USD/CHF stieg auf neue Jahreshochs, nachdem sich der Aufwärtstrend auf sechs Sitzungen in Folge ausgedehnt hatte und das Paar auf ein 11-Monats-Hoch von 0,8139 kletterte. Zuletzt wurde bei 0,8124 gehandelt, ein Plus von 0,34%, womit der Kurs über der Marke von 0,8100 bleibt, auf deren Tagesschluss Händler achten.
Die Momentumindikatoren bleiben überdehnt: Der Relative-Stärke-Index (RSI) befindet sich im überkauften Bereich, liegt aber weiterhin unter 80; die Zone 70–80 gilt als stärkster Bereich des Aufwärtstrends, während Werte über 80 als Hinweis auf mögliche Marktspitzen herangezogen werden. Ein Vorstoß über 0,8200 würde 0,8215 in den Fokus rücken, das Tageshoch vom 19. Juni 2025, gefolgt von 0,8250 und anschließend 0,8300. Auf der Unterseite würde ein Rückfall unter 0,8100 die Aufmerksamkeit wieder auf 0,8042 lenken, das Swing-Hoch vom 31. März, darunter liegt 0,8000. Die wöchentliche Tabelle der prozentualen Bewegungen zeigt, dass der Schweizer Franken gegenüber dem Neuseeland-Dollar am stärksten abschnitt.
Fundamentale Treiber und Strategie
Wir sehen einen kräftigen Aufwärtstrend in USD/CHF, der nach einer sechstägigen Rally nun über 0,8100 handelt. Fundamental wird die Bewegung durch die sich ausweitende Zinsdifferenz zwischen den 5,50% der US-Notenbank Fed und der jüngsten Senkung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf 1,25% gestützt. Dieser Spread macht das Halten von US-Dollar attraktiver.
Angesichts des starken Momentums halten wir den Kauf von Call-Optionen für eine klare Strategie für die kommenden Wochen. Wir zielen auf Basispreise in der Nähe der nächsten Widerstände, etwa 0,8200 und 0,8250, um von einer erwarteten Fortsetzung der Bewegung zu profitieren. Diese Optionen bieten ein klar definiertes Risiko und gleichzeitig Partizipation an weiterem Aufwärtspotenzial.
RSI, Konjunkturdaten und Risikomanagement
Obwohl der Relative-Stärke-Index (RSI) im überkauften Bereich liegt, werten wir dies nicht als unmittelbares Verkaufssignal. Historisch kann ein Vermögenswert in starken, fundamental getriebenen Trends wie diesem über längere Zeit überkauft bleiben. Kleinere Rücksetzer, etwa in Richtung der Unterstützung bei 0,8100, würden wir als Chancen nutzen, um bullische Positionen auszubauen.
Die Konjunkturdaten untermauern unsere Einschätzung zusätzlich: Die jüngsten US-Inflationsdaten verharren stabil bei rund 3,3% und lassen die Fed bei Zinssenkungen zögern. Im Gegensatz dazu liegt die Schweizer Inflation mit 1,4% deutlich niedriger, was der SNB Spielraum für weitere Lockerungen gibt. Diese Divergenz der Geldpolitik ist der zentrale Motor, der USD/CHF nach oben treibt.
Im Risikomanagement wäre ein Bruch unter 0,8100 für uns das erste Warnsignal nachlassender Dynamik. Fällt das Paar klar unter das vorherige Swing-Hoch bei 0,8042, würden wir schützende Put-Optionen oder Stop-Loss-Orders auf Futures-Positionen in Betracht ziehen. Das hilft, Kapital zu schützen, falls der Trend unerwartet dreht.
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