
Kernaussagen
- USD/JPY fiel in die Spanne 153,500–154,000, weil die Erwartung einer BOJ-Zinserhöhung um 25 Basispunkte (0,25 Prozentpunkte) den Yen stützte.
- Das japanische BIP-Wachstum (Bruttoinlandsprodukt, wichtigste Kennzahl für die Wirtschaftsleistung) für Q2 wurde auf annualisiert 1,4% nach oben revidiert. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte der BOJ.
- Höhere japanische Renditen (Marktzinsen für Anleihen) belasten Carry Trades (Strategie: in einer Währung mit niedrigen Zinsen wie dem Yen finanzieren und in höher verzinste Anlagen wechseln), weil das Halten von Yen-Short-Positionen teurer wird.
- Die anstehenden US-Verbraucherpreisdaten (CPI) (Inflationsmessung anhand eines Warenkorbs) bleiben der wichtigste Impuls für USD/JPY: Höhere Inflation stützt tendenziell den Dollar, niedrigere Inflation eher den Yen.
Marktbewegung
USD/JPY gab nach, nachdem das Paar oberhalb von 154,000 keine Dynamik halten konnte. In der jüngsten Sitzung fiel es in Richtung 153,500.
USD/JPY rutschte unter den kurzfristigen 9-Perioden-Gleitenden Durchschnitt (Durchschnittskurs der letzten 9 Zeitabschnitte, dient als Trendfilter). Das spricht für nachlassendes Momentum. Nach Handel um 153,700–153,800 setzte erneut Verkaufsdruck ein, bis nahe des Sitzungstiefs bei 153,528.
Warum der Markt auf USD/JPY schaut
USD/JPY steht im Fokus, weil sich die Zinserwartungen in den USA und Japan verschieben.
Die Erwartung einer BOJ-Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 1,25% bei der Sitzung am 17.–18. September hat zugenommen. Zudem wurde das Wachstum des BIP für Q2 auf annualisiert 1,4% von 1,1% angehoben, gestützt durch höhere Unternehmensinvestitionen.
Höhere japanische Renditen verringern die Attraktivität von Yen-finanzierten Carry Trades (Finanzierung in Yen, Anlage in höher verzinsten Märkten). Das stützt den Yen und erhöht den Abwärtsdruck auf USD/JPY.
Gleichzeitig reagiert der US-Dollar stark auf die anstehenden US-CPI-Daten (Inflation). Sie können die Erwartung zur Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen. Höhere Inflation könnte USD/JPY stützen, niedrigere Inflation den Druck auf das Paar erhöhen.
Wichtige Kursmarken
| Szenario | Wichtige Marke |
| Widerstand | 154 |
| Kurzfristiger Widerstand | 154,300–154,400 |
| Aktueller Preisbereich | 153,500–153,600 |
| Unterstützung | 153,5 |
| Weitere Unterstützung | 153 |
USD/JPY testet die Unterstützung bei 153,500, nachdem das Paar über 154,000 nicht gehalten hat. Beide Marken sind kurzfristig entscheidend.
Ein Bruch unter 153,500 kann weiteren Verkaufsdruck signalisieren und den Blick auf 153,000 lenken. Eine Erholung über 154,000 würde auf mehr Käuferinteresse hindeuten. Im Bereich 154,300–154,400 (Widerstandszone: Bereich, in dem Verkäufe oft zunehmen) kann erneut Angebot auftauchen.
Bullische und bärische Setups

| Szenario | Worauf zu achten ist |
| Bullisch USD/JPY | USD/JPY stabilisiert sich über 153,500 und erholt sich in Richtung 154,000. Ein Ausbruch über 154,400 könnte neue Käufe signalisieren. |
| Bärisch USD/JPY | USD/JPY bleibt unter 154,000 und fällt unter 153,500. Das kann den Weg in Richtung 153,000 und tiefer öffnen. |
Der kurzfristige Ausblick hängt davon ab, ob USD/JPY die Unterstützung bei 153,500 verteidigt oder über 154,000 wieder an Fahrt gewinnt.
Für ein bullisches Bild müsste USD/JPY über 153,500 bleiben und wieder über 154,000 steigen. Dann rückt 154,300–154,400 in den Fokus.
Bärisch bleibt das Setup, wenn das Paar unter 154,000 bleibt und unter 153,500 fällt. Dann könnten sich die Verluste Richtung 153,000 ausweiten, falls der Yen weiter anzieht.
Haftungsausschluss
Die genannten Kursmarken und Szenarien spiegeln die Einschätzung des Autors zum Zeitpunkt der Erstellung wider. Sie sind keine Finanzberatung und keine offizielle Empfehlung von VT Markets. Bitte eigene Analyse durchführen und das Risiko begrenzen.
USD/JPY-Prognose: Wie geht es weiter?
Die Richtung von USD/JPY dürfte vor allem von den kommenden US-Inflationsdaten und den Erwartungen an weitere BOJ-Zinsschritte abhängen.
Steigen die Erwartungen an eine BOJ-Zinserhöhung im September weiter, können höhere japanische Renditen und das Zurückfahren von Carry Trades (Schließen von Positionen, die auf niedrige Yen-Zinsen setzen) USD/JPY unter Druck halten. Ein nachhaltiger Bruch unter 153,500 würde das bärische Bild festigen und eine Bewegung Richtung 153,000 wahrscheinlicher machen.
Umgekehrt könnten stärkere US-CPI-Daten USD/JPY stützen, weil sie Zinssenkungen der US-Notenbank später wahrscheinlicher machen. Dann wäre eine Erholung Richtung 154,000–154,400 möglich.
Bis neue Daten eine klare Richtung liefern, bleiben 153,500 als Unterstützung und 154,000 als Widerstand die wichtigsten kurzfristigen Marken.
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FAQ
Warum fällt USD/JPY unter 154,000?
USD/JPY steht unter Druck, weil die Erwartung einer BOJ-Zinserhöhung den Yen stützt. Steigende japanische Renditen und das Auflösen von Carry Trades (Rückkauf von Yen und Schließen dieser Finanzierungspositionen) erhöhen die Yen-Nachfrage.
Wie wirkt sich eine BOJ-Zinserhöhung auf USD/JPY aus?
Eine BOJ-Zinserhöhung kann den Yen stützen, weil die Zinsen in Japan steigen und der Zinsabstand zu den USA kleiner wird. Das kann USD/JPY belasten.
Welche US-Daten könnten USD/JPY als Nächstes bewegen?
Der nächste große Impuls ist der US-CPI (Inflation). Höhere Inflation kann den US-Dollar stützen, niedrigere Inflation erhöht eher den Druck auf USD/JPY.
Welche Marken sind bei USD/JPY wichtig?
Im Blick sind 153,500 als kurzfristige Unterstützung und 154,000 als zentraler Widerstand. Ein Ausbruch über oder unter diese Marken kann die nächste Richtung anzeigen.
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