Pfund Sterling legt gegenüber Yen zu, da GBP/JPY die Marke von 215 testet – trotz Interventionsrisiken und bullischer Charttechnik

by VT Markets
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Jun 30, 2026

Das Pfund legte am Montag gegenüber dem Yen zu, GBP/JPY stieg um 0,59%, während die Märkte das Risiko einer Devisenmarktintervention durch die japanischen Behörden abwogen. Zuletzt notierte das Paar bei 214,78, nachdem es von einem Tagestief bei 213,41 nach oben gedreht hatte – damit bleibt der Handel nahe der Jahreshochs.

Aus charttechnischer Sicht konsolidiert die Kursentwicklung in einem aufsteigenden Dreieck. Zudem ist das Cross wieder über den 50-Tage-SMA bei 214,06 gestiegen und hat sich in Richtung 215,00 vorgearbeitet. Der RSI hat ins Bullishe gedreht, die neutrale 50er-Marke überwunden und bewegt sich in Richtung 55,00. Widerstand liegt bei 215,00; ein Ausbruch darüber würde 215,40–215,50 ins Blickfeld rücken, gefolgt von 216,00, darüber hinaus das YTD-Hoch bei 216,60. Unterstützung beginnt am 50-Tage-SMA bei 214,06, danach 213,00, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 212,83.

Technischer Ausblick und bullische Strategien

Wir sehen im GBP/JPY-Chart die Ausbildung eines klaren aufsteigenden Dreiecks, was die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs nach oben erhöht. Das Momentum ist bullisch, da das Paar oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts bleibt – damit rückt das Jahreshoch (YTD) bei 216,60 in Reichweite. Rücksetzer in Richtung 214,00 sollten Händler als potenzielle Kaufgelegenheiten einordnen.

Um von diesem Aufwärtstrend zu profitieren, ziehen wir den Kauf von Call-Optionen mit einem Basispreis von 216,50 und einer Laufzeit von den nächsten Wochen in Betracht. Diese Strategie bietet die Chance, von einem Anstieg auf neue Hochs zu profitieren, während das Verlustrisiko strikt auf die gezahlte Prämie begrenzt ist. Der Markt preist zwar erhöhte Volatilität ein, doch das technische Muster ist robust.

Interventionsrisiko und Absicherungsansätze

Allerdings müssen wir angesichts des Interventionsrisikos durch die japanischen Behörden wachsam bleiben. Finanzminister Shunichi Suzuki erklärte vergangene Woche, er beobachte die Währungsbewegungen mit einem „hohen Maß an Dringlichkeit“ – eine Wortwahl, die an die Formulierungen vor den Interventionen in Höhe von mehreren Billionen Yen im Jahr 2022 erinnert. Eine abrupte Maßnahme der Bank of Japan könnte einen kräftigen Rücksetzer auslösen, ähnlich dem Einbruch von 4% an einem einzigen Tag im Oktober 2022.

Angesichts der gegenläufigen Kräfte aus bullischer Technik und Interventionsrisiko ist ein Long Strangle für die kommenden Wochen eine attraktive Strategie. Durch den Kauf sowohl einer aus dem Geld liegenden Call-Option als auch einer aus dem Geld liegenden Put-Option kann man von einer deutlichen Kursbewegung in beide Richtungen profitieren. Damit positionieren wir uns für einen Ausbruch über 216,60 ebenso wie für eine scharfe Umkehr unter 213,00.

Für alle, die Long-Positionen absichern oder auf einen Rücksetzer setzen wollen, ist ein bärischer Put-Spread eine kosteneffiziente Alternative. Wir könnten einen Put mit Strike 214,00 kaufen und gleichzeitig einen Put mit Strike 212,50 verkaufen, um die Position zu finanzieren. Das definiert das Risiko und ermöglicht Gewinne, falls das Paar in Richtung des 100-Tage-Durchschnitts zurückfällt, der aktuell nahe 212,83 liegt.

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