NZD/USD erholte sich am Freitag wieder über 0,5700, doch die technische Tendenz blieb bearish. Das Paar legte um mehr als 0,22% zu, nachdem es ein Intraday-Tief bei 0,5689 markiert hatte, und wurde zuletzt bei 0,5709 gehandelt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) zieht zwar an, bleibt aber unter 50 – ein Hinweis auf nachlassenden Abwärtsdruck ohne Trendwechsel. Zinswahrscheinlichkeiten wurden dahingehend interpretiert, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Zinsen mindestens zweimal anheben könnte; kurzfristig richtet sich der Blick jedoch auf eine ehemalige Unterstützungslinie, die nun als Widerstand um 0,5750 wirkt.
Ein Ausbruch über 0,5750 würde 0,5800 in den Fokus rücken, mit weiterem Widerstand am 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5821, danach am 50-Tage-SMA bei 0,5831 sowie am 100-Tage-SMA bei 0,5851. Sollten auch diese Marken fallen, rückt 0,5900 in den Blick. Auf der Unterseite würde ein Rückgang unter das Tagestief bei 0,5689 den Weg in Richtung 0,5650 öffnen, gefolgt von 0,5600. Separat wurde das Inflationsziel der RBNZ als 1% bis 3% über den mittleren Zeitraum beschrieben, mit einem Mittelpunkt nahe 2%.
US-Dollar-Stärke dominiert den NZD/USD-Ausblick
Wir sehen, wie der Kiwi-Dollar einen kleinen Erholungsversuch über die Marke von 0,5700 startet, doch der übergeordnete Trend bleibt klar bearish. Der starke US-Arbeitsmarktbericht, der kurz vor dem Feiertag veröffentlicht wurde und zeigte, dass die US-Wirtschaft im Juni 2026 265.000 Stellen geschaffen hat, stützt weiterhin den Greenback. Diese fundamentale Stärke der USA dürfte im kurzfristigen Horizont größere NZD/USD-Rallys begrenzen.
Das Niveau bei 0,5750 ist der entscheidende Widerstand, von dem wir erwarten, dass er in den kommenden Tagen standhält. Wir werten die aktuelle Erholung als Verkaufsgelegenheit, da der Relative-Stärke-Index (RSI) unter der 50er-Mittellinie bleibt und damit anhaltende Schwäche signalisiert. Derivatehändler könnten den Kauf von Put-Optionen mit Ausübungspreisen unter 0,5700 in Erwägung ziehen, um auf eine Rückkehr in Richtung der jüngsten Tiefs zu setzen.
Inländische und globale Gegenwinde begrenzen die Kiwi-Erholung
Im Inland fiel die Inflationsrate in Neuseeland für Q2 2026 mit 3,1% zwar leicht höher aus, doch das reichte nicht aus, um die Dynamik des US-Dollars zu überdecken. Der Markt hat den falkenhaften Kurs der Reserve Bank of New Zealand bereits weitgehend eingepreist, mit zwei weiteren Zinsschritten bis zum Jahresende. Dieser lokale Faktor stützt die Währung, ist jedoch nicht stark genug, um eine Trendwende zu tragen.
Auch von außen nimmt der Druck auf den Kiwi zu. Die jüngsten Caixin-Daten zum chinesischen Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe – China ist Neuseelands wichtigster Handelspartner – fielen auf 49,7 und signalisieren damit eine Kontraktion sowie nachlassende Exportnachfrage. Verschärft wurde dies durch die jüngste Global-Dairy-Trade-Auktion, bei der die Preise um 2,1% nachgaben – der dritte Rückgang in Folge.
Sollte das Paar unter das jüngste Tief bei 0,5689 fallen, sehen wir einen klaren Pfad für einen Test der Unterstützung bei 0,5650. Angesichts der Kombination aus starkem US-Dollar und schwacher externer Nachfrage erscheint ein Test der Marke von 0,5600 in den kommenden Wochen zunehmend wahrscheinlich. Wir positionieren uns für diesen anhaltenden Abwärtstrend.
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