Australiens TD-MI-Inflationsindikator stieg im Juli im Jahresvergleich auf 4 % und damit von zuvor 3,9 %. Die Bewegung deutet bei diesem Maß auf eine moderate Beschleunigung des Preisauftriebs hin.
Der Juli-Wert liegt damit erneut leicht über dem Vormonat; der Indikator erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte. Die TD-MI-Reihe gilt als zeitnaher Frühindikator für Inflationsentwicklungen in Australien.
Inflationsausblick und geldpolitische Reaktion der RBA
Der jüngste Anstieg des TD-MI-Inflationsindikators auf 4 % im Juli zeigt, dass die Inflation in Australien hartnäckig hoch bleibt und deutlich über dem Zielband der Reserve Bank of Australia (RBA) von 2 % bis 3 % liegt. Wir erwarten, dass dieser anhaltende Preisdruck die RBA dazu zwingen wird, die Zinsen länger hoch zu halten und damit verbleibenden Hoffnungen auf kurzfristige Zinssenkungen zu widersprechen. Folglich sollten Derivatehändler ihre Portfolios umgehend anpassen, indem sie australische Drei- und Zehnjahres-Staatsanleihe-Futures leerverkaufen.
Da die RBA nun mit hoher Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu anderen globalen Zentralbanken einen restriktiven Kurs beibehalten wird, sehen wir eine klare bullische Ausgangslage für den australischen Dollar. Händler sollten erwägen, AUD/USD-Call-Optionen zu kaufen, um von einer möglichen Währungsstärke zu profitieren, wenn sich Zinsdifferenzen zugunsten des Aussie verschieben. Historisch neigt der AUD dazu, zu steigen, wenn die inländische Inflation die Erwartungen übertrifft, da kurzfristige Renditen anziehen.
Markt-Neubewertung und sektorale Implikationen
Ein Blick auf die ASX 30-Day Interbank Cash Rate Futures zeigt, dass der Markt die Entschlossenheit der RBA, gegen die zähe Inflation vorzugehen, zuvor unterschätzt hat. Wir empfehlen, diese Fehlbewertung zu handeln, indem man sich für in den kommenden Wochen steigende implizite Renditen positioniert. Sollte sich in den offiziellen vierteljährlichen CPI-Daten später in diesem Monat dieser Aufwärtstrend auf 4 % widerspiegeln, dürften wir eine starke, plötzliche Neubewertung der Cash-Rate-Kurve sehen.
Länger hohe Zinsen werden zudem zinssensitive Sektoren wie Immobilien sowie hoch verschuldete Aktien unter Druck setzen. Wir raten zum Kauf von Put-Optionen auf den ASX-200-Index und zielen dabei insbesondere auf immobilienlastige börsengehandelte Fonds (ETFs), um gegen eine breitere Marktabwärtsbewegung abzusichern. Diese vorsichtige Positionierung schützt Portfolios, falls der Gesamtmarkt beginnt, das Risiko einer unerwarteten RBA-Zinserhöhung einzupreisen.
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