Wichtigste Punkte
- VT Markets ist an ein Netzwerk weltweiter Liquiditätsanbieter angebunden. Dazu können auch führende Banken („Tier-1-Banken“, also sehr große, gut kapitalisierte Banken) und andere Finanzhäuser gehören.
- Technik zur Bündelung von Kursen („Liquiditätsaggregation“, also das Zusammenführen vieler Preisangebote) sorgt für enge Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs) und eine effiziente Ausführung von Orders.
- Eine professionelle Handelsinfrastruktur, darunter Equinix-Rechenzentren und sogenannte Liquiditäts-Brücken („Liquidity Bridges“, Schnittstellen zwischen Handelsplattform und Liquiditätsanbietern), unterstützt kurze Verzögerungen („Low Latency“, also geringe Reaktionszeit) beim Handel.
Was ist ein Liquiditätsanbieter?
Ein Liquiditätsanbieter (LP) ist eine Bank oder ein Finanzhaus, das fortlaufend Kauf- und Verkaufskurse (Bid/Ask) für handelbare Produkte wie Devisenpaare (Forex), Indizes oder Rohstoffe stellt. So gibt es ausreichend Angebot und Nachfrage, damit Geschäfte reibungslos zustande kommen.
Hohe Liquidität ermöglicht, dass Kauf- und Verkaufsorders schnell ausgeführt werden, ohne dass sich der Preis stark bewegt. Fehlt Liquidität, werden Spreads oft größer, die Ausführung kann vom gewünschten Kurs abweichen („Slippage“, also Kursabweichung bei der Ausführung) und Orders werden langsamer ausgeführt – besonders in unruhigen Marktphasen.
Wer sind die Liquiditätsanbieter von VT Markets?
VT Markets nutzt ein Multi-Banken-Modell zur Kursbündelung. Statt nur eine Preisquelle zu verwenden, sammelt die Handelsinfrastruktur Kursstellungen mehrerer Liquiditätsanbieter und wählt daraus die jeweils besten Kauf- und Verkaufskurse aus.
Je nach Gesellschaft und Region können dazu große internationale Investmentbanken und Finanzhäuser gehören, etwa:
- J.P. Morgan
- HSBC
- Royal Bank of Scotland (RBS)
- Credit Suisse
- Citibank
- Nomura
- Goldman Sachs
Mehrere Liquiditätsquellen unterstützen wettbewerbsfähige Kurse, mehr Markttiefe (also mehr handelbares Volumen nahe am aktuellen Kurs) und eine zügige Zuordnung von Kauf- und Verkaufsorders.
Technik hinter der Infrastruktur
Die Handelsinfrastruktur beeinflusst, wie schnell und präzise Orders ausgeführt werden.
VT Markets setzt dafür mehrere technische Bausteine ein.
1. Liquiditäts-Brücke („Liquidity Bridge“)
VT Markets nutzt eine professionelle Liquiditäts-Brücke, zum Beispiel oneZero. Das ist eine Software-Schnittstelle, die die Handelsplattform mit mehreren Liquiditätsanbietern verbindet.
Die Brücke sammelt Kursangebote mehrerer Quellen gleichzeitig. So soll beim Ausführen einer Order der jeweils beste verfügbare Kurs genutzt werden, auch wenn sich die Marktliquidität gerade verändert.
2. Equinix-Rechenzentren (NY4 & LD4)
Die Handelsserver stehen in Equinix-Rechenzentren für Finanzkunden, darunter NY4 (New York) und LD4 (London). Viele Banken und Liquiditätsanbieter nutzen diese Standorte.
Die Nähe („Co-Location“, also das Platzieren von Servern am gleichen Rechenzentrumsstandort) unterstützt:
- Kurze Verzögerungen bei der Weiterleitung von Orders („Order Routing“) und stabile Verbindungen
- Zuverlässige technische Abläufe beim Handel
Das soll eine gleichmäßige Ausführungsqualität für Trader weltweit ermöglichen.
Wie mehrere Liquiditätsanbieter Tradern helfen
Mehrere Liquiditätsanbieter verbessern wichtige Punkte beim Handel.
- Engere Spreads: Durch das Bündeln von Kursen können Spreads ab 0,0 Pips möglich sein. Das senkt die Handelskosten. (Ein „Pip“ ist die übliche kleinste Kursänderung im Forex-Handel.)
- Schnellere Ausführung: Ein großer Liquiditätspool (also viel verfügbarer Handel auf vielen Kursstufen) kann Orders schneller füllen und Slippage reduzieren.
- Zuverlässigkeit: Bei hoher Schwankung („Volatilität“) können mehrere Liquiditätspartner stabilere Kursstellungen und eine reibungslosere Ausführung unterstützen.
- Transparenz: Je nach Kontotyp können Orders direkt an externe Liquiditätsanbieter weitergeleitet werden. Das ist typisch für STP- oder ECN-Ausführung: STP („Straight Through Processing“) bedeutet automatische Weiterleitung ohne Händler-Eingriff; ECN („Electronic Communication Network“) ist ein elektronisches Netzwerk, das Orders mit Marktliquidität zusammenführt, wobei die Preise aus gebündelten Kursen entstehen.
STP vs. RAW ECN: das passende Modell wählen
VT Markets bietet zwei Zugangswege zum Liquiditätspool – je nach Strategie:
| Kontotypen | Standard-STP-Konto | RAW-ECN-Konto |
| Geeignet für | Anfänger bis Fortgeschrittene | Profis & Scalper (sehr kurzfristige Trader mit vielen Trades) |
| Preismodell | Nur Spread (keine Kommission/Provision) | „Raw“-Spreads (sehr enge Marktspreads) + Kommission/Provision |
| Spreads | ab 1,2 Pips | ab 0,0 Pips |
| Ausführung | Straight Through Processing (automatische Weiterleitung) | Electronic Communication Network (elektronisches Netzwerk) |
Beide Konten greifen auf gebündelte Marktliquidität zu. Die Kosten unterscheiden sich je nach Handelsstil über Spread und mögliche Kommission.
Häufige Fragen
Wer sind die Liquiditätsanbieter von VT Markets?
VT Markets ist mit einem Netzwerk von Liquiditätsanbietern verbunden. Dazu können internationale Banken und Finanzhäuser wie J.P. Morgan, HSBC, Credit Suisse und Goldman Sachs gehören. Sie stellen Kauf- und Verkaufskurse, aus denen sich die handelbaren Preise auf der Plattform ableiten.
Warum sind Liquiditätsanbieter beim Forex- und CFD-Handel wichtig?
Liquiditätsanbieter unterstützen stetige Kursstellung, schnelle Ausführung und geringe Handelskosten – entscheidend für effizienten Devisenhandel und den Handel mit CFDs (Differenzkontrakten, also Derivaten, bei denen die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg abgerechnet wird).
Wie entstehen die Handelspreise bei VT Markets?
Die Preise entstehen durch das Zusammenführen von Kursen mehrerer Liquiditätsanbieter. Die Plattform wählt daraus die besten verfügbaren Kauf- und Verkaufskurse.
Profitieren kleine Trades von derselben Liquidität wie große Trades?
Ja. Die Liquiditätspartner sollen für alle Positionsgrößen gleichmäßige Kurse und eine reibungslose Ausführung ermöglichen – von Mikro-Lots (sehr kleine Standard-Handelseinheiten) bis zu großen Volumina. Größere institutionelle Orders können bei Bedarf über mehrere Liquiditätsquellen ausgeführt werden.
Was ist der Unterschied zwischen STP- und ECN-Ausführung?
Beide Modelle leiten Orders an Liquiditätsanbieter weiter. Der Unterschied liegt meist in der Kostenstruktur: Spread und mögliche Kommission/Provision.