USD/CHF legte am Montag leicht zu, nachdem sich der US-Dollar nach dem Ausverkauf der Vorwoche stabilisierte, der auf einen Plan des US-Finanzministeriums zur Ausweitung von Rückkäufen länger laufender Staatsanleihen folgte. Das Währungspaar notierte nahe 0,8026 und damit rund 0,20% im Plus, während der Fokus nach der Ankündigung eines neuen Sanktionspakets aus Washington wieder auf den Spannungen zwischen den USA und Iran lag. Die „Operation Economic Outcast“ des US-Finanzministeriums weitete Sekundärsanktionen aus und nahm rund 60 mit Iran in Verbindung stehende Personen, Organisationen und Schiffe ins Visier, die Netzwerken aus den Bereichen Nuklear, Raketen, Cyber und Öl zugeordnet werden. Teheran warnte derweil vor einer möglichen Eskalation, einschließlich Drohungen, Ölexporte durch die Straße von Hormus und anderswo im Persischen Golf zu stoppen.
Das geopolitische Umfeld stützte den Greenback, doch Sorgen über die US-Finanzlage und die steigende Staatsverschuldung begrenzten die Gewinne. Der DXY lag bei etwa 99,05, nachdem er in der vergangenen Woche auf ein Dreimonatstief von 98,56 gefallen war; zudem dämpften schwächere US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten für Juli die Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung durch die Fed. Im Blick steht nun am Mittwoch der PCE-Preisindex sowie später der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag in Jackson Hole. In der Schweiz lag die Jahresinflation (CPI) im Juli bei 0,4% und damit am unteren Rand des SNB-Zielbandes von 0% bis 2%; SNB-Direktoriumsmitglied Petra Tschudin erklärte, Negativzinsen könnten bei Bedarf erneut eingesetzt werden.
Energievolatilität und Währungsoptionsstrategien
Wir empfehlen Derivatehändlern, sich auf erhöhte Volatilität an den Energiemärkten einzustellen und den Fokus auf Call-Optionen auf Rohöl zu legen. Irans Drohung, die Straße von Hormus zu blockieren, über die historisch etwa 20 Millionen Barrel Öl pro Tag – rund 20% des globalen Erdölverbrauchs – abgewickelt werden, könnte einen schnellen Preissprung bei Energie auslösen. Der Kauf von Brent- oder WTI-Call-Optionen nahe am Geld ermöglicht es, von dieser geopolitischen Risikoprämie bei begrenztem Abwärtsrisiko zu profitieren.
Da USD/CHF nahe 0,8026 verharrt und die Schweizer Inflation mit 0,4% niedrig bleibt, sehen wir gute Argumente für Long-Straddle-Strategien auf das Währungspaar. Die Schweizerische Nationalbank hat angedeutet, zur Bekämpfung niedriger Inflation wieder Negativzinsen in Betracht zu ziehen, während US-Treasury-Rückkäufe und geopolitische Spannungen den Greenback in entgegengesetzte Richtungen ziehen. Diese geldpolitische Divergenz und die anstehenden datengetriebenen Impulse machen Volatilitätskauf-Strategien in den kommenden Wochen besonders attraktiv.
Positionierung in Zinsfutures und Dollar-Absicherung
Zudem sollten wir uns in Zinsfutures im Vorfeld der PCE-Inflationsdaten am Mittwoch und des Jackson-Hole-Symposiums am Freitag positionieren. Derzeit spiegeln Fed-Funds-Futures nach schwachen US-Beschäftigungszahlen geringere Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung wider. Die implizite Volatilität bei kurzfristigen Zinsoptionen ist weiterhin relativ günstig und bietet damit eine kosteneffiziente Möglichkeit, sich gegen überraschend restriktive Signale der US-Notenbank abzusichern.
Da der US-Dollar-Index um 99,05 schwankt, nachdem er ein Dreimonatstief erreicht hatte, raten wir dazu, kurzfristige Währungsswaps zu nutzen, um Konditionen zu fixieren. Historisch gilt: Fällt der DXY unter die psychologisch wichtige Marke von 100, deutet dies häufig auf einen länger anhaltenden Abwärtstrend hin – sofern nicht eine aggressive geldpolitische Straffung stützt. Diese kurze Phase der Stabilisierung sollte genutzt werden, um Portfolios abzusichern, bevor die anstehenden Inflationsdaten den Markt erneut in Bewegung setzen.
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