Verluste bei Gold und Silber belasteten den FTSE 100, da Minenwerte hinterherhinkten. Der schwächere Ton bei Edelmetallen setzte Endeavour Mining und Fresnillo unter Druck, wodurch dem Index der Schwung fehlte und er sich schwertat, den Weg Richtung 11.000 fortzusetzen. Auch europäische Aktien kamen nur begrenzt voran: Die frühe Rallye verlor an Energie, selbst als die USA und Iran sich darauf vorbereiteten, die Gespräche wieder aufzunehmen.
In den USA startete eine verkürzte Handelswoche mit anhaltender Fragilität bei Technologiewerten. Amazon legte um 5% zu, doch breitere Sektorgewinne bröckelten, während der Dow in den ersten Handelsstunden wieder über 52.000 stieg. Zudem richteten sich die Blicke der Märkte auf die Geopolitik, insbesondere auf Bemühungen, die Spannungen zwischen Washington und Teheran vor dem Feiertag am 4. Juli zu entschärfen.
Schwäche bei Edelmetallen und Dynamik am UK-Markt
Wir sehen weitere Verluste bei Gold und Silber, was den FTSE 100 unter Druck setzt. Nachdem Gold zuletzt unter 2.850 US-Dollar je Unze gefallen ist, erwarten wir, dass Minenwerte wie Fresnillo und Endeavour Mining kurzfristig weiter unterdurchschnittlich abschneiden. Das spricht dafür, aus dem Geld liegende Call-Optionen auf diese Minenwerte zu verkaufen, um Einnahmen zu erzielen, da wir keinen Auslöser für eine deutliche Erholung sehen.
Der breitere britische Index wirkt zudem müde, da er sich schwer tut, das Niveau um 8.450 zu behaupten. Die jüngste Entscheidung der Bank of England, die Zinsen unverändert zu lassen, und der Verweis auf eine weiterhin hohe Lohninflation von nun 4,2% haben die Stimmung für inländische Aktien gedämpft. Für Derivatehändler ist ein solcher Seitwärtsmarkt ideal für Strategien wie Iron Condors auf den FTSE-100-Index, die von niedriger Volatilität und fehlender klarer Richtung profitieren können.
Sektorrotation in den USA und Ausblick auf die Volatilität
In den USA beobachten wir eine klare Divergenz: Industriewerte zeigen Stärke, während Technologie schwächelt. Der Dow Jones Industrial Average hat in diesem Monat fast 2% zugelegt, während der technologie-lastige Nasdaq 100 unverändert bleibt – ein Hinweis auf eine Rotation weg von Wachstumssektoren. Dieses Umfeld könnte den Kauf von schützenden Put-Optionen auf einen Tech-ETF wie den QQQ begünstigen, um sich gegen weitere Abwärtsrisiken in diesem Sektor abzusichern.
Die Gesamtmarktvolatilität bleibt sehr niedrig: Der VIX notiert nahe 14, ein Niveau, das zuletzt Ende vergangenen Jahres erreicht wurde. Das deutet auf eine gewisse Selbstzufriedenheit der Investoren hin – auch begünstigt durch ein relativ ruhiges geopolitisches Umfeld nach dem letzten G7-Gipfel. Eine so niedrige Volatilität macht den Kauf langfristiger Schutzoptionen günstiger und bietet damit eine kosteneffiziente Möglichkeit, Portfolios über die Sommermonate gegen unerwartete Schocks abzusichern.
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