Der US-Dollar erholte sich nach drei Sitzungen mit Verlusten: Der US-Dollar-Index (DXY) legte um 0,3 % auf etwa 101,40–101,41 zu, da die Märkte im Vorfeld der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) für Juni am Donnerstag vorsichtiger wurden. Ökonomen erwarten 110.000 neue Stellen nach 172.000 im Mai; die Arbeitslosenquote wird stabil bei 4,3 % gesehen. CME FedWatch weist eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 80 % für mindestens eine Fed-Zinserhöhung in diesem Jahr aus. Der Fokus richtet sich zudem auf die JOLTS-Stellenangebote für Mai um 14:00 GMT am Dienstag, prognostiziert bei 7,3 Millionen nach zuvor 7,618 Millionen.
Technisch hält sich der Index über dem 20-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 100,56; der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 67,83 und damit knapp unter dem überkauften Bereich. Unterstützung wird erneut in der Nähe von 100,56 gesehen, während der Widerstand um das Hoch vom 12. Mai 2025 bei rund 102,00 verläuft; bei einem Ausbruch wäre Potenzial in Richtung 103,00 gegeben. Der US-Dollar bleibt die weltweit meistgehandelte Währung und steht für über 88 % des globalen Devisenumsatzes beziehungsweise rund 6,6 Billionen US-Dollar pro Tag (2022). Er löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Pfund Sterling als wichtigste Reservewährung ab und verließ 1971 im Rahmen von Bretton Woods den Goldstandard. Die Fed-Politik – über Zinsen, Quantitative Easing (QE) und Quantitative Tightening (QT) – bleibt ein zentraler Treiber.
Trend beim Dollar-Index und Markt-Vorsicht vor Arbeitsmarktdaten
Der US-Dollar gewinnt wieder an Stärke, und wir sehen den Dollar-Index (DXY) im Vorfeld des wichtigen Arbeitsmarktberichts am Donnerstag stabil um 105,50 notieren. Die Vorsicht am Markt schafft vor der Veröffentlichung ein unterstützendes Umfeld für den Dollar. Wir halten es für möglich, dass sich dieser Trend – abhängig vom Ergebnis – fortsetzt.
Im Fokus steht der Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Bericht für Juni, der laut Prognose zeigen dürfte, dass die Wirtschaft rund 185.000 neue Stellen geschaffen hat. Auch wenn dies eine Abkühlung gegenüber dem überraschend starken Mai-Wert von 215.000 wäre, deutet es weiterhin auf einen robusten Arbeitsmarkt hin. Ein Wert im Rahmen oder oberhalb der Erwartungen dürfte die Entschlossenheit der US-Notenbank untermauern, die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau zu halten.
Zinserhöhungserwartungen, Signale vom Arbeitsmarkt und strategische Überlegungen
Die Markterwartungen für eine Zinserhöhung sind zuletzt deutlich gestiegen; das CME-FedWatch-Tool signalisiert nun eine Wahrscheinlichkeit von über 90 % für einen Schritt auf der nächsten Sitzung. Treiber sind jüngste Inflationsdaten des Bureau of Labor Statistics, wonach der Verbraucherpreisindex (CPI) hartnäckig hoch bei 3,1 % verharrte. Diese anhaltend erhöhte Inflation gibt der Fed kaum Anlass, ihre Geldpolitik in absehbarer Zeit zu lockern.
Auch andere Arbeitsmarktindikatoren sprechen weiterhin für eine angespannte Lage. Der jüngste JOLTS-Bericht zeigte, dass es in den USA noch rund 8,5 Millionen offene Stellen gab. Historisch ist das ein sehr hohes Niveau und deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt die aktuell restriktive Geldpolitik verkraften kann.
Vor diesem Hintergrund positionieren wir uns für weiter anziehenden Dollar, insbesondere gegenüber Währungen, deren Zentralbanken Zinssenkungen signalisieren. Der Kauf von Call-Optionen auf den DXY oder auf USD-Paare wie USD/JPY ermöglicht eine Partizipation an einer möglichen Aufwärtsbewegung bei starken Arbeitsmarktdaten. Diese Strategie bietet eine Möglichkeit mit definiertem Risiko, um von anhaltendem Dollar-Momentum zu profitieren.
Dabei sind die starken Marktbewegungen während des Zinserhöhungszyklus 2022–2023 zu berücksichtigen. Ein deutlicher Fehlbetrag bei den Arbeitsmarktdaten – insbesondere eine wesentlich schwächere Zahl – könnte einen raschen Ausverkauf beim Dollar auslösen. Aus diesem Grund bevorzugen wir zur Risikosteuerung Optionen statt stärker exponierter Futures-Positionen.
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