GBP/JPY drehte am Donnerstag nach unten und gab um 0,39% nach, nachdem es nicht gelang, sich über 209,00 zu halten, während sich die Risikostimmung im Vorfeld einer möglichen Zinserhöhung der Bank of Japan am Freitag verbesserte. Der Cross notierte zuletzt bei 208,32, nachdem zuvor 209,19 erreicht worden war. Die Kursentwicklung passt zu einer „Evening-Star“-Formation, während der Relative-Stärke-Index (RSI) bärisch bleibt und sich überverkauften Niveaus nähert – ein Hinweis auf zunehmenden Verkaufsdruck.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am Swing-Tief vom 8. September bei 207,10; ein Bruch würde die Abfolge niedrigerer Hochs und niedrigerer Tiefs untermauern. Damit wäre der Weg frei zum Tief vom 16. Dezember 2025 bei 206,73, gefolgt von 205,00 als psychologisch wichtiger Marke. Überwindet das Paar hingegen das Hoch vom 16. September bei 209,47, gerät 210,00 in den Fokus; bei weiterer Stärke könnte das Swing-Hoch vom 4. September bei 211,82 (knapp unter 212,00) angesteuert werden.
Bärische Handelsstrategien und technisches Set-up
Da GBP/JPY im Vorfeld der unmittelbar bevorstehenden Zinsentscheidung der Bank of Japan Schwierigkeiten hat, sich oberhalb der Marke von 209,00 zu behaupten, empfehlen wir Derivatehändlern, sich auf Short-Positionierungen vorzubereiten. Das Auftreten eines bärischen Evening-Star-Candlestick-Musters deutet darauf hin, dass Verkäufer die Kontrolle gewinnen, wodurch ein Test der jüngsten Jahrestiefs sehr wahrscheinlich wird. Wir raten, die Schlüsselunterstützung bei 207,10 eng zu beobachten, da ein Bruch darunter die Tür für rasch zunehmende Abwärtsdynamik öffnen dürfte.
Politische Divergenz und taktische Trades
Dieser bärische Ausblick wird durch einen schrumpfenden Renditeabstand gestützt: Die Renditen zehnjähriger japanischer Staatsanleihen sind zuletzt leicht gestiegen, während britische Gilt-Renditen unter Abwärtsdruck stehen. Historisch kam es bei einer Annäherung der Bank of Japan an eine Normalisierung der Geldpolitik, während die Bank of England eine vorsichtigere Haltung einnahm, im GBP/JPY häufig zu kräftigen, mehrere Wochen anhaltenden Abverkäufen von durchschnittlich 3% bis 5%. Wir halten es für die strategisch sinnvollste Vorgehensweise für die kommenden Wochen, diese Verschiebung der geldpolitischen Divergenz über Put-Optionen oder Short-Futures zu spielen.
Sollte die unmittelbare Unterstützung bei 207,10 fallen, erwarten wir einen schnellen Rückgang in Richtung 206,73, wobei das übergeordnete Ziel bei 205,00 bleibt. Gleichwohl ist Vorsicht vor einer abrupten Gegenbewegung geboten; Trader sollten enge Buy-Stop-Orders knapp oberhalb des jüngsten Hochs bei 209,47 platzieren. Ein nachhaltiger Ausbruch über 209,47 würde dieses bärische Szenario entkräften und den Fokus auf die Widerstände bei 210,00 und 211,82 verlagern.
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