Japans Wohnungsbaubeginne stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 33,9% und übertrafen damit den Marktkonsens von 31,8%. Das Ergebnis deutet auf eine schnellere Aktivität im Wohnungsbau hin, als Analysten für den Monat veranschlagt hatten.
Die Abweichung zwischen tatsächlichem Wachstum und Erwartungen betrug 2,1 Prozentpunkte. Die Veröffentlichung bezieht sich auf die Jahresvergleichsrate der Wohnungsbaubeginne in Japan für Mai.
Implikationen für Geldpolitik und Devisenmärkte
Die überraschend starken Daten zu den Wohnungsbaubeginnen im Mai sprechen für eine robuste Binnenkonjunktur. Wir sehen darin einen Faktor, der den Druck auf die Bank of Japan erhöht, ihre ultra-lockere Geldpolitik früher als bislang erwartet zu überdenken. Diese Entwicklung deutet auf eine mögliche Verschiebung des geldpolitischen Kurses der Notenbank in den kommenden Wochen hin.
Entsprechend positionieren wir uns für einen stärkeren Yen und erwarten tendenziell fallende Notierungen bei USD/JPY. Da Japans Kerninflation (Core CPI) für Mai zuletzt mit 2,8% gemeldet wurde und damit hartnäckig über dem 2%-Ziel liegt, gewinnt das Argument für eine Zinserhöhung an Gewicht. Wir erwägen den Kauf von JPY-Calls beziehungsweise Put-Optionen auf USD/JPY mit Laufzeiten über die BoJ-Sitzung Ende Juli hinaus.
Strategien für Aktien- und Anleihemärkte
Für japanische Aktien wie den Nikkei 225 ist der weitere Pfad weniger eindeutig, was Chancen über Volatilität eröffnet. Zwar stützt eine starke Wirtschaft die Unternehmensgewinne, doch die Aussicht auf höhere Zinsen könnte Kursgewinne begrenzen. Wir halten Optionsstrategien wie Straddles auf Nikkei-Futures für geeignet, um auf die erwartete Zunahme der Kursschwankungen zu setzen.
Zudem blicken wir auf japanische Staatsanleihen (JGBs), wo wir mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends bei den Renditen rechnen. Historisch haben Phasen starker Konjunkturdaten die Politik der Renditekurvensteuerung (Yield Curve Control) der Bank of Japan immer wieder auf die Probe gestellt – und wir erwarten, dass es dieses Mal nicht anders sein wird. Eine Short-Position in JGB-Futures ist ein direkter Weg, um darauf zu setzen, da der Markt eine geldpolitische Wende voraussichtlich einpreisen wird.
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