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Dollar verharrt nahe Mai-Tiefs, da Aktienrückkäufe die Renditen belasten – vor PCE-Daten und Jackson Hole

by VT Markets
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Aug 22, 2026

Der US-Dollar-Index (DXY) beendete die Woche nahe 98,80, nachdem er zwischenzeitlich in die Zone um 98,50 gefallen war, und notiert damit in der Nähe des tiefsten Standes seit Mai. Belastend wirkten Pläne des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe länger laufender Schuldtitel mindestens zu verdoppeln – das drückte die Renditen, obwohl die vorläufigen PMI-Umfragen auf eine Beschleunigung der Aktivität hindeuteten. Risikoanlagen hielten sich robust: Gold stieg auf ein Dreimonatshoch über 4.600 US-Dollar, AUD/USD kletterte auf ein Mehrmonatshoch nahe 0,7170, und WTI schloss im oberen 80-Dollar-Bereich nahe einem Vierwochenhoch, gestützt durch Spannungen im Nahen Osten. Der US-Terminplan ist in der kommenden Woche bis Mittwoch dünn, dann steht der PCE-Preisindex für Juli an; am Freitag folgen die erste Jackson-Hole-Grundsatzrede von Fed-Chef Kevin Warsh sowie die vorläufige jährliche Benchmark-Revision der Nonfarm Payrolls durch das BLS im Rahmen eines Symposiums unter dem Motto „Financial Innovation: Implications for Payments and Policy“.

Am Devisenmarkt schloss EUR/USD um 1,1680, nachdem ein weiterer Anlauf unterhalb von 1,1700 scheiterte. Impulse aus der Eurozone kommen vorrangig am Dienstag mit dem Ifo-Geschäftsklima aus Deutschland und dem finalen BIP für Q2, am Donnerstag mit den EZB-Sitzungsprotokollen sowie am Freitag mit der vorläufigen August-HVPI-Inflation (Flash) und Aussagen von Cipollone und Schnabel. GBP/USD beendete die Woche in der Mitte der 1,3600er, während USD/JPY knapp über 159,00 hielt vor den Tokioter Verbraucherpreisen am Freitag; Swaps signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von rund 80% für eine BoJ-Zinserhöhung am 18. September. In Australien stehen RBA-Protokolle am Montag, der monatliche CPI am Dienstag und die Investitionen (Capex) für Q2 am Mittwoch im Fokus; die Gesamtinflation dürfte von 3,8% auf etwa 3,2% nachgeben. Kanada veröffentlicht am Freitag das BIP.

Derivate-Handelsstrategien und Marktausblick

Wir raten Derivatehändlern, sich auf scharfe Bewegungen einzustellen, da der US-Dollar-Index (DXY) bei 98,80 in der Nähe seines tiefsten Niveaus seit Mai verharrt. Die jüngste Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe länger laufender Anleihen zu verdoppeln, hat die Renditen spürbar nach unten gedrückt und damit den Effekt der robusten US-Konjunktur weitgehend neutralisiert. Für eine Positionierung auf weitere Schwäche empfehlen wir den Kauf kurzfristiger Put-Optionen auf den Dollar gegen die wichtigsten Währungen.

Da Gold auf einem beispiellosen Hoch über 4.600 US-Dollar handelt, ist das Safe-Haven-Momentum angesichts der weiter schwelenden Spannungen im Nahen Osten außergewöhnlich stark. Historisch haben ähnliche Kombinationen aus fallenden Realrenditen und geopolitischem Risiko Edelmetalle in ausgedehnte Rallys getragen – ähnlich wie bei den markanten Rohstoffanstiegen des vergangenen Jahrzehnts. Wir empfehlen den Einsatz von Long-Call-Optionen auf Gold, um weiteres Aufwärtspotenzial im Vorfeld der Schlüsseltermine der kommenden Woche zu nutzen.

Der PCE-Inflationsindex für Juli am Mittwoch und das Jackson-Hole-Debüt von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag sind der Härtetest für Dollar-Trader. Dovishe Signale von Warsh, kombiniert mit einer Abwärtsrevision der US-Beschäftigungsdaten, könnten einen kräftigen Ausverkauf beim Greenback auslösen. Wir bevorzugen den Kauf von Straddles auf EUR/USD und GBP/USD, um von einem wahrscheinlichen Volatilitätsausbruch zu profitieren.

Chancen in G10-FX, Rohstoffen und Energiemärkten

Zudem sehen wir eine attraktive Gelegenheit in USD/JPY nahe 159,00, da der japanische Swap-Markt derzeit eine Zinserhöhung am 18. September mit etwa 80% Wahrscheinlichkeit einpreist. Fällt der Tokioter CPI am Freitag heiß aus, dürfte dies das Währungspaar in Richtung seines 200-Tage-Durchschnitts drücken. Händler können sich darauf durch den Kauf aus dem Geld liegender USD/JPY-Put-Optionen positionieren, um von einer potenziell hawkischen Überraschung der Bank of Japan zu profitieren.

Schließlich raten wir beim australischen Dollar nahe 0,7170 vor den Inflationsdaten am Dienstag zur Vorsicht, da ein Rückgang von 3,8% auf 3,2% erwartet wird. Ein schwächerer Wert dürfte die jüngste Aussie-Rally bremsen, wodurch kurzlaufende AUD/USD-Put-Optionen eine sinnvolle Absicherung darstellen. Für die Energiemärkte bevorzugen wir Bull-Call-Spreads auf WTI, um die anhaltende Konfrontation mit dem Iran zu spielen, während die Preise im oberen 80-Dollar-Bereich stabil bleiben.

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