
Kernaussagen
- Der US-Dollar-Index (USDX, ein Maß für den Dollar gegenüber einem Währungskorb) hielt sich nahe 101,4, während die Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juni warteten.
- Schwächere Neueinstellungen in der US-Privatwirtschaft nährten Zweifel am Tempo des Arbeitsmarktes.
- An den Märkten wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von über 60% für eine Zinsanhebung der US-Notenbank Fed im September eingepreist.
- Wieder anziehende Öllieferungen durch die Straße von Hormus sowie Fortschritte in indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran drückten die Rohölpreise.
- Währungsreserven-Verwalter (z. B. bei Zentralbanken) denken langfristig über weniger Dollar-Anteil nach, auch wenn der Dollar weiter die wichtigste Reservewährung bleibt.
Der US-Dollar-Index (USDX, ein Index für den Dollar gegenüber mehreren wichtigen Währungen) notierte am Donnerstag nahezu unverändert bei rund 101,4 nach einem schwankungsreichen Vortag. Die Märkte warteten auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juni, der Hinweise zur Lage am Arbeitsmarkt und zum Kurs der US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) liefern soll.
Der Index blieb stabil, obwohl Daten zeigten, dass die Neueinstellungen im US-Privatsektor (also außerhalb des Staats) im Vormonat stärker als erwartet nachließen. Fed-Chef Kevin Warsh sagte zudem, die Inflationserwartungen (was Haushalte und Unternehmen für die künftige Teuerung erwarten) hätten sich im vergangenen Monat abgeschwächt. Das spricht für weniger Druck, die Zinsen schnell anzuheben.
Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel der Fed, die Preise zu stabilisieren. Die Märkte rechnen weiter mit mehr als 60% Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinsanhebung im September. Das stützte den Dollar im Vorfeld der Jobdaten.
Jobdaten dürften die nächste Dollarrichtung vorgeben
Der Arbeitsmarktbericht für Juni könnte entscheiden, ob der Dollar seinen jüngsten Anstieg fortsetzt oder deutlicher zurücksetzt.
Fällt der Bericht stark aus, wäre das ein Zeichen für einen robusten Arbeitsmarkt. Dann hätte die Fed mehr Spielraum, die Geldpolitik straff zu halten (also hohe Zinsen länger beizubehalten). Das würde die Argumente für eine Zinserhöhung im September stärken und den Dollar stützen.
Ein schwacher Bericht würde Sorgen über nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften wecken. Das könnte die Erwartungen an weitere Zinsschritte dämpfen und den DXY (eine gängige Abkürzung für den Dollarindex) belasten.
Entscheidend ist nicht nur die Zahl neuer Stellen, sondern auch die Lohnentwicklung und die Arbeitslosenquote. Sie zeigen breiter, wie angespannt der Arbeitsmarkt ist und wie stark der Inflationsdruck im Hintergrund bleibt.
Sinkende Ölpreise dämpfen Inflationsrisiken
Auch die Lage an der Straße von Hormus beeinflusst den Ausblick – über den Effekt auf Energiepreise.
Mehr Ölexporte über diese Route sowie Signale für Fortschritte in indirekten USA-Iran-Gesprächen drückten die Rohölpreise. Günstigere Energie kann den Preisdruck verringern und den Bedarf für weitere Fed-Zinserhöhungen reduzieren.
Der kurzfristig wichtigere Auslöser für den USDX bleibt jedoch der Arbeitsmarktbericht. Fallen die Daten solide aus, kann der Index trotz nachlassender Energie-Inflationssorgen gestützt bleiben.
Zentralbanken streuen Reserven stärker, weg vom Dollar
Eine Umfrage von OMFIF (Offizielles Forum für Geld- und Finanzinstitutionen) deutet auf eine schrittweise Verschiebung bei Währungsreserven in den nächsten 12 bis 24 Monaten hin.

Quelle: Bloomberg
Am stärksten soll der Euro-Anteil steigen, gefolgt von anderen Währungen und dem Renminbi (chinesische Währung, auch Yuan genannt). Der US-Dollar ist die einzige Währung mit geplantem Netto-Rückgang.
Das bedeutet keinen schnellen Ausstieg aus Dollar-Anlagen. Es zeigt eher, dass Zentralbanken ihre Reserven breiter aufstellen, weil geopolitische Risiken steigen und das internationale Geldsystem unsicherer wirkt.
Für Trader ist das eher ein langfristiger Trend als ein kurzfristiger Treiber für den USDX. Kurzfristig zählen stärker US-Daten, Fed-Erwartungen und Renditen von US-Staatsanleihen (Treasuries, also US-Regierungsanleihen).
Dollar-Dominanz nimmt nur langsam ab
Langfristige Daten zeigen: Der Dollar bleibt die wichtigste Reservewährung, sein Anteil sinkt aber schrittweise.

Quelle: Bloomberg
Der Dollar hat weiterhin mit großem Abstand den höchsten Anteil an den gemeldeten weltweiten Währungsreserven. Sein Anteil sinkt jedoch, weil Zentralbanken schrittweise den Euro und andere Währungen stärker gewichten.
Die Grafik spricht für langsame Streuung statt eines schnellen Verlusts der Dollar-Vormacht. Der Dollar bleibt wichtig, weil er sehr liquide ist (leicht und in großen Mengen handelbar), weil die Märkte tief sind (viele Käufer und Verkäufer) und weil er im Welthandel eine zentrale Rolle spielt.
Daten des IWF (Internationaler Währungsfonds) zeigen: Im vierten Quartal 2025 lag der Dollar-Anteil an den globalen Devisenreserven bei rund 56,8%, der Euro bei etwa 20,3% und der Renminbi bei rund 2%.
Wichtige Trading-Marken
| Marke | Worauf Trader achten |
|---|---|
| 102,00 | Größerer Widerstand bei anziehender Aufwärtsdynamik |
| 101,80 | Jüngstes Zwischenhoch und wichtiger Widerstand |
| 101,60 | Kurzfristiger Widerstand in der aktuellen Seitwärtsphase |
| 101,40 | Aktueller Bereich |
| 101,20 | Erste Unterstützung aus der jüngsten Kursentwicklung |
| 101,00 | Wichtige psychologische und charttechnische Unterstützung |
| 100,80 | Früherer Ausbruchsbereich und zweite Unterstützung |
| 100,50 | Weitere Unterstützung bei stärkerem Rücksetzer |
| 100,00 | Große psychologische Unterstützung |
USDX notiert nahe 101,4 und damit am oberen Rand der jüngsten Handelsspanne. Ein nachhaltiger Anstieg über 101,60 kann auf neues Kaufinteresse hindeuten. Ein klarer Ausbruch über 101,80 würde 102,00 in den Fokus rücken.
Auf der Unterseite ist 101,20 die erste wichtige Unterstützung. Ein Rutsch darunter könnte 101,00 ins Spiel bringen. Fällt der Index unter 101,00, könnte sich der Rücksetzer bis 100,80 oder 100,50 ausweiten.
Mögliche bullische und bearische Szenarien

| Szenario | Auslöser | Mögliche Marktreaktion |
| Bullisches Halten | Hält über 101,20 | Käufer testen eventuell 101,60 erneut |
| Erholungsschub | Ausbruch über 101,60 | DXY könnte 101,80 erneut ansteuern |
| Bullischer Ausbruch | Ausbruch über 101,80 | Schwung könnte bis 102,00 reichen |
| Bearischer Rücksetzer | Fällt unter 101,20 | Verkäufer zielen möglicherweise auf 101,00 |
| Tiefere Korrektur | Bruch unter 101,00 | DXY könnte Richtung 100,80 oder 100,50 nachgeben |
Das bullische Bild hängt davon ab, dass DXY über 101,20 bleibt und sich Richtung 101,60 erholt. Das würde zeigen, dass Käufer die jüngste Aufwärtsbewegung verteidigen.
Ein stärkeres Signal wäre ein bestätigter Anstieg über 101,80. Ein Ausbruch über das letzte Hoch rückt 102,00 in den Fokus und würde zeigen, dass Erwartungen an straffere Fed-Politik (also höhere Zinsen) den Index weiter stützen.
Das bearische Szenario gewinnt an Gewicht, wenn USDX unter 101,20 fällt. Das wäre ein Hinweis, dass die Seitwärtsphase in einen größeren Rücksetzer übergeht – mit Risiko für 101,00.
Ein weiterer Rückgang unter 101,00 könnte 100,80 und 100,50 freilegen. Trader achten zudem darauf, ob der Verkaufsdruck beim Bruch zunimmt – das wäre eine stärkere Bestätigung für einen Stimmungswechsel nach unten.
Haftungsausschluss
Die genannten Kursmarken und Szenarien spiegeln die Einschätzung des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider und sind keine Anlageberatung und keine offizielle Empfehlung von VT Markets. Bitte eigene Analyse durchführen und Risiken sorgfältig steuern.
USDX als CFD bei VT Markets handeln
Der US-Dollar steht oft im Fokus, wenn die Fed unsicher wirkt, wichtige Jobdaten anstehen, Energiepreise schwanken oder geopolitische Risiken zunehmen.
Bei VT Markets können Trader Devisen-CFDs handeln sowie Gold, Öl, Indizes, Aktien, ETFs (börsengehandelte Fonds, also Fonds wie eine Aktie an der Börse) und weitere CFD-Märkte über eine Plattform.
VT Markets bietet Werkzeuge, um Kursbewegungen zu verfolgen, wichtige Marken zu erkennen und schnell zu reagieren. Ob der Dollar nach den Jobdaten steigt oder bei sinkenden Zinserwartungen nachgibt: Trader können die Bewegung mit Chart-Tools und flexiblen Kontomodellen verfolgen.
Jetzt Indizes bei VT Markets handeln.
Warum USDX als CFD handeln?
CFDs (Differenzkontrakte, ein Produkt, das Kursbewegungen abbildet) ermöglichen Positionen auf steigende und fallende Märkte, ohne den Basiswert zu besitzen.
Das kann bei hoher makroökonomischer Unruhe hilfreich sein, wenn Jobdaten, Fed-Aussagen, Ölpreise und geopolitische Ereignisse Währungen kurzfristig bewegen.
Bei VT Markets können Trader Devisen und andere große Anlageklassen über ein Konto handeln und Chancen über verschiedene Märkte hinweg leichter beobachten.
Worauf es als Nächstes ankommt
Der Arbeitsmarktbericht für Juni ist der nächste wichtige Auslöser. Starke Daten könnten Erwartungen an eine straffere Fed-Politik stützen und den Dollar stärken. Schwache Daten könnten die Zinserwartungen senken und DXY unter Druck setzen.
Wichtig bleiben auch Lohnwachstum, Arbeitslosenquote, Fed-Kommentare, Renditen von US-Staatsanleihen und Ölpreise. Diese Faktoren entscheiden mit, ob der Dollar über Widerstände ausbricht oder aus der aktuellen Spanne zurückfällt.
Die breitere Streuung der Reserven ist ein langfristiges Thema. Der Dollar dominiert weiterhin, doch Umfragen zeigen, dass einige Institutionen den Anteil anderer Währungen und Anlagen langsam erhöhen.
Der Bereich 101,20 bis 101,80 bleibt kurzfristig zentral. Ein Ausbruch über 101,80 würde das Erholungsbild stärken, ein Rückgang unter 101,20 den Blick auf 101,00 und 100,50 lenken.
Häufig gestellte Fragen
Warum hält sich der Dollar nahe 101,4?
Der Dollar bleibt nahe 101,4, weil die Märkte auf den Arbeitsmarktbericht für Juni warten und zugleich weiterhin eine relevante Chance für eine Fed-Zinsanhebung im September einpreisen.
Warum ist der Arbeitsmarktbericht für DXY wichtig?
Der Bericht zeigt, wie stark der Arbeitsmarkt ist. Starke Jobdaten können Erwartungen an höhere Zinsen stützen, schwache Daten sprechen eher gegen weitere Zinsschritte.
Wie wirkt die Straße von Hormus auf den Dollar?
Die Straße von Hormus beeinflusst Öllieferungen und damit Energiepreise. Steigende Liefermengen können Rohöl verbilligen, Inflationssorgen dämpfen und den Druck auf die Fed verringern, die Zinsen weiter anzuheben.
Warum senken Zentralbanken den Dollar-Anteil in den Reserven?
Zentralbanken wollen ihre Reserven breiter streuen, weil geopolitische Risiken steigen und das internationale Währungssystem stärker zerfällt. Der Dollar bleibt zwar führend, doch einige Institutionen erhöhen Anteile an Euro, Renminbi, Gold und anderen Anlagen.
Welche DXY-Marken sind wichtig?
Wichtig sind 101,20 als kurzfristige Unterstützung und 101,80 als Widerstand. Ein Ausbruch über 101,80 kann die Erholung stützen, ein Fall unter 101,20 die Struktur schwächen.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.