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US-Arbeitsmarktdaten erholen sich – Märkte richten Blick auf September-Inflation und Fed-Zinsanhebungswahrscheinlichkeit; Pfund schwächer, Yen im Fokus

by VT Markets
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Sep 8, 2026

Die US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) hat sich im August erholt: Es kamen 162.000 Stellen hinzu – der beste Wert seit fünf Monaten –, während die Gesamtsumme für Juni und Juli um 55.000 nach oben revidiert wurde. Julis revidierter Zuwachs von 21.000 lag weiterhin unter dem Tempo von rund 70.000, das mit dem Bevölkerungswachstum korrespondiert, und die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1% – leicht niedriger als zu Jahresbeginn. Die unmittelbare Reaktion des Dollar blieb verhalten, da sich die Märkte auf die am 11. September anstehende US-Inflation konzentrierten; frühe Schätzungen deuteten darauf hin, dass die Kerninflation (Core CPI) bei 3,4% verharrt. Die Zinsbepreisung blieb auf einen einzelnen Fed-Schritt ausgerichtet: Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am 16. September bei rund 60%, und die Erwartungen für Ende 2026 blieben weitgehend unverändert – 37% rechnen mit zwei Zinsschritten.

GBPUSD gab nach der Veröffentlichung nach, während sich die Aufmerksamkeit in Großbritannien auch auf den Gilts-Markt richtete, nachdem die Renditen 10-jähriger Gilts am 1. September über 5,25% gestiegen waren – ein 19-Jahres-Hoch. USDJPY blieb nach den Rückgängen am 2. und 3. September unter Druck, da Spekulationen über Stützungsmaßnahmen für den Yen zunahmen; als kurzfristige Marken wurden eine Unterstützung um ¥155, ein potenzieller Widerstand nahe ¥160 sowie Abwärtsrisiken in Richtung der Februar-Tiefs nahe ¥152 genannt, falls Interventionen bestätigt würden. Die CFD-Volumina zogen ab dem 2. September deutlich an, ehe nach den Daten vom 4. September Gewinnmitnahmen einsetzten – damit rückt der Inflationsdruck am 11. September als nächster Fokuspunkt in den Vordergrund.

US-Arbeitsmarkt, Fed-Zinspfad und Inflationsausblick

Nach dem überraschend starken Nonfarm-Payrolls-Bericht von 162.000 gehen wir davon aus, dass sich Derivatehändler auf erhöhte Volatilität im Vorfeld der US-Inflationsdaten am 11. September einstellen sollten. Obwohl die erste Dollar-Reaktion verhalten ausfiel, deuten der robuste Arbeitsmarktbericht und die Aufwärtsrevisionen um 55.000 für die Vormonate auf eine widerstandsfähige US-Konjunktur hin. Wir empfehlen, das CME FedWatch Tool genau zu beobachten, das derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 60% für eine Zinserhöhung am 16. September einpreist.

Der anstehende Kerninflationswert, der Schätzungen zufolge bei 3,4% verharren dürfte, wird der nächste große Markttreiber für USD-basierte Währungspaare sein. Zudem müssen steigende Energiekosten berücksichtigt werden, da Brent-Öl seit Anfang August deutlich zugelegt hat – historisch ein wichtiger Treiber für Verbraucherpreisdruck. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Positionierung für mögliche positive Inflationsüberraschungen sinnvoll, die den restriktiven (hawkishen) Kurs der Federal Reserve untermauern könnten.

Handelsstrategien für GBP/USD und USD/JPY

Für GBP/USD raten wir, bei kurzfristigen Gegenbewegungen Richtung des 20-Tage-Simple-Moving-Average um $1,356 nach kurzfristigen Verkaufsgelegenheiten Ausschau zu halten. Das Pfund bleibt unter Druck, nachdem die Renditen 10-jähriger UK-Gilts am 1. September über 5,25% auf ein neues 19-Jahres-Hoch gestiegen sind – ein Zeichen für Nervosität am Anleihemarkt mit Blick auf den Haushaltsplan Ende Oktober. Sollte die unmittelbare Unterstützung am 50-Tage-SMA brechen, erwarten wir einen Rückgang in Richtung der Value-Area zwischen dem 100- und 200-Tage-SMA.

Im USD/JPY-Markt mahnen wir zu äußerster Vorsicht, da Händler die hohe Wahrscheinlichkeit einer weiteren Intervention der Bank of Japan abwägen – ähnlich den rekordhohen Abwehrmaßnahmen von 9,8 Billionen Yen (62 Mrd. US-Dollar), die in früheren Währungskrisen zu beobachten waren. Während eine restriktiver auftretende Bank of Japan am 18. September die Zinsen anheben könnte, testet das Währungspaar derzeit eine zentrale Unterstützung nahe der Marke von ¥155. Sollten die japanischen Behörden abseits bleiben, wäre eine graduelle Erholung zurück in Richtung des statischen Widerstands bei ¥160 möglich.

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