Der US-Dollar startete leicht fester in die Woche, während Aktien defensiv gehandelt wurden und US-Staatsanleihen zulegten. Die Märkte positionieren sich vorsichtig vor potenziellen Impulsgebern wie möglichen Sanktionen gegen Iran, der Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) sowie einer Rede von Fed-Chef Warsh in Jackson Hole – Faktoren, die den Greenback kurzfristig stützen könnten, da Positionierungen reduziert werden.
Trotz der Gegenbewegung bleibt der übergeordnete Trend negativ. Scotiabank verweist auf bärische technische Rahmenbedingungen: Momentum-Indikatoren deuten zwar darauf hin, dass der Abwärtsdruck nachlassen könnte, jedoch ohne Hinweise auf eine Trendwende. Vor diesem Hintergrund dürfte jede Erholung des US-Dollar-Index (DXY) gedeckelt bleiben; kurzfristige Zugewinne wären demnach wahrscheinlich auf den Bereich um 100 begrenzt.
Handelsimplikationen und Derivate-Strategie
Wir sehen, dass der US-Dollar-Index (DXY) eine vorsichtige Erholung versucht, raten Derivatehändlern jedoch, einer anhaltenden Rally sehr skeptisch gegenüberzustehen. Der Index bewegt sich derzeit knapp unter der kritischen Marke von 100 und liegt deutlich unter den vorherigen Mehrjahreshochs von über 106. Wir empfehlen den Einsatz kurzfristiger Call-Optionen, um kurze Aufwärtsbewegungen mitzunehmen, zugleich aber von einer harten Deckelung nahe der 100er-Marke auszugehen.
Der dicht gefüllte Kalender dieser Woche – einschließlich der anstehenden US-PCE-Inflationsdaten und der Jackson-Hole-Rede der Federal Reserve – dürfte für hohe Volatilität sorgen. Bei einer Kern-PCE-Inflation von rund 2,5% dürfte die Fed vorsichtig bleiben, was den Greenback vorübergehend stützen kann, während Händler ihre Positionierung anpassen. Derivatehändler sollten erwägen, Risk-Reversal-Strukturen aufzusetzen oder schützende USD-Puts zu kaufen, um sich gegen abrupte Abgaben nach der Rede abzusichern.
Safe-Haven-Ströme, Technik und Positionierung
Geopolitische Spannungen, insbesondere rund um Sanktionen gegen Iran, halten die Märkte defensiv und stützen den Dollar temporär als sicheren Hafen. CFTC-Positionsdaten zeigen jedoch, dass spekulative Netto-Short-Kontrakte auf den USD nahe Mehrjahreshochs liegen – die aktuelle Erholung wird damit überwiegend von Short-Eindeckungen getragen. Wir schlagen rangegebundene Strategien vor, etwa Iron Condors auf EUR/USD, um von der erwarteten Mühe des Dollars zu profitieren, sich klar über 100 zu etablieren.
Aus technischer Sicht signalisieren die gleitenden Durchschnitte des DXY weiterhin einen ausgeprägten Abwärtstrend. Historisch gilt: Verbleibt der Index über längere Zeit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, verlieren kurzfristige Erholungsrallys oft rasch an Kraft. Wir sind der Ansicht, dass Händler jede kurze Stärke in Richtung 100 nutzen sollten, um über Put-Optionen auf den Dollar neue Short-Positionen aufzubauen.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.