AUD/USD bewegte sich am Montag im asiatischen Handel in einer engen Spanne um 0,6890, während der US-Dollar vor dem US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) für Juni, der am Donnerstag ansteht, stabil blieb. Der US-Dollar-Index notierte nahe 101,30. Im Fokus steht, wie die Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve prägen könnten; das CME-FedWatch-Tool sieht die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr bei knapp 90 %.
Konsensschätzungen gehen von 114.000 neu geschaffenen Stellen aus, nach 172.000 im Mai, bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 4,3 %. In Australien richtet sich der Blick auf das Protokoll der Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA) im Juni, als sie den Leitzins (Official Cash Rate) nach drei aufeinanderfolgenden Anhebungen bei 4,35 % beließ. Charttechnisch blieb AUD/USD unter dem 20-Tage-EMA bei 0,7003, der RSI lag bei 27,70. Widerstand wird bei 0,7003 und anschließend am Hoch vom 15. Juni bei 0,7088 gesehen, während auf der Unterseite das Tief vom 30. März bei 0,6833 im Blick steht.
Marktpositionierung und makroökonomische Treiber
Zum 29. Juni 2026 beobachten wir, dass das Währungspaar AUD/USD seitwärts nahe 0,6610 handelt. Der Markt bleibt ruhig, da er auf den wichtigen US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) im weiteren Wochenverlauf wartet. Diese Daten dürften der wichtigste Impulsgeber für den US-Dollar sein.
Im Mittelpunkt steht die Verfassung der US-Konjunktur: Der NFP-Bericht dürfte laut Erwartung eine Abkühlung des Arbeitsmarkts signalisieren, mit prognostizierten 150.000 neuen Stellen nach 185.000 im Mai. Die jüngsten US-Inflationsdaten – mit einem Verbraucherpreisindex (CPI) von 2,8 % – liegen weiterhin hartnäckig über dem 2%-Ziel der Federal Reserve. Eine starke Beschäftigungszahl würde das Argument stützen, dass die Fed die Zinsen länger auf einem höheren Niveau halten muss, was den US-Dollar tendenziell stärken würde.
Auf australischer Seite warten wir auf die jüngsten Sitzungsprotokolle der RBA. Da die Inflation in Australien selbst bei 3,2 % liegt, ist auch die RBA zurückhaltend, Zinssenkungen in Aussicht zu stellen; das Protokoll wird jedoch zeigen, wie geschlossen der Rat diese Linie trägt. Hinweise auf eine dovishe Tendenz oder Sorgen um die Binnenkonjunktur könnten den Austral-Dollar belasten.
Technische Analyse und Trading-Strategien
Aus technischer Sicht wirkt der Trend im AUD/USD schwach; das Paar handelt unter seinem 20-Tage-Durchschnitt, der nun als Widerstand im Bereich von 0,6680 fungiert. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist niedrig, was darauf hindeutet, dass das Paar überverkauft sein könnte – ohne fundamentale Wende ist das jedoch kein Kaufsignal. Vorerst sehen wir mehr Risiken auf der Unterseite, mit einem möglichen Zielbereich nahe dem bisherigen Jahrestief von 0,6550.
Angesichts der Unsicherheit rund um die NFP-Daten halten wir es für sinnvoll, dass Derivatehändler Strategien prüfen, die von einer möglichen Abwärtsbewegung oder höherer Volatilität profitieren. Der Kauf von Put-Optionen mit einem Basispreis unter 0,6600 könnte eine kosteneffiziente Möglichkeit bieten, sich für den Fall eines stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktberichts zu positionieren. Damit ließe sich Abwärtsrisiko abbilden – bei klar begrenztem Verlustpotenzial.
Für Marktteilnehmer, die vor allem mit einem deutlichen Ausschlag rechnen, sich aber bei der Richtung unsicher sind, könnte eine Long-Straddle-Strategie passend sein. Dabei werden eine Call- und eine Put-Option mit identischem Basispreis und Verfalltermin gekauft. Eine solche Position würde profitieren, wenn AUD/USD nach Veröffentlichung der NFP in die eine oder andere Richtung stark ausschlägt.
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