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Gold stabilisiert sich nahe 4.360 US-Dollar, da Öl nachgibt, Renditen sinken und Fed-Straffungsrisiken Rallys begrenzen

by VT Markets
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Sep 18, 2026

Gold notierte am Freitag nahe 4.360 US-Dollar je Unze, nachdem es in der vorherigen Sitzung um fast 2% zugelegt hatte. Rückenwind kam von einem Rückgang der Ölpreise, der Inflationssorgen dämpfte und die Renditen von US-Staatsanleihen nach unten zog. Rohöl fiel den dritten Tag in Folge, da Saudi-Arabien daran arbeitet, die Lieferströme durch die Ost-West-Pipeline wiederherzustellen; zugleich richtet sich der Blick auf Donald Trumps Treffen mit Golf-Staatschefs in der kommenden Woche. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sank auf 4,93%, nachdem sie zuvor in der Woche kurzzeitig über 5% gestiegen war, was Gold kurzfristig stützte.

Zinserwartungen bleiben jedoch ein Gegenwind, nachdem die US-Notenbank (Fed) ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren beschlossen und signalisiert hat, dass zur Eindämmung der Inflation weitere Straffungen nötig sein könnten; die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von rund 53% für einen weiteren Schritt bereits im Oktober ein. Im H4-Chart von XAU/USD bildete sich eine Konsolidierung um 4.304, gefolgt von einem Rückgang auf 4.234 und einer Erholung auf 4.381; nun entwickelt sich erneut eine Abwärtsbewegung in Richtung 4.333, ein Bruch könnte die Verluste bis 4.215 ausweiten. Im H1-Zeitrahmen durchbrach der Kurs 4.305 nach oben, erreichte 4.335, testete 4.305 erneut, konsolidierte und stieg dann bis 4.381, während MACD- und Stochastik-Signale auf kurzfristig abwärtsgerichtetes Momentum hindeuten.

Kurzfristige bearishe Signale für Gold und technische Kursziele

Wir empfehlen Derivatehändlern, sich in den kommenden Wochen auf eine Abwärtsdrehung der Goldpreise einzustellen, da die jüngste Rally nahe 4.360 US-Dollar Ermüdungserscheinungen zeigt. Zwar haben fallende Ölpreise und niedrigere Renditen zehnjähriger US-Treasuries bei 4,93% vorübergehend für Entlastung gesorgt, doch das übergeordnete makroökonomische Umfeld bleibt für nicht rentierliche Anlagen schwierig. Historisch gilt: Verharren die Realrenditen nahe der 5%-Marke auf erhöhtem Niveau, stößt Gold auf erheblichen Aufwärtswiderstand, da Kapital in höher verzinste Schuldpapiere umgeschichtet wird.

Wir empfehlen, die Unterstützungszone bei 4.333 US-Dollar in den kurzfristigen Charts eng zu beobachten, da ein klarer Bruch darunter die bearishe Dynamik wahrscheinlich beschleunigt. Unsere technischen Indikatoren, darunter MACD und Stochastik-Oszillator, signalisieren, dass die korrigierende Aufwärtsbewegung bis 4.381 US-Dollar abgeschlossen ist und auf einen tieferen Rücksetzer bis 4.215 US-Dollar verweist. Derivatehändler könnten Put-Optionen oder Short-Positionen in Futures nutzen, um von dem erwarteten Rückgang zu profitieren.

Makrorisiken: Fed-Politik, Ölpreisdynamik und Gold-Ausblick

Zudem ist die vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit von 53% für eine weitere Fed-Zinserhöhung bereits im kommenden Monat zu berücksichtigen. Phasen hoher Zinsen setzen Gold historisch unter Druck; Daten zeigen, dass frühere Fed-Straffungszyklen die Goldgewinne in den Monaten unmittelbar nach Zinserhöhungen im Durchschnitt um 4% bis 6% begrenzten. Diese restriktive Perspektive macht kurzfristige Kursspitzen eher zu attraktiven Einstiegsniveaus für Verkäufer als für Käufer.

Wir sollten Donald Trumps anstehendes Treffen mit Golf-Staatschefs sowie die Fortschritte Saudi-Arabiens bei der Pipeline zügig beobachten, da beides die Energiepreise weiter nach unten drücken könnte. Niedrigere Energiekosten dämpfen zwar kurzfristig Inflationsängste, verringern jedoch zugleich die Attraktivität von Gold als klassischer Inflationsschutz. Dieser doppelte Druck aus steigenden Zinserwartungen und nachlassender Inflationsabsicherung untermauert unseren kurzfristig negativen Ausblick für das Edelmetall.

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