Gold hält sich über 4.000 Dollar, da der schwächere Dollar nach stabilen PCE-Daten nachgibt und Wetten auf Fed-Zinserhöhungen dämpft

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Gold hielt sich am Freitag über 4.000 US-Dollar, nachdem der US-Dollar nach den jüngsten US-PCE-Inflationsdaten nachgab. Diese lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen und dämpften die Spekulationen auf eine kurzfristige Zinserhöhung durch die US-Notenbank. XAU/USD notierte um 4.065 US-Dollar, nachdem das Edelmetall zuvor in der Woche ein Siebenmonatstief bei 3.959 US-Dollar markiert hatte. Der PCE-Gesamtindex stieg im Mai um 0,4% gegenüber dem Vormonat, unverändert gegenüber April, aber unter der Prognose von 0,5%; der Kern-PCE verharrte bei 0,3% und entsprach damit den Erwartungen. Die Märkte reduzierten die Einpreisung einer Zinserhöhung im September; die implizite Wahrscheinlichkeit lag laut CME FedWatch Tool bei 61% nach 70% eine Woche zuvor.

Die jährliche Inflationsrate liegt weiterhin über dem 2%-Ziel der Fed, was für anhaltend hohe Finanzierungskosten spricht, auch wenn sinkende Ölpreise den Preisdruck voraussichtlich mindern. Der Dollar steuerte auf den zweiten Monatsgewinn in Folge zu; der DXY lag bei rund 101,12 nach einem mehr als einjährigen Hoch um 101,80. Die geopolitische Unsicherheit blieb hoch: Iran bekräftigte, dass die Passage durch die Straße von Hormus mit iranischen Behörden koordiniert werden müsse, und kritisierte die US-Militärpräsenz am Golf. Aus technischer Sicht blieb XAU/USD unter dem 20-Perioden-Bollinger-SMA bei 4.248 US-Dollar; der RSI lag bei 35 und der ADX bei 41. Widerstände wurden bei 4.248 und 4.543 US-Dollar gesehen, Unterstützungen bei 4.000 und anschließend 3.953 US-Dollar.

Ausblick für Gold im Umfeld von Inflation und Fed-Politik

Wir werten die aktuelle Stabilisierung von Gold oberhalb von 4.000 US-Dollar als eine temporäre Verschnaufpause innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends. Zwar brachte der monatliche PCE-Inflationsbericht etwas Entlastung, doch der jährliche Kern-PCE bleibt mit 4,1% hartnäckig hoch und damit deutlich über dem Ziel der Fed. Das stützt unsere Einschätzung, dass Erholungen voraussichtlich nur kurzfristig ausfallen und eher Verkaufsgelegenheiten darstellen.

Angesichts des ausgeprägten Abwärtstrends, der durch die technischen Indikatoren signalisiert wird, wollen wir in den kommenden Wochen Stärke eher verkaufen. Wir ziehen in Betracht, Call-Optionen zu verkaufen oder Bear-Call-Spreads mit Basispreisen um das Widerstandsniveau von 4.250 US-Dollar aufzusetzen. Historisch sind Gold-Rallys in Fed-Straffungszyklen wie 2022 wiederholt gescheitert, solange es keinen klaren geldpolitischen Kurswechsel gibt — den wir derzeit noch nicht erkennen.

Schlüsselmarken, ETF-Flüsse und Dollarstärke

Wir beobachten die Marke von 4.000 US-Dollar als kritischen Auslöser für weiteres Abwärtspotenzial. Ein eindeutiger Bruch unter diese Unterstützung würde uns dazu veranlassen, Put-Optionen zu kaufen, mit Zielrichtung der jüngsten Tiefs um 3.950 US-Dollar. Das negative Sentiment wird durch aktuelle Daten untermauert: Goldgedeckte ETFs verzeichneten allein in diesem Monat Nettoabflüsse von über 5 Mrd. US-Dollar, was auf anhaltenden institutionellen Verkaufsdruck hindeutet.

Der starke US-Dollar, wobei der DXY-Index klar über 101,00 verharrt, bleibt ein wesentlicher Gegenwind für Gold. Die relative Stärke der US-Wirtschaft, belegt durch den jüngsten Beschäftigungsaufbau von 250.000 Stellen im letzten Nonfarm-Payrolls-Bericht, zieht weiterhin Kapital an und stützt den Greenback. Der anhaltende US-Iran-Konflikt verstärkt zudem sicherheitsgetriebene Dollarzuflüsse und schwächt damit Golds klassische Rolle als sicherer Hafen.

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