Pfund Sterling hält sich nahe 1,3350, da schwache US-Arbeitsmarktdaten Zweifel an weiteren Fed-Zinserhöhungen nähren

by VT Markets
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Jul 4, 2026

Das Pfund Sterling zeigte sich am Freitag gegenüber dem US-Dollar stabil und hielt sich in der Nähe von 1,3350 bis 1,3370; zugleich blieb es auf Kurs, die Woche höher zu beenden. Das Währungspaar GBP/USD wurde als in einer Konsolidierung um 1,3350 beschrieben, während Abwärtsversuche in der Nähe von 1,3370 begrenzt waren – vor dem Hintergrund einer breit angelegten Dollar-Schwäche.

Die Marktpreise spiegelten wachsende Zweifel wider, dass die US-Notenbank Fed auf ihrer September-Sitzung die Zinsen anheben wird – eine Verschiebung, die mit einem schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) in Verbindung gebracht wird. Vor diesem Hintergrund war GBP/USD für Wochengewinne von über 1% positioniert, während eine andere Messgröße die Wochenbewegung mit 1,3% bezifferte – die stärkste Wochenperformance seit drei Monaten. Die US-Märkte sollten am Freitag wegen des Unabhängigkeitstags geschlossen bleiben.

US-Arbeitsmarktdaten und geldpolitische Divergenz

Angesichts der breiten Schwäche des US-Dollar betrachten wir den jüngsten Nonfarm-Payrolls-Bericht als ein Schlüsselereignis für die kommenden Wochen. Der gemeldete Zuwachs von lediglich 95.000 Stellen im Juni – deutlich unter dem Konsens von 180.000 – untergräbt die Argumente für eine Zinserhöhung im September durch die Federal Reserve erheblich. Das bestätigt einen Trend, den wir beobachtet haben, zumal zuletzt auch ein US-CPI-Bericht zeigte, dass sich die Inflation auf 2,8% abgeschwächt hat.

Damit entsteht eine klare geldpolitische Divergenz zugunsten des Pfunds, da die Bank of England weiterhin mit robustem Lohnwachstum im Vereinigten Königreich konfrontiert ist, zuletzt mit einer Jahresrate von 4,5% ausgewiesen. Wir gehen davon aus, dass dieser Unterschied in den Notenbank-Ausblicken der zentrale Treiber für den GBP/USD-Wechselkurs sein wird. Der Markt preist eine weitere Straffung durch die Fed zügig aus, während der Druck auf die BoE bestehen bleibt, einen restriktiven Kurs beizubehalten.

Handelsstrategie und Ausblick

Für Derivatehändler deutet dieser deutliche Anstieg der Unsicherheit über den künftigen Fed-Kurs darauf hin, dass die implizite Volatilität steigen dürfte. Wir sehen Wert in Strategien, die von stärkeren Kursschwankungen profitieren – etwa dem Kauf von GBP/USD-Call-Optionen, um sich mit begrenztem Risiko an der Oberseite zu positionieren. Historisch folgten auf Phasen, in denen die künftigen Schritte der Fed derart unklar wurden, häufig deutliche Markt-Korrekturen oder Rallyes nach unerwarteten Datenveröffentlichungen.

Entsprechend passen wir unsere Positionierung an und bevorzugen weitere Pfund-Stärke gegenüber dem Dollar. Über Futures-Kontrakte würden wir auf einen nachhaltigen Ausbruch über die Marke von 1,3400 als Bestätigung der nächsten Aufwärtsbewegung achten. Händler sollten flexibel bleiben, da die Marktliquidität unmittelbar nach dem Feiertag am 4. Juli zunächst dünn sein dürfte.

Der Fokus richtet sich nun auf die nächste Runde der US-Inflationsdaten, um diese Abkühlung zu bestätigen. Ein niedriger als erwarteter CPI-Wert würde die Marktsicht voraussichtlich untermauern, dass der Straffungszyklus der Fed beendet ist. Bis dahin erwarten wir, dass der Dollar unter Druck bleibt.

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