EUR/USD rutschte unter das Wochentief der Vorwoche bei 1,1591 bis auf 1,1568 ab und erholte sich anschließend zügig, um nahe 1,1598 zu schließen – ein Tagesminus von 0,10%. Die Kursentwicklung deutet darauf hin, dass sich das Abwärtsmomentum nicht wesentlich verstärkt hat, auch wenn das Paar die wichtige Unterstützung bei 1,1565 testen könnte; ein klarer Bruch gilt weiterhin als eher unwahrscheinlich. Auf der Oberseite liegt der Widerstand bei 1,1605, mit einem weiteren Deckel bei 1,1620.
Auf Sicht von 1 bis 3 Wochen war das Paar nach einem Spotstand von 1,1625 am 07. Sep in einer engeren Spanne von 1,1585–1,1670 verortet; am 11. Sep lag es bei 1,1610. Ein Schlusskurs unter 1,1585 würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass 1,1565 fällt; das nächste Abwärtsniveau unterhalb von 1,1565 liegt bei 1,1535. Auf der Oberseite wurde die frühere Marke „starker Widerstand“ von 1,1645 auf 1,1635 nach unten revidiert.
Intraday-Strategie und unmittelbare Marken
Wir beobachten EUR/USD derzeit aufmerksam, da das Paar nach dem Test eines Tiefs bei 1,1568 nahe 1,1598 pendelt. Intraday-Trader sollten sich auf einen erneuten Test der zentralen Unterstützung bei 1,1565 einstellen, auch wenn ein sauberer Durchbruch unter diese Marke vorerst weiterhin als unwahrscheinlich gilt. Wir empfehlen, enge Stop-Loss-Marken um diese Unterstützungszone zu setzen und dabei die unmittelbaren Widerstände bei 1,1605 und 1,1620 ins Visier zu nehmen.
Fundamentaler Kontext und Ausblick über mehrere Wochen
Das begrenzte Abwärtsmomentum passt zu den jüngsten Konjunkturdaten, darunter das schleppende BIP-Wachstum der Eurozone von lediglich 0,3% sowie eine nachlassende Inflation von 2,2%. Historisch neigt EUR/USD in Phasen stagnierenden Wachstums der Eurozone bei gleichzeitigen Erwartungen von Zinssenkungen der Notenbank eher zu engen, tendenziell schwächeren Handelsspannen als zu abrupten Einbrüchen. Derivatehändler können dieses Umfeld niedriger Volatilität mit seitwärts ausgerichteten Optionsstrategien wie Iron Condors nutzen.
In den kommenden ein bis drei Wochen gilt es, die täglichen Schlusskurse im Blick zu behalten – insbesondere einen Schlusskurs unter 1,1585. Schließt der Euro unterhalb dieser Schwelle, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Bruchs der Unterstützung bei 1,1565 deutlich, wodurch das nächste Ziel bei 1,1535 in den Fokus rückt. Umgekehrt dürften Erholungen nach oben in der Nähe des starken Widerstands bei 1,1635 auslaufen, was Short-Positionierungen in der Nähe dieser Decke besonders attraktiv macht.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.