Der US-Dollar schloss den Donnerstag schwächer. Der US-Dollar-Index (DXY) pendelte knapp über 100,00, nachdem er zuvor in der Woche ein Sieben-Wochen-Hoch markiert hatte. Nach der Zinsanhebung der US-Notenbank am Mittwoch – der ersten seit 2023 – ging der Markt in eine Seitwärtsphase über; der anfängliche Rückenwind für den Greenback verpuffte, als die Energiepreise nachgaben und Präsident Donald Trump seine Forderungen nach deutlich niedrigeren Zinsen erneuerte. Der Fokus richtet sich nun auf die Termine am Freitag, angeführt von der Bank of Japan (BoJ). Eine wieder freundlichere Risikostimmung zeigte sich in einer kräftigen Goldrally und einem stabileren Ton bei Aktien.
Bei den Hauptwährungspaaren hielt EUR/USD auf dem schwächeren Dollar moderate Gewinne im oberen Bereich von 1,1400, während GBP/USD nach dem vorsichtigen Abwarten der Bank of England in der Mitte der 1,3300er verharrte. USD/JPY driftete in Richtung 156,00, da sich Händler für eine weithin erwartete BoJ-Zinserhöhung positionierten, und AUD/USD setzte seine Erholung in den unteren Bereich von 0,7100 fort. Gold sprang über 4.350 US-Dollar je Feinunze und verlängerte damit seinen Lauf, während WTI über 100,00 US-Dollar blieb und sich nach einem Rücksetzer stabilisierte.
US-Dollar, Gold und Trades rund um die großen Notenbanken
Wir sind der Ansicht, dass sich Derivatehändler in den kommenden Wochen auf einen stärkeren US-Dollar ausrichten sollten – trotz des vorübergehenden Rückfalls in Richtung 100,00. Da die Federal Reserve ihre erste Zinserhöhung seit 2023 eingeleitet und weitere Straffung signalisiert hat, bieten Call-Optionen auf den Dollar-Index (DXY) ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Historisch stützen die frühen Phasen eines Fed-Zinserhöhungszyklus den Greenback, insbesondere weil die US-Zinsen im Vergleich zu den meisten internationalen Pendants weiterhin höher sind.
Die explosive Goldrally über 4.350 US-Dollar je Unze zeigt bislang keine Anzeichen einer Abschwächung – getrieben von einem mehrjährigen Trend kräftiger Käufe durch Zentralbanken, die regelmäßig mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr überstiegen. Wir empfehlen Bull-Call-Spreads auf Gold-Futures, um weiteres Aufwärtsmomentum mitzunehmen und gleichzeitig die Prämienkosten niedrig zu halten. Dieser historische Anstieg wird maßgeblich von anhaltenden globalen Inflationssorgen und einer strukturellen Verschiebung hin zu physischen Safe-Haven-Assets getragen.
Da die Bank of Japan vor einer Zinserhöhung steht, sehen wir eine gute Chance, USD/JPY-Put-Optionen zu kaufen, mit Zielrichtung einer Bewegung unter 154,00. Ein hawkisher Kurswechsel der japanischen Notenbank löst typischerweise eine rasche Auflösung des Yen-Carry-Trades aus, was den Yen innerhalb weniger Wochen um 3% bis 5% stärken kann. Damit ist ein Short in USD/JPY ein überzeugender taktischer Trade für volatilitätsbasierte Derivate-Strategien.
Strategien und Ausblick für den Energiemarkt
Dass West Texas Intermediate (WTI) sich stabil über 100 US-Dollar je Barrel hält, spricht für eine Phase der Konsolidierung auf hohem Preisniveau – damit sind prämienverkaufende Strategien wie Iron Condors besonders effektiv. Die globale Ölnachfrage bleibt mit rund 103 Millionen Barrel pro Tag robust, während OPEC+-Angebotsbeschränkungen den Energiepreisen einen soliden Boden geben. Wir erwarten kurzfristig Schwankungen von WTI innerhalb einer klar definierten Handelsspanne, sodass Optionsverkäufer von einem schnellen Zeitwertverfall profitieren können.
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