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USD/CHF steuert auf Wochenverlust zu, da schwache US-Arbeitsmarktdaten den Zeitpunkt einer Fed-Zinssenkung verschieben; SNB bleibt dovish

by VT Markets
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Jul 4, 2026

USD/CHF steuert nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) am Donnerstag, die den US-Dollar belasteten, auf den ersten Wochenverlust seit fünf Wochen zu. Am Freitag stabilisierte sich das Paar jedoch, da die Märkte den Zinspfad der US-Notenbank (Fed) neu bewerteten. Zuletzt lag es praktisch unverändert bei etwa 0,8034, nachdem es zuvor bis auf 0,8010 gefallen war. Der US-Dollar-Index notierte bei rund 100,84, nach einem Tagestief von 100,61. Die begrenzte Anschlussdynamik bei USD-Verkäufen deutet darauf hin, dass die Verfehlung bei den Payrolls eher das Timing als die Richtung der Fed-Politik verschoben hat. Die Geldpolitik dürfte weiter restriktiv bleiben, da die Inflation nach jüngster Beschleunigung – im Zusammenhang mit höheren Ölpreisen – über dem 2%-Ziel liegt.

Die Zinsmärkte passten ihre Erwartungen nur moderat an: Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt im September bei 53%, nach 63% vor der Veröffentlichung, während die Dezember-Wahrscheinlichkeit bei 76% bleibt. Der Blick richtet sich nun auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni, der später in diesem Monat ansteht, da energiegetriebene Inflationsrisiken nachlassen, nachdem Öl den Großteil der durch den US–Iran-Krieg ausgelösten Gewinne wieder abgegeben hat. In der Schweiz stützt die niedrige Inflation die Erwartung, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinsen bei 0% belässt, bei gleichzeitiger Bereitschaft zu Interventionen gegen eine übermäßige Frankenstärke. In der kommenden Woche stehen der US-ISM-Index für den Dienstleistungssektor sowie die Fed-Protokolle im Fokus; aus der Schweiz sind keine Veröffentlichungen zu erwarten.

Temporärer Rückschlag für den Dollar: Korrektur, keine Trendwende

Angesichts des jüngsten Rückgangs von USD/CHF nach dem schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht werten wir dies nicht als Trendwende, sondern als vorübergehende Delle. Dass der US-Dollar nicht stärker weiter abrutschen konnte, spricht dafür, dass der Markt weiterhin mit einer restriktiven Fed rechnet. Diese Korrektur kann einen potenziellen Einstiegspunkt für Trader bieten, die in den kommenden Wochen auf eine erneute Dollar-Stärke setzen.

Unseres Erachtens hat der Markt auf die jüngsten Nonfarm-Payrolls überreagiert: Die US-Wirtschaft schuf im Juni nur 155.000 Stellen und verfehlte damit die Erwartung von 210.000. Während das CME FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli inzwischen nur noch bei 25% sieht, liegen die Chancen für einen Schritt bis zur Sitzung im November weiter bei über 70%. Das signalisiert, dass Trader die schwachen Daten als Verzögerung – nicht als Absage – des nächsten Fed-Schritts interpretieren.

Das entscheidende Ereignis für den Dollar dürfte der US-Verbraucherpreisindex (CPI) sein, der Mitte Juli veröffentlicht wird. Da die Kerninflation im vergangenen Quartal hartnäckig um 3,1% verharrte, würde jede positive Überraschung im anstehenden Bericht die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte vermutlich deutlich erhöhen und den USD nach oben treiben. Entsprechend sollten wir uns auf einen potenziellen Volatilitätsschub rund um diese Veröffentlichung einstellen.

Politische Divergenz und Handelsstrategien für USD/CHF

Auf der anderen Seite des Währungspaars hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrem dovishen Kurs fest. Die jüngsten Schweizer Inflationsdaten für Juni lagen mit 1,4% in einem gut beherrschbaren Bereich, was der Notenbank keinen Anlass gibt, über Zinserhöhungen nachzudenken. Diese zunehmende geldpolitische Divergenz zwischen einer restriktiven Fed und einer neutralen SNB liefert eine solide strukturelle Unterstützung für USD/CHF.

Für Derivate-Trader begünstigt dieses Umfeld Strategien, die von einem begrenzten Abwärtsrisiko und einem möglichen Aufwärtspotenzial in USD/CHF profitieren. Wir prüfen den Kauf kurzlaufender Call-Optionen, um von einer Erholung nach den US-CPI-Daten zu profitieren. Auch das Schreiben aus dem Geld liegender Put-Optionen mit Basispreisen unterhalb wichtiger Unterstützungsniveaus kann eine effektive Strategie zur Prämieneinnahme sein – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des impliziten SNB-Interesses, eine übermäßige Frankenstärke zu verhindern.

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