USD/JPY erholt sich dank höherer US-Renditen – Märkte warten auf US-VPI als nächsten Zinshinweis

by VT Markets
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Sep 11, 2026

USD/JPY hat sich erholt, nachdem festere Renditen bei US-Staatsanleihen nach den US-Erzeugerpreisen (PPI) und eine breitere USD-Erholung das Währungspaar stützten. Gleichzeitig trieben höhere Ölpreise die Inflationssorgen und verschlechterten die Terms of Trade Japans weiter, was den Yen zusätzlich belastete. Im Fokus steht nun der US-Verbraucherpreisindex (CPI): Eine positive Überraschung – insbesondere bei der Kerninflation – dürfte die Renditen weiter nach oben treiben und die Erholung am Laufen halten. Eine schwächere Teuerung hingegen könnte die jüngste Neubewertung am Zinsmarkt wieder zurückdrehen und eine Yen-Erholung unterstützen. Die kurzfristige Tendenz bleibt damit klar an den US-Zinskanal gekoppelt, auch wenn Erwartungen einer weiteren Normalisierung durch die Bank of Japan (BoJ) nachhaltiges Aufwärtspotenzial begrenzen könnten.

Im Chartbild ging der Erholung ein Dragonfly-Doji nahe 154,25 voraus. Der bearish geprägte Momentum-Zustand wird jedoch weiterhin als intakt beschrieben, mit Anzeichen einer Abschwächung, nachdem der RSI aus überverkauften Bereichen nach oben gedreht hat. Auf MACD und RSI bildet sich eine vorsichtige bullische Divergenz, eine Bestätigung steht aber noch aus. Wichtige Widerstände liegen bei 155 – in Deckung mit dem 23,6%-Fibonacci-Retracement der Bewegung vom 2026er Tief zum Hoch – sowie bei 156,70 (38,2%). Unterstützungen werden bei 153 und bei 152,20, dem 2026er Tief, verortet.

Volatilitätstreiber und makroökonomischer Gegenwind

Wir raten Derivatehändlern, sich in den kommenden Wochen auf erhöhte Volatilität im USD/JPY einzustellen, da die Renditen von US-Staatsanleihen anziehen. Bei einer Rendite der 10-jährigen US-Treasuries nahe 4,2% und steigenden globalen Ölpreisen gerät der japanische Yen erneut unter Druck. Diese makroökonomischen Treiber sollten eng beobachtet werden, da sie Japans Terms of Trade belasten und den Yen schwächen.

Zur Positionierung empfehlen wir kurzfristige Options-Straddles im Vorfeld der anstehenden US-CPI-Veröffentlichung. Ein Kerninflationswert oberhalb der Markterwartung von 2,9% könnte USD/JPY rasch über den Widerstand bei 155,00 treiben. Umgekehrt dürfte ein weicherer Inflationswert eine schnelle Glattstellung von Long-USD-Positionen auslösen und das Paar in Richtung zentraler Unterstützungszonen drücken.

Technische Signale und Risikomanagement

Auf den MACD- und RSI-Charts zeigen sich erste Hinweise auf eine bullische Divergenz, was darauf hindeutet, dass die jüngste Yen-Erholung an Dynamik verliert. Händler sollten ihren Leverage rund um die unmittelbare Unterstützungszone bei 152,20 – dem Tief für 2026 – sorgfältig steuern. Bricht dieses Niveau, wäre ein schneller Rutsch in Richtung 150,00 denkbar, insbesondere falls die Bank of Japan weitere Zinserhöhungen signalisiert.

Die Zinserhöhungen der BoJ bleiben ein wichtiges Gegengewicht; der Leitzins liegt inzwischen bei 0,25%. Historisch hat sich der Yen um 3% bis 5% gegenüber dem Dollar erholt, wenn sich der Renditeabstand zwischen den USA und Japan um lediglich 50 Basispunkte verengt. Wir halten enge Stop-Loss-Marken oder den Einsatz von Barrier-Optionen für den sichersten Ansatz, um diese abrupten Politikschwenks zu handeln.

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