Auslandsinvestitionen in japanische Aktien drehten in der Woche bis zum 19. Juni auf einen Nettomittelzufluss von 479,4 Mrd. Yen und machten damit den Nettomittelabfluss der Vorwoche von -785,1 Mrd. Yen mehr als wett. Der Umschwung signalisiert eine Veränderung der grenzüberschreitenden Positionierung am japanischen Aktienmarkt im jüngsten Berichtszeitraum.
Die Daten zeigen, dass die Auslandsströme innerhalb einer Woche von Nettoverkäufen zu Nettokäufen wechselten; der Saldo drehte damit gegenüber dem vorherigen Wert um 1.264,5 Mrd. Yen ins Plus. Die Zahlen beziehen sich auf ausländische Transaktionen in in Japan notierten Aktien für die jeweiligen Wochen.
Erholung der Auslandsstimmung und bullischer Marktausblick
Wir sehen eine deutliche Kehrtwende in der Stimmung gegenüber japanischen Aktien: Die Auslandsinvestitionen wechseln von starkem Verkaufsdruck zu einem Nettomittelzufluss von 479,4 Mrd. Yen. Das ist ein sehr starkes Kaufsignal und deutet darauf hin, dass internationale Investoren nun auf eine spürbare Aufwärtsbewegung setzen. Diese abrupte Wende bei den Kapitalströmen ist der zentrale Auslöser für unseren bullischen Ausblick in den kommenden Wochen.
Angesichts dieses kräftigen Kaufdrucks sollten wir den Kauf von Call-Optionen auf den Nikkei 225 in Erwägung ziehen, um direkt an der erwarteten Rally zu partizipieren. Der Index ist in der vergangenen Woche bereits um mehr als 2% auf 40.150 gestiegen, was bestätigt, dass das Momentum zunimmt. Diese anfängliche Stärke spricht dafür, dass der Trend erst beginnt und weiteres Potenzial hat.
Anlagestrategien und Yen-Effekt
Der stetige Kapitalzufluss könnte zudem die Nervosität am Markt dämpfen, was einen günstigen Zeitpunkt darstellen kann, um aus dem Geld liegende Put-Optionen auf wichtige japanische Indizes zu verkaufen. Der Nikkei-Volatilitätsindex ist auf 16,2 gefallen und liegt damit nahe seinem niedrigsten Stand im Jahr 2026. Das deutet darauf hin, dass Optionsprämien für Strategien, die von einem steigenden oder stabilen Markt profitieren, attraktiv sind. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, laufende Erträge zu vereinnahmen und zugleich bullisch positioniert zu bleiben.
Dieses Investitionsniveau in japanische Aktien dürfte den Yen mit hoher Wahrscheinlichkeit stärken, da ausländische Käufer ihre Währungen umtauschen müssen. Entsprechend sollten wir Positionen prüfen, die von einem niedrigeren USD/JPY profitieren, etwa durch den Kauf von Puts auf das Währungspaar, das derzeit um 154 notiert. Untermauert wird diese Einschätzung durch jüngste Signale der Bank of Japan, die Negativzinspolitik dauerhaft zu beenden.
Historisch haben anhaltend starke Nettomittelzuflüsse aus dem Ausland mehrmonatige Rallys in Japan angestoßen, vergleichbar mit der Phase 2013–2014. Damals legte der Nikkei im Zuge ausländischen Kapitals um mehr als 50% zu. Wir prüfen daher auch länger laufende Futures-Kontrakte, um eine mögliche beginnende, ähnlich ausgeprägte Aufwärtsbewegung zu nutzen.
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