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COT-Daten signalisieren Rekord-Long-Positionen im US-Dollar, während der Euro bullish wird; Rohöl gibt nach und Weizen-Shorts werden überlaufen

by VT Markets
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Aug 2, 2026

Der jüngste Commitments-of-Traders-Report deutet auf eine extreme Positionierung im True US Dollar Index hin: Die großen Spekulanten liegen auf einem Allzeithoch, während die Commercials ein Extrem über 555 Reports erreichen – eine Konstellation, die seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr zu beobachten war. Der Euro unterstreicht das Währungssignal: Sowohl große Spekulanten als auch Commercials befinden sich bei einem bullischen Extrem über 334 Reports – eine Spanne von mehr als sechs Jahren wöchentlicher Daten. Aufgrund seines hohen Gewichts in breiten Dollar-Indikatoren verbindet der Euro die Signale beider Märkte.

Anderswo zeigt der Energiesektor eher schnellere Umschichtungen als lang anhaltende Extremwerte. Brent und WTI verzeichneten überdurchschnittlich große bärische wöchentliche COT-Veränderungen, während Kleinspekulanten in beiden Kontrakten optimistisch bleiben. Erdgas bewegte sich in die andere Richtung und lieferte das deutlichste bullische Veränderungssignal im Energiesegment; der Fünfjahres-Positionierungsindikator liegt nahe an bullischen Extremen in Datenreihen zurück bis 1995. In der Landwirtschaft erreichte Kansas-City-Weizen unter den großen Spekulanten ein bärisches Extrem über 156 Reports – ein Aufbau über rund drei Jahre. Damit werden der Preistrend und jede Stabilisierung entscheidend, um zu beurteilen, ob der Trade lediglich zementiert ist oder bereits überfüllt wirkt.

Beispiellose Positionierung am Devisenmarkt und Dollar-Verwundbarkeiten

Wir blicken mit Blick auf August 2026 auf ein beispielloses Setup an den Devisenmärkten. Der True US Dollar Index hat soeben ein Allzeithoch bei den großen Spekulanten erreicht, während die kommerziellen Absicherer ein Extrem über 555 Reports markieren. Das signalisiert: Der aktuelle Dollar-Kauftrend ist historisch ausgereizt und stark anfällig für eine Gegenbewegung.

Diese Extrempositionierung trifft auf einen US-Dollar-Index (DXY), der zuletzt um 101 bis 102 pendelte und durch Erwartungen weiterer Zinssenkungen der Federal Reserve belastet wurde. Historisch folgt auf derartige, über Jahrzehnte reichende Extreme in der Commercial-Positionierung häufig eine mehrmonatige Trendwende. Entsprechend sollten wir uns auf eine potenzielle Abwärtskorrektur des Dollars in den kommenden Wochen einstellen, indem Long-Dollar-Engagements schrittweise reduziert werden.

Der Euro stützt dieses bärische Dollar-Szenario deutlich und zeigt seinerseits ein bullisches Extrem über 334 Reports – sowohl bei Spekulanten als auch bei Commercials. Das ist das bedeutendste bullische strukturelle Setup des Euro seit über sechs Jahren, während sich die Inflation im Euroraum nahe dem 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank stabilisiert. Da der Euro 57,6% des DXY ausmacht, sollten sich eher Chancen bieten, EUR/USD bei Rücksetzern zu kaufen, statt Dollar-Stärke hinterherzulaufen.

Divergierende Signale in Energie- und Agrarmärkten

Im Energiesektor sehen wir eine klare Divergenz, die Trader nicht ignorieren sollten. Brent und WTI zeigen schnelle bärische Verschiebungen in der Positionierung, während sich die Referenzpreise schwer damit tun, sich angesichts schwacher globaler Nachfrageprognosen über 75 US-Dollar je Barrel zu halten. Erdgas hingegen baut eine ausgesprochen konstruktive, bullische Struktur nahe historischer Extremniveaus auf, wie sie zuletzt vor Jahrzehnten zu beobachten waren.

Energie sollte daher nicht als einheitlicher Block betrachtet werden; vielmehr gilt es, diese interne Divergenz zu spielen. Das bedeutet: Öl-Rallys eher für Short-Setups nutzen, sofern die bärischen Daten anhalten, und zugleich bei Erdgas einen Einstieg auf der Long-Seite vorbereiten, sobald die Preisentwicklung die Wende bestätigt. Enge Stop-Loss-Marken sind dabei entscheidend, da spekulative Retail-Trader weiterhin stark in Öl long positioniert sind und in eine plötzliche Gegenbewegung geraten könnten.

Schließlich hat Kansas-City-Weizen ein spekulatives bärisches Extrem über 156 Reports erreicht – die Short-Positionierung ist damit extrem gedrängt. Dieses Drei-Jahres-Extrem deutet darauf hin, dass der Abwärtstrend in der Landwirtschaft zwar stark war, der Verkaufsdruck jedoch bald nachlassen könnte. Entsprechend sollten Anzeichen einer Preisstabilisierung genau beobachtet werden, da eine abrupte Short-Eindeckungsrally eine scharfe Aufwärtsbewegung auslösen könnte.

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