US-Staatsanleiherenditen setzten ihre Erholung fort, nachdem das US-Finanzministerium ein Anleiherückkaufprogramm angekündigt hatte, während Konjunkturdaten auf eine robuste Entwicklung im Dienstleistungssektor hindeuteten, obwohl die Industrie abkühlte. Die Rendite der 2-jährigen Treasuries stieg um fünf Basispunkte auf 4,24%, da zinssensitive Laufzeiten den sich verändernden Erwartungen an den Fed-Funds-Satz folgten; die 10-jährige Referenzrendite legte um fast drei Basispunkte auf 4,474% zu. Der US-Dollar-Index (DXY) war kaum verändert und lag 0,02% niedriger bei 98,84 gegenüber einem Korb aus sechs Währungen.
Am langen Ende schloss die 30-jährige Rendite die Woche bei 5,276% (+2,5 Basispunkte), obwohl das Finanzministerium die geplanten Käufe in diesem Segment auf 4 Mrd. US-Dollar von 2 Mrd. US-Dollar erhöhte. Der S&P Global Services PMI verbesserte sich im August und übertraf die Prognosen, während der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe nachgab, aber weiterhin moderates Wachstum signalisierte; die Fabrikpreise wurden mit Störungen infolge des US-Iran-Kriegs und höheren Energiekosten in Verbindung gebracht. Zu den nächsten angesetzten Kurstreibern zählen Finanzminister Bessents Ankündigung iranbezogener Sanktionen am Montag, der US-PCE-Bericht, vorläufige Benchmark-Revisionen des BLS sowie eine Rede von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole.
Zinsstrategien in einem Umfeld steigender Renditen
Wir müssen unsere Zinsstrategien rasch anpassen, da der Anleihemarkt auf überraschend starke Konjunkturdaten reagiert. Mit der Rendite zweijähriger US-Treasuries bei 4,24% und der 30-jährigen Rendite auf hohem Niveau bei 5,27% preist der Markt klar einen restriktiveren Ausblick ein. Wir empfehlen, kurzfristige Treasury-Optionen zur Absicherung gegen weitere Renditesprünge nach oben einzusetzen.
Das anstehende Jackson-Hole-Symposium mit Fed-Chef Warsh wird in den kommenden Wochen der entscheidende Test für die Zinserwartungen sein. Gleichzeitig müssen wir uns auf die unmittelbar bevorstehende Ankündigung iranbezogener Sanktionen durch Finanzminister Bessent am Montag einstellen. Diese Ereignisse dürften sehr wahrscheinlich deutliche Bewegungen sowohl an den Anleihe- als auch an den Devisenmärkten auslösen.
Geopolitische Spannungen, Inflation und Portfolioschutz
Anhaltende geopolitische Spannungen infolge des US-Iran-Kriegs haben die globalen Energiekosten auf erhöhtem Niveau gehalten, was die Inflation zäh machen könnte. Wir sollten den anstehenden PCE-Inflationsbericht genau beobachten, da jede positive Überraschung die Renditen voraussichtlich weiter nach oben treiben wird. Long-Positionen in Energiederivaten oder volatilitätsorientierte Optionsstrategien auf Öl könnten unsere Portfolios schützen.
Bei einem stabilen US-Dollar-Index um 98,84 bieten Devisenoptionen besondere Chancen, auf Zinsdifferenzen zu setzen. Historische Daten zeigen, dass sich bei geopolitischem Stress und einer Ausweitung der Spreads zwischen kurz- und langfristigen Renditen sogenannte Curve-Steepener-Trades tendenziell gut entwickeln. Wir sollten erwägen, Swaptions einzugehen, die von einer steileren Zinskurve profitieren, da die 30-jährige Rendite trotz staatlicher Rückkäufe erhöht bleibt.
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