem Vorjahr beschleunigen. Ein starker Lohndruck würde den Fokus von Gouverneur Kazuo Ueda auf den Lohn-Preis-Zyklus untermauern und dürfte hawkischere Wetten auf BoJ-Zinserhöhungen auslösen. Zur Positionierung können Derivatehändler auf bärische Risk-Reversals setzen, also Puts kaufen und Calls verkaufen, um diesen fundamentalen Shift zu hebeln.
Aus technischer Sicht zeigt das Paar im 4-Stunden-Chart eine ausgeprägte bärische Tendenz, da es deutlich unter dem 20-Perioden-SMA bei 158,52 und dem 100-Perioden-SMA bei 162,06 bleibt. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 157,23; ein Bruch darunter könnte rasch den Weg in Richtung 156,62 und 156,30 öffnen. Wir raten dazu, diese tieferen Unterstützungsniveaus mit Put-Strategien ins Visier zu nehmen und den RSI im Blick zu behalten, der mit 31 aktuell nahe am überverkauften Bereich liegt.
Man sollte im Hinterkopf behalten, wie schnell sich der USD/JPY-Carry-Trade auflösen kann – ähnlich wie beim abrupten Umschwung Mitte 2024, als das Paar innerhalb weniger Wochen von über 161 in den 140er-Bereich fiel. Sollte das japanische Lohnwachstum tatsächlich die prognostizierten 3,4% erreichen, könnte es zu einer ähnlich schnellen Neubewertung der BoJ-Politik kommen. Derivatehändler sollten defensiv bleiben und Long-Positionen meiden, bis das Paar die Widerstandsmarke bei 158,52 wieder nachhaltig zurückerobern und darüber halten kann.
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