EUR/JPY bleibt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, symmetrisches Dreieck signalisiert bevorstehenden Ausbruch

by VT Markets
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Jun 26, 2026

EUR/JPY hat die frühen Verluste etwas reduziert, bleibt jedoch im Minus und notiert am Donnerstag in den asiatischen Handelsstunden um 183,80, nachdem das Paar innerhalb eines symmetrischen Dreiecks wieder nach oben abgeprallt ist. Das Währungspaar befindet sich weiter in einer Korrekturphase unter wichtigen kurzfristigen und mittelfristigen Trendfiltern; der 9-Tage-EMA bei 184,47 sowie der 50-Tage-EMA bei 184,95 fungieren dabei als nahegelegene Widerstände. Nach dem Scheitern, Gewinne in der Nähe jüngster Hochs zu halten, ist EUR/JPY wieder unter diese gleitenden Durchschnitte gefallen, während der 14-Tage-RSI bei 36,96 liegt und damit nahe an überverkauften Bedingungen.

Der Kurs liegt knapp über dem VWAP bei 183,69, zudem bleibt der Cross weiterhin innerhalb des symmetrischen Dreiecks – ein Hinweis auf anhaltende Konsolidierung vor einem möglichen Ausbruch. Erste Unterstützung befindet sich nahe der unteren Begrenzung des Dreiecks bei 183,40; ein tieferer Rutsch würde das Viermonatstief bei 181,87 vom 16. März ins Blickfeld rücken, gefolgt vom Sechsmonatstief bei 180,81. Auf der Oberseite würde ein Anstieg über 184,47 den unmittelbaren Druck etwas mindern, allerdings wäre ein Tagesschluss über 184,95 nötig, um einen Test des Widerstands in der Nähe des Allzeithochs bei 187,95 zu eröffnen.

Dreiecks-Konsolidierung und Trading-Strategie

Da EUR/JPY innerhalb eines symmetrischen Dreiecks „zusammenzieht“, werten wir dies als Phase des Energieaufbaus vor einer stärkeren Kursbewegung. Die Unentschlossenheit des Marktes spricht dafür, sich auf einen Ausbruch vorzubereiten, statt auf die aktuelle enge Handelsspanne zu setzen. Wichtige Marken sind die untere Dreiecksbegrenzung um 183,40 sowie der Widerstand nahe dem 50-Tage-EMA bei 184,95.

Für die kommenden Wochen halten wir den Ansatz „Volatilität kaufen“ für sinnvoll, da die Ausbruchsrichtung unklar ist. Dies lässt sich über Optionsstrategien wie einen Long-Straddle oder Long-Strangle umsetzen, die von einer größeren Bewegung in beide Richtungen profitieren können. So lässt sich der Ausbruch handeln, ohne zwingend richtig prognostizieren zu müssen, ob er nach oben oder nach unten erfolgt.

Makrotreiber, Risikodefinition und Volatilitätsausblick

Fundamental ist diese Seitwärtsphase nachvollziehbar, da wir widersprüchliche Signale der Zentralbanken beobachten. Die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone lagen mit 2,3% leicht über den Erwartungen und erhöhen die Unsicherheit über den nächsten Schritt der Europäischen Zentralbank. Diese Unentschlossenheit der EZB hält den Euro in einer Spanne gefangen.

Gleichzeitig zeigte die jüngste Tankan-Umfrage der Bank of Japan eine leichte Verbesserung der Unternehmensstimmung, während die Notenbanker öffentlich weiterhin an einer vorsichtigen Geldpolitik festhalten. Damit bleibt auch die Richtung des Yen unklar und trägt zur „Aufwicklung“ der Kursbewegung bei. Der Zinsdifferenzial-Faktor, der ein zentraler Treiber war, ist derzeit stabil, könnte sich jedoch bei neuen Hinweisen rasch verschieben.

Für Trader mit einer klaren Richtungserwartung würden wir Optionen zur Risikobegrenzung einsetzen. Eine bärische Sicht ließe sich über den Kauf von Put-Optionen mit einem Strike unterhalb der Unterstützung bei 183,40 ausdrücken. Ein bullischer Ausbruch könnte hingegen über Call-Optionen mit einem Strike oberhalb der psychologischen Marke von 185,00 gespielt werden.

Historisch haben wir gesehen, dass sich ähnliche Konsolidierungen dynamisch auflösen; ein Muster Ende 2024 führte in weniger als zwei Wochen zu einer Bewegung von 500 Pips. Die implizite Einmonatsvolatilität für EUR/JPY liegt aktuell bei moderaten 9,5%, was darauf hindeutet, dass Optionen noch keine massive Bewegung einpreisen – und damit ein Zeitfenster eröffnen. Wir halten es für ratsam, Positionen aufzubauen, bevor die Volatilität mit dem letztlichen Ausbruch anzieht.

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