Der US-Dollar gewann wieder an Boden, nachdem sich die breiteren Märkte nach dem Abverkauf der vorherigen Sitzung stabilisierten. Aktien legten leicht zu, doch die Überzeugung blieb im Vorfeld der US-CPI-Veröffentlichung begrenzt. Metalle gaben unter dem Druck des festeren Greenback nach, während EURUSD, GBPUSD und AUDUSD schwach blieben. Auch Krypto tendierte leichter, da das Risikosentiment vorsichtig blieb, und Öl setzte seine Korrektur fort.
Im G10-Universum gaben JPY-Kreuze nach einer bärischen Woche weiter nach, wenngleich sich eine moderate Erholung abzeichnete. Der CPI dürfte die kurzfristige Volatilität bestimmen: Ein weicherer Wert könnte den Dollar belasten und Aktien, Metalle sowie andere risikosensitive Währungen stützen, während ein festerer Wert die „higher-for-longer“-Erwartungen für US-Zinsen untermauern und den USD stützen würde. Die Positionierung blieb defensiv, während die Märkte auf die Daten warteten; die Kursreaktion in Aktien und Metallen dürfte nach der gestrigen Bewegung den Ton angeben.
Derivate-Strategien für erhöhte Volatilität
Wir empfehlen Derivatehändlern, sich in den kommenden Wochen auf erhöhte Volatilität einzustellen, da der heutige US-CPI-Wert den nächsten geldpolitischen Schritt der Federal Reserve maßgeblich beeinflussen dürfte. Historisch kann bereits eine Abweichung von 0,1 Prozentpunkten gegenüber der erwarteten Inflationsrate innerhalb weniger Stunden eine Bewegung von rund 1,5% im S&P 500 auslösen. Entsprechend empfehlen wir kurzfristige Straddles oder Strangles, um plötzliche Ausbrüche in beide Richtungen zu nutzen.
Da der US-Dollar-Index nahe dem Niveau von 101,50 erneut Stärke zeigt, raten wir Derivatehändlern, wichtige Währungspaare wie EURUSD und GBPUSD eng zu beobachten. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, können kurzlaufende USD-Call-Optionen helfen, von einer weiteren Zuspitzung zulasten risikosensitiver Währungen zu profitieren. Umgekehrt sollte ein weicherer Wert dazu veranlassen, eine schnelle USD-Umkehr über gehebelte Put-Optionen zu positionieren.
Rohstoffe, Aktien und Krypto: Ansätze für das Risikomanagement
Gold und Silber stehen unter Druck eines stärkeren Greenback, wobei Gold zentrale Unterstützungszonen um die Marke von 2.500 US-Dollar testet. Derivatehändler sollten erwägen, bei einem schwächer als erwarteten CPI Call-Optionen auf Metalle zu kaufen, da sinkende Renditen Gold historisch häufig in Richtung neuer Hochs treiben. Gleichzeitig ist Vorsicht geboten: Bei anhaltend hoher Inflation könnten die Zinsen länger hoch bleiben, weshalb bei Long-Futures-Positionen enge Stop-Loss-Marken zu nutzen sind.
An den Aktien- und Kryptomärkten bleibt die Risikobereitschaft nach dem jüngsten Ausverkauf sehr gedämpft. Wir halten es für sinnvoll, Aktienportfolios defensiv mit wöchentlichen Index-Puts abzusichern, um sich gegen eine tiefere Marktkorrektur zu schützen. Für Krypto-Trader können bärische Perpetual Swaps oder abgesicherte Call-Spreads helfen, das Exposure zu steuern, während Bitcoin weiterhin Schwierigkeiten hat, einen tragfähigen Boden auszubilden.
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