Der FTSE verfolgt seit den jüngsten Hochs einen intraday verlaufenden dreiwelligen Rücksetzer, beschrieben als Elliott-Wave-Zigzag, der vom Hoch aus einen klaren dreiwelligen Abverkauf geliefert hat. Der Unterstützungsbereich wurde über die „Equal Legs“-Messung mithilfe eines Fibonacci-Extension-Tools eingegrenzt, wobei das Projektionsniveau relativ zu Welle b gesetzt wurde; die ideale Kaufzone lag bei 10370,44–10275,23. Zum Zeitpunkt der früheren Analyse im Ein-Stunden-Chart vom 22. Juni 2026 galt die Korrektur noch als unvollständig, mit Spielraum für weitere Abgaben bis in diese markierte Zone.
Bis zum 3. Juli 2026 fand der Index im „Equal Legs“-Bereich Nachfrage, nachdem der Kurs ein Tief bei 10333,17 markiert hatte und anschließend nach oben drehte. Von diesem Punkt an startete der FTSE nach dem Ende des korrektiven Schenkels in eine Rallyphase; der Fokus richtet sich wieder auf die Chance einer Fortsetzung in Richtung neuer Hochs, sofern der Kurs die Unterstützungsregion weiter verteidigt.
Technische Bestätigung und fundamentale Treiber
Nachdem der FTSE-Index bei 10333 einen stabilen Boden ausgebildet hat, werten wir den jüngsten Rücksetzer als abgeschlossene Korrekturphase. Der unmittelbare Rebound von diesem Niveau bestätigt, dass Käufer eingestiegen sind, und stützt die Einschätzung, dass der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird. Damit ergibt sich eine klare Chance für bullische Positionierungen in den kommenden Wochen.
Dieses technische Signal wird durch sich verbessernde Fundamentaldaten untermauert. Die jüngsten Daten des Office for National Statistics bestätigten, dass die britische Inflation im vergangenen Monat das 2%-Ziel der Bank of England erreicht hat, wodurch der Druck für weitere Zinserhöhungen nachlässt. Zudem zeigten die jüngsten BIP-Zahlen ein solides Wachstum der Wirtschaft um 0,7% im zweiten Quartal, was ein stabiles Umfeld für Unternehmensgewinne schafft.
Bullische Strategien für die FTSE-Rally
Für Anleger, die von der erwarteten Aufwärtsbewegung profitieren wollen, halten wir den Kauf von Call-Optionen mit Laufzeiten im August und September 2026 für eine sinnvolle Strategie. Der Fokus auf Basispreise leicht oberhalb des aktuellen Marktniveaus bietet einen gehebelten Zugang zur erwarteten Rally. Wir sehen zudem, dass die implizite Volatilität nach dem Rebound nachlässt, wodurch Optionsprämien jetzt attraktiver sind als noch in der vergangenen Woche.
Alternativ setzen wir auch auf den Verkauf von aus dem Geld liegenden Put-Credit-Spreads. Wird der Short-Strike des Spreads unterhalb des jüngsten Tiefs bei 10333 platziert, können Trader eine Prämie vereinnahmen und gleichzeitig ihr Risiko klar begrenzen. Diese Strategie profitiert, wenn der FTSE weiter steigt, seitwärts läuft oder sogar leicht fällt – solange er über der zentralen Unterstützung bleibt.
Für Trader, die nahe dem Tief Long-Futures-Positionen aufgebaut haben, werten wir diese Trades nun als praktisch risikofrei. Es ist ratsam, Stop-Loss-Orders auf den Einstiegskurs nachzuziehen, um das Kapital zu schützen. Diese Disziplin ermöglicht es, die Position mit Vertrauen zu halten, während wir einen Anlauf in Richtung neuer Hochs ins Auge fassen.
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