Dollar-Index hält Einjahreshoch, während sich die Märkte auf US-PCE-Inflation und G10-Schwankungen einstellen

by VT Markets
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Jun 26, 2026

Der US-Dollar-Index notierte am Mittwoch nahe 101,60 und damit auf einem Einjahreshoch. Im Fokus der Märkte steht die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Donnerstag um 8:30 Uhr (EST). Der PCE-Wert für Mai wird daraufhin beobachtet, ob die höheren Ölpreise im Zusammenhang mit dem Krieg der USA und Israels mit Iran in die Kerninflation durchgeschlagen haben – ein Umfeld, das die Renditen von US-Staatsanleihen nach den Daten anfällig für starke Ausschläge machen könnte. Als Nächstes stehen in den USA das BIP sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an.

Am G10-Devisenmarkt tendierte EUR/USD in Richtung 1,1360, nahe einem Einjahrestief, bevor das Paar von 1,1325 aus wieder drehte. GBP/USD verharrte nahe einem Einjahrestief von 1,3160, nachdem der S&P Global Flash UK Composite PMI im Juni von 49,7 auf 49,4 nachgab und der Dienstleistungs-PMI auf 48,7 fiel – ein 41-Monats-Tief. USD/JPY zog bis 161,80 an. AUD/USD rutschte unter 0,6890, nachdem die australische Inflation (CPI) im Mai auf 4,0% von 4,2% im April abkühlte (gegenüber erwarteten 4,4%), während die getrimmte Durchschnittsinflation auf 3,6% von 3,4% stieg. Bei den Rohstoffen fiel WTI in Richtung 70,00, ein Dreimonatstief, und Gold rutschte unter 4.000 US-Dollar auf 3.980 US-Dollar. Am Freitag folgen Tokio-CPI sowie die finalen Daten zur Verbraucherstimmung der University of Michigan.

US-Dollar-Ausblick und G10-Strategien

Angesichts der Stärke des US-Dollar vor den heutigen wichtigen Inflationsdaten erwarten wir in den kommenden Wochen eine deutlich erhöhte Volatilität. Ein hoher Wert beim Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) dürfte den Dollar-Index weiter nach oben treiben und die „higher-for-longer“-Haltung der Federal Reserve untermauern. Wir positionieren uns dafür, indem wir Optionsstrategien in Betracht ziehen, die von einer großen Kursbewegung profitieren, da Überraschungen bei den PCE-Daten die Renditen zweijähriger US-Treasuries historisch gesehen nahezu sofort um 5–10 Basispunkte bewegen.

Der Euro tut sich schwer, trotz hawkisher Töne der Europäischen Zentralbank Boden gutzumachen – ein Hinweis darauf, dass der Markt ausschließlich auf die Fed fokussiert ist. Wir halten den Verkauf von EUR/USD-Call-Optionen für eine sinnvolle Strategie, da der starke US-Dollar-Trend mögliche Erholungen begrenzen dürfte. Diese Divergenz, bei der die Hawkishness einer Zentralbank ignoriert wird, spricht für tief verankerten bärischen Sentiment für das Währungspaar.

Für das Britische Pfund erwarten wir anhaltende Schwäche aufgrund politischer Unsicherheit und weicher Konjunkturdaten. Der jüngste Flash-Dienstleistungs-PMI, der auf 48,7 und damit auf ein 41-Monats-Tief fiel, deutet auf eine mögliche wirtschaftliche Kontraktion hin, die GBP/USD weiter nach unten ziehen könnte. Wir prüfen den Kauf von Put-Optionen, um uns gegen einen weiteren Rückgang unter das Niveau von 1,3160 abzusichern.

Der Japanische Yen bleibt stark unter Druck, USD/JPY testet Interventionsniveaus um 161,80. Während der Trend klar aufwärts gerichtet ist, ist das Risiko einer plötzlichen Intervention japanischer Behörden extrem hoch. Wir bevorzugen Call-Optionen, um an weiterem Aufwärtspotenzial zu partizipieren, da dies potenzielle Verluste bei einer abrupten Umkehr um mehrere Yen begrenzt – ein Muster, das bei früheren Interventionen häufig zu beobachten war.

Australiens gemischte Inflationssignale – rückläufige Headline-Inflation bei zugleich zäher Kerninflation – schaffen Unsicherheit für AUD/USD. Die anstehenden Beschäftigungsdaten dürften den Ausschlag für den nächsten Schritt der Reserve Bank of Australia geben. Wir schauen auf Strangles im Währungspaar, um von einem Ausbruch in beide Richtungen nach diesen Nachrichten zu profitieren.

Rohstoffmärkte und sichere Häfen

Bei den Rohstoffen stehen sowohl Öl als auch Gold wegen des starken Dollar unter Gegenwind. Da die Spannungen im Nahen Osten nachlassen, sehen wir die Risikoprämie in WTI-Rohöl weiter abschmelzen – selbst nachdem die jüngsten EIA-Daten einen Lagerabbau um 2,5 Millionen Barrel gezeigt haben. Bei Gold erwägen wir Put-Spreads, da sich der Preis unter der Marke von 4.000 US-Dollar schwertut und durch die Aussicht auf anhaltend hohe Zinsen belastet wird.

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