Gold fällt unter 4.000 US-Dollar: Falkenhafte Fed und starke US-Daten belasten das Edelmetall

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Die Goldpreise gaben nach und fielen kurzzeitig erstmals seit Anfang November wieder unter 4.000 US-Dollar je Feinunze, bevor sie sich erholten. Auslöser sind robuste US-Konjunkturdaten und eine falkenhafte Rhetorik der US-Notenbank, die die Erwartung einer strafferen Geldpolitik aufrechterhalten und damit den Druck auf das Edelmetall hoch halten.

Der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator auf Basis der privaten Konsumausgaben stieg im Mai wie erwartet auf knapp über 4% und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Da das Wachstum weiterhin als robust gilt, bleiben Zinserhöhungserwartungen bestehen. Der Fokus richtet sich nun jedoch auf den US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag: Ein lediglich solides Ergebnis und ein langsameres Beschäftigungswachstum könnten die Zinsängste dämpfen und helfen, den jüngsten Abwärtstrend bei Gold zu stabilisieren.

Schwäche des Goldpreises und Marktpositionierung

Wir sehen ein schwieriges Umfeld für Gold: Die Notierungen haben jüngst die wichtige Unterstützungsmarke von 4.000 US-Dollar unterschritten, bevor es zu einer kleinen Gegenbewegung kam. Getrieben wird diese Schwäche von Spekulationen über weitere Zinsschritte der Fed, untermauert durch den PCE-Inflationswert für Mai von 4,1%. Daten der CME Group zeigen zudem einen deutlichen Anstieg der Short-Positionen in Gold-Futures, was die negative Stimmung im Markt widerspiegelt.

Einfluss des Arbeitsmarkts und Handelsstrategien

Im Mittelpunkt steht nun der US-Arbeitsmarktbericht, der am kommenden Freitag, dem 3. Juli 2026, veröffentlicht wird. Wir gehen davon aus, dass eine Abschwächung bei der Stellenzunahme die Sorgen des Marktes vor weiteren Zinserhöhungen lindern könnte. Ein Non-Farm-Payrolls-(NFP)-Wert unter der Konsensschätzung von 190.000 würde auf eine abkühlende Konjunktur hindeuten und könnte die falkenhafte Haltung der Fed potenziell bremsen.

Angesichts der Chance auf Stabilisierung statt einer kräftigen Erholung ziehen wir in Betracht, aus dem Geld liegende Put-Optionen auf Gold-Futures mit Laufzeit Juli oder August zu verkaufen. Die erhöhte implizite Volatilität vor dem Arbeitsmarktbericht macht diese Strategie attraktiv, um Prämien vereinnahmen zu können. Ziel ist es, zu profitieren, wenn Gold den Rückgang lediglich stoppt und seitwärts oder moderat höher handelt.

Historisch hat Gold nach schwächer als erwarteten NFP-Daten eine ausgeprägte inverse Korrelation zum US-Dollar gezeigt. So gingen während der Konjunkturabschwächungsängste Ende 2023 weichere Arbeitsmarktdaten wiederholt deutlichen Gold-Rallys voraus, da die Zinserwartungen zurückgenommen wurden. Wir erwarten eine ähnliche, wenn auch möglicherweise gedämpftere Reaktion, falls die Stellenzuwächse in der kommenden Woche enttäuschen.

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