Das Pfund Sterling weitete am Donnerstag seine Verluste aus, nachdem die Bank of England (BoE) die Zinsen nach einer 6:3-Abstimmung unverändert bei 3,75% belassen hatte, zugleich aber weiterhin Spielraum für eine spätere Anhebung signalisierte. Der Schritt folgte einen Tag auf die Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) und bremste den vorherigen Anstieg von GBP/USD. Zuletzt wurde das Währungspaar bei 1,3381 gehandelt, ein Minus von mehr als 0,23%.
Zuvor in der Sitzung notierte GBP/USD nach Abgabe der anfänglichen Gewinne um 1,3375; ein weiteres Update verortete das Paar im frühen Europahandel nahe 1,3378. Die Kursentwicklung galt unterhalb von 1,3400 als anfällig, da der US-Dollar im Nachgang der Fed-Entscheidung zulegen konnte, während die BoE-Pause den Abwärtsdruck für den Tag zusätzlich verstärkte.
Derivate-Handelsstrategien in einem Umfeld divergierender Notenbankpolitiken
Wir raten Derivatehändlern, sich in den kommenden Wochen auf anhaltenden Abwärtsdruck bei GBP/USD einzustellen. Die Entscheidung der Bank of England, die Zinsen bei 3,75% zu belassen, während die Federal Reserve die Zinsen anhebt, vergrößert den Zinsabstand – ein klarer Vorteil für den US-Dollar. Studien zu historischen Politikdivergenzen zeigen, dass GBP/USD im Monat nach derart gegensätzlichen Notenbankentscheidungen im Schnitt um 1,8% nachgibt.
Um von diesem Trend zu profitieren, empfehlen wir den Kauf kurzfristiger Put-Optionen mit Ausübungspreisen, die auf das Niveau 1,3300 abzielen. Nach einer gespaltenen 6:3-Entscheidung der Notenbank steigt die kurzfristige implizite Volatilität des Pfund Sterling typischerweise um mehr als 10%, was Strategien mit Prämienkauf besonders attraktiv macht. Händler können zudem Bear-Put-Spreads aufsetzen, um die Kosten dieser Kontrakte zu begrenzen und sich zugleich gegen plötzliche Marktumkehrungen abzusichern.
Marktausblick und Risikomanagement
Frühere Marktzyklen deuten darauf hin, dass das Paar, sobald es unter die zentrale Unterstützung bei 1,3400 fällt, häufig innerhalb von zwei bis drei Wochen weiter nach unten driftet und das Niveau 1,3250 testet. Zudem sollten wir die anstehenden Konjunkturdaten im Blick behalten, da weitere Schwächesignale der britischen Wirtschaft diesen Rückgang voraussichtlich beschleunigen würden. Das Halten von Short-Futures-Positionen mit Stop-Loss knapp oberhalb von 1,3420 bietet in den kommenden Wochen ein sehr attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
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