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BoE dürfte im Juli stillhalten, da Unternehmen auf anhaltenden Preis- und Lohndruck in Großbritannien hinweisen – Unterstützung für das Pfund

by VT Markets
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Jul 3, 2026

Die Juni-Umfrage des britischen Decision Maker Panel (DMP) zeigte, dass die Ein-Jahres-Inflationserwartungen auf 3,3% nach 3,7% im Mai nachgaben, während das Drei-Jahres-Maß bei 2,9% verharrte, verglichen mit 2,7% vor dem Konflikt. Im Gegensatz zu dieser weicheren kurzfristigen Inflationssicht blieben die Preissetzungsabsichten der Unternehmen für die kommenden zwölf Monate bei 4,0%. Auf geglätteter Drei-Monats-Basis stieg dieser Wert leicht auf 4,1%.

Auch die erwartete Lohnentwicklung zog geringfügig an: Sie stieg im Juni auf 3,5% nach 3,4% im Mai. Die Zahlen deuten auf anhaltenden Preis- und Lohndruck hin, obwohl die kurzfristigen Inflationserwartungen nachlassen, und sie implizieren, dass niedrigere Energiepreise möglicherweise langsamer in den Erwartungen der Unternehmen ankommen. Die Daten allein sprechen nicht für eine Verschiebung der Einschätzungen hinsichtlich einer Zinspause im Juli im Ausschuss für Geldpolitik (MPC).

Ausblick für die Geldpolitik der Bank of England und Positionierung am Markt

Wir gehen davon aus, dass die Bank of England die Zinsen auf ihrer anstehenden Juli-Sitzung unverändert lassen wird, da die DMP-Umfrage auf weiterhin bestehende zugrunde liegende Preisdynamik hindeutet. Diese Einschätzung wird durch den SONIA-Futures-Markt gestützt, der derzeit eine Wahrscheinlichkeit von über 80% für keine Veränderung des Bank Rate einpreist. Entsprechend erscheinen Strategien attraktiv, die von kurzfristig niedriger Volatilität profitieren – etwa der Verkauf von Straddles auf Short-Sterling-Optionen mit Laufzeit über den Juli-Entscheid hinaus.

Untermauert wird diese Sicht durch offizielle Statistiken: Der jüngste CPI-Wert weist eine hartnäckige Kerninflation von 3,8% aus. Ebenso ist das Lohnwachstum, das das ONS für die drei Monate bis Mai mit 4,0% meldete, aus Sicht des MPC weiterhin zu hoch. Diese Zahlen stützen die Umfrageaussage, dass Unternehmen trotz niedrigerer Gesamtinflation mit weiteren Lohn- und Preiserhöhungen rechnen.

Implikationen für Zinskurve und Währung

Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Juli ein „hawkish hold“ des MPC: Die Zinsen bleiben stabil, zugleich signalisiert das Gremium für die kommenden Sitzungen eine vorsichtige, restriktive Haltung. Dies könnte zu einer Versteilerung der britischen Zinskurve führen, wodurch Curve-Steepener-Strategien – Wetten darauf, dass längerfristige Renditen relativ zu kurzfristigen steigen – als sinnvoller Ansatz erscheinen. Historisch ist eine solche Reaktion häufig zu beobachten, wenn Zentralbanken nach einem Straffungszyklus eine längere Pause andeuten.

Diese geldpolitische Divergenz dürfte auch das Pfund stützen, insbesondere gegenüber Währungen, deren Notenbanken dovisher agieren. So hat die Europäische Zentralbank ihren Zinssenkungszyklus bereits im Juni 2026 eingeleitet; der Zinsabstand spricht damit für das Halten von Sterling. Wir sehen Wert darin, sich über Optionen in den kommenden Wochen für eine weitere GBP/EUR-Stärke zu positionieren.

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