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Kazimir warnt vor Sorgen über Energiepreise, während der Euro nachgibt; EZB wird bei der nächsten Sitzung Optionen abwägen

by VT Markets
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Sep 14, 2026

EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir, der zugleich die slowakische Notenbank NBS führt, sagte, er sei zunehmend besorgt über die Preise für Gas und Strom. Die EZB werde bei ihrer nächsten Entscheidung alle Optionen prüfen und bei Bedarf handeln. Der Euro reagierte zunächst nicht auf die Kommentare und lag mehr als 0,5% im Minus bei rund 1,1535 gegenüber dem US-Dollar.

Die in Frankfurt ansässige EZB legt die Zinsen fest und steuert die Geldpolitik für die Eurozone mit dem vorrangigen Ziel der Preisstabilität; angestrebt wird eine Inflationsrate von rund 2%. Der EZB-Rat tagt achtmal pro Jahr; Entscheidungen werden von den Chefs der nationalen Zentralbanken der Eurozone sowie sechs ständigen Mitgliedern getroffen, darunter Präsidentin Christine Lagarde. Unter extremen Bedingungen kann die EZB Quantitative Easing einsetzen und mit neu geschaffenen Euro Vermögenswerte wie Staats- und Unternehmensanleihen kaufen – ein Instrument, das während der globalen Finanzkrise 2009–11, erneut 2015 und während der Covid-Pandemie genutzt wurde. Quantitative Tightening ist das Gegenstück: Nettoankäufe und Reinvestitionen werden beendet, wenn die Erholung an Fahrt gewinnt und die Inflation steigt; dies gilt in der Regel als unterstützend für den Euro.

Strategien am Derivatemarkt in einem Umfeld steigender Volatilität

Da der Euro um mehr als 0,5% auf rund 1,1535 gegenüber dem US-Dollar nachgibt, sollten sich Derivatehändler aus unserer Sicht auf eine erhöhte Volatilität bei Euro-zentrierten Währungspaaren einstellen. Wir empfehlen kurzfristige Optionsstrategien wie Straddles, um von starken Kursschwankungen zu profitieren, während der Markt diese energiegetriebenen Inflationssorgen verarbeitet. Historisch steigt die implizite Euro-Volatilität in den Wochen nach öffentlichen Warnungen von EZB-Vertretern zu Versorgerkosten häufig um 10% bis 15%.

Energiepreise, EZB-Politik und technische Marken

Europäische Erdgas-Futures haben zuletzt in der Nähe von 38 Euro je Megawattstunde notiert und liegen damit weiterhin deutlich über dem historischen Durchschnitt von 15 bis 20 Euro. Sollten diese Energiekosten weiter steigen, könnte dies die EZB dazu zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten, um ein erneutes Anziehen der Inflation zu verhindern. Wir empfehlen, Euribor-Futures im Blick zu behalten, da der Markt die Wahrscheinlichkeit anhaltend hoher Zinsen derzeit möglicherweise unterschätzt.

Aus technischer Sicht testet der Euro eine wichtige Unterstützung in der Nähe von 1,1500 – eine zentrale Zone für Derivatestrategien. Sollte die EZB signalisieren, dass sie zur Stabilisierung des Euro und zur Inflationsbekämpfung aktiv wird, könnte es zu einer raschen Erholung in Richtung 1,1700 kommen; das macht günstige Call-Optionen attraktiv. Bricht die Gemeinschaftswährung jedoch unter 1,1500, sollten Händler schützende Put-Optionen kaufen, um sich gegen einen tieferen Rückgang in Richtung der Region um 1,1350 abzusichern.

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