Die polnische Nationalbank (NBP) ließ die Geldpolitik unverändert und bekräftigte ihren dovishen Kurs. Sie signalisierte, dass eine Anpassung der Leitzinsen möglicherweise bis zur Mitte des kommenden Jahres nicht erforderlich sei – selbst wenn die Inflation weiter anzieht. Dahinter steht die Einschätzung, dass ein bis dahin schwächeres BIP-Wachstum den Preisdruck allmählich dämpfen dürfte. Damit bleibt der Zloty anfällig: Zinserwartungen werden weiter nach hinten geschoben und der Zinsabstand verengt sich.
Zloty und Zinserwartungen
EUR/PLN erholte sich auf 4,320–4,330 und entsprach damit der Spanne des Vortages, da die dovishe Neubewertung die Zinsdifferenz einengte. Das Währungspaar dürfte demnach 4,330–4,340 testen. Inländische Zinsen wurden als nur leicht anziehend beschrieben, während Energiepreise weiterhin die Marktbewegungen dominierten.
Dynamik der Zinskurve
Da verzögerte Zinserhöhungen weiterhin das Basisszenario bleiben, dürfte der Ton die polnische Renditekurve unter Druck halten und sie potenziell weiter versteilern – obwohl Polen bereits die steilste Kurve unter den Schwellenländern aufweist.
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