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US-Dollar-Index fällt, da Arbeitsmarktdaten die Fed-Erwartungen verschieben

by VT Markets
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Aug 10, 2026
USDX Index Near Zwei-Monats-Tief nach Arbeitsmarktdaten

Kernpunkte

  • Der US-Dollar-Index (DXY) hält sich bei rund 99,6, nahe dem niedrigsten Stand seit Anfang Juni. DXY misst den Wert des US-Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen.
  • Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Payrolls, also die monatliche US-Stellenzahl ohne Landwirtschaft) sank im Juli überraschend um 23.000, während die Arbeitslosenquote leicht auf 4,1 % fiel.
  • Die schwachen Arbeitsmarktdaten dämpften die Erwartung einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September und drückten die Renditen von US-Staatsanleihen. Renditen sind die am Markt gehandelte Verzinsung von Anleihen.
  • Nun richtet sich der Blick auf US-Inflationsdaten, um Hinweise auf den nächsten Kurs der Notenbank zu erhalten.
  • Der DXY nähert sich einer wichtigen Chartmarke um 100 Punkte, während Händler prüfen, ob der Rückgang weitergehen kann. Technische/Chartmarken sind Preiszonen, an denen Käufer oder Verkäufer oft reagieren (Widerstand/Unterstützung).

Der US-Dollar bleibt unter Druck, nachdem ein schwächer als erwarteter Arbeitsmarktbericht die Erwartungen an die Politik der US-Notenbank (Fed) verschoben hat.

Die US-Wirtschaft verlor im Juli unerwartet 23.000 Stellen – erwartet wurde ein Zuwachs. Zudem wurden frühere Beschäftigungszahlen nachträglich nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote sank dennoch leicht auf 4,1 %.

Der Dollarindex fiel daraufhin auf etwa 99,5 und lag am Montag bei rund 99,6 – nahe dem tiefsten Stand seit dem 2. Juni.

Für den Devisenmarkt ist entscheidend, wie sich die schwächeren Arbeitsmarktdaten auf die Erwartungen an die US-Zinsen auswirken. Devisenmarkt ist der Handel mit Währungen.

Warum Händler den DXY im Blick haben

Der Bericht senkte die Erwartung einer Zinserhöhung im September. Am Markt eingepreist – also in Preisen von Zinsderivaten ablesbar – fiel die Wahrscheinlichkeit für einen September-Schritt unter 50 %. Gleichzeitig gaben die Renditen von US-Staatsanleihen nach. Wenn niedrigere US-Zinsen erwartet werden, sinkt oft die Attraktivität von Dollar-Anlagen gegenüber anderen Währungen – das belastet den DXY.

Die nächste große Bewährungsprobe ist die Inflation. Anleger warten auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI), um zu beurteilen, ob die Fed ihren Kurs beibehalten kann oder ob anhaltender Preisdruck die Zinsen länger hochhalten könnte. CPI misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs für Verbraucher.

Der Kern-Verbraucherpreisindex (Core CPI, ohne stark schwankende Preise für Energie und Lebensmittel) soll um 0,2 % zum Vormonat und um 2,5 % zum Vorjahr steigen.

Wichtige Kursmarken

KursmarkeWorauf der Markt achtet
100,5Wichtiger Widerstand, falls sich der Dollar erholt. Widerstand ist eine Zone, an der Anstiege oft ausgebremst werden.
100,0Unmittelbarer Widerstand und erste Marke für eine Erholung.
99,7Aktueller Handelsbereich und kurzfristige Orientierung.
99,5Wichtige Unterstützung nach dem Rückgang. Unterstützung ist eine Zone, an der Kurse oft Halt finden.
99,0Nächste Unterstützung bei zunehmendem Verkaufsdruck.
98,5Tieferer Unterstützungsbereich, falls die Abwärtsbewegung anhält.

Der DXY liegt nach dem Rückgang weiter unter 100,0 – das kurzfristige Bild bleibt vorsichtig.

Ein Anstieg zurück über 100,0 würde 100,5 als nächsten Widerstand in den Fokus rücken. Ein Fall unter 99,5 könnte den Weg in Richtung 99,0 und 98,5 öffnen.

Die kurzfristige Spanne liegt damit bei 99,5–100,0. Die nächste Richtung dürfte davon abhängen, welche Seite nachgibt.

Szenarien: positiv und negativ

USDX Index nahe Zwei-Monats-Tief nach Arbeitsmarktdaten
SzenarioAuslöserMögliche Marktreaktion
Dollar-ErholungAnstieg über 100,00Der DXY könnte sich in Richtung 100,50 erholen.
Fortsetzung nach obenAusbruch über 100,50Käufer könnten die Kontrolle übernehmen und die Erholung ausweiten.
SeitwärtsphaseHalten zwischen 99,50 und 100,00Der Kurs könnte sich stabilisieren, während der Markt neu bewertet.
Rutsch nach untenFall unter 99,50Der Verkaufsdruck könnte in Richtung 99,00 zunehmen.
Weitere SchwächeBruch unter 99,00Der DXY könnte in Richtung der Unterstützungszone 98,50 laufen.

Ein positives Szenario entsteht, wenn der DXY über 100,00 steigt – dann rückt 100,50 in den Blick.

Ein negatives Szenario entsteht, wenn der DXY unter 99,50 fällt – dann werden 99,00 und 98,50 wichtig.

Hinweis

Die genannten Kursmarken und Szenarien spiegeln die Einschätzung des Autors zum Zeitpunkt der Erstellung wider und sind keine Anlageberatung oder Empfehlung von VT Markets. Bitte eigene Analyse durchführen und Risiken beachten.

Warum den DXY als CFD handeln?

CFDs auf den DXY bilden Bewegungen des US-Dollar gegenüber einem Währungskorb nach, ohne dass die Währungen direkt gekauft werden. CFD (Differenzkontrakt) ist ein Börsenprodukt, bei dem nur Kursunterschiede abgerechnet werden.

So lässt sich die allgemeine Dollar-Stärke neben einzelnen Währungspaaren wie EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY verfolgen. Währungspaare zeigen den Kurs einer Währung gegen eine andere.

CFDs sind Produkte mit Hebel. Hebel bedeutet, dass schon kleine Kursbewegungen zu hohen Gewinnen oder hohen Verlusten führen können.

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Worauf der Markt als Nächstes achtet

Die nächste Richtung des US-Dollar hängt vor allem davon ab, wie neue US-Daten die Erwartungen an die Fed prägen.

Wichtige Punkte:

  • US-CPI: Inflationsdaten, die die Erwartung zur Fed-Entscheidung im September beeinflussen können. Inflation ist der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus.
  • US-PPI: Erzeugerpreisindex, also Preise auf Herstellerstufe, als Hinweis auf Preisdruck. PPI misst Preisänderungen bei Produzenten.
  • Einzelhandelsumsätze: Daten zum Konsum, als Signal für die Konjunktur. Konjunktur beschreibt die wirtschaftliche Dynamik.
  • Zinserwartungen zur Fed: Veränderungen der Markterwartung zu Zeitpunkt und Tempo möglicher Zinsänderungen.
  • Renditen von US-Staatsanleihen: Bewegungen der Renditen, wenn sich Zinserwartungen verschieben.
  • Wichtige FX-Paare: Bewegungen von EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY. FX steht für Devisen.
  • Risikostimmung: Veränderung der Risikobereitschaft am Markt, die die Nachfrage nach dem US-Dollar beeinflussen kann. Risikobereitschaft zeigt, ob Anleger eher riskante oder sichere Anlagen bevorzugen.

Aus Chart-Sicht gilt 100,00 als zentrale Marke für eine Erholung, während 99,50 die nächste wichtige Unterstützungszone bleibt.

Häufige Fragen

Warum fällt der US-Dollar-Index?

Der DXY schwächte sich ab, nachdem die US-Stellenzahl im Juli überraschend sank. Dadurch gingen die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der Fed zurück.

Was passierte im Juli 2026 am US-Arbeitsmarkt?

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank um 23.000, die Arbeitslosenquote fiel leicht auf 4,1 %. Frühere Werte wurden nach unten korrigiert.

Was könnte den US-Dollar stützen?

Höhere Inflation oder andere starke US-Daten könnten die Erwartung höherer US-Zinsen stärken und damit den Dollar stützen.

Welche DXY-Marken sind wichtig?

Kurzfristig stehen 99,5 und auf der Oberseite 100,00 im Fokus. Darunter sind 99,0 und 98,5 wichtige Orientierungszonen.

Was ist der nächste wichtige Auslöser für den DXY?

Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) ist der nächste wichtige Impuls. Danach folgen Erzeugerpreise (PPI) und Einzelhandelsumsätze.

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