So berechnen Sie die Handelskosten in der VT Markets App

by VT Markets
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Sep 3, 2026

Kernaussagen

  • Handelskosten können den Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs), Provisionen sowie Swap- bzw. Rollover-Gebühren (Übernachtfinanzierung) umfassen.
  • Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kaufkurs (Ask) und dem Verkaufskurs (Bid) eines Finanzinstruments.
  • Provisionen können je nach Kontomodell oder Produkt anfallen, abhängig von den jeweiligen Handelsbedingungen.
  • Swap-Gebühren können anfallen, wenn eine Position über Nacht gehalten wird – außer bei swapfreien Konten oder swapfreien Produkten.
  • In der VT-Markets-App lassen sich wichtige Details zu Handelskosten vor dem Platzieren oder Verwalten eines Trades einsehen.


Was sind Handelskosten?

Handelskosten sind Gebühren oder Kursdifferenzen, die beim Öffnen, Halten oder Schließen einer Position entstehen können. Sie beeinflussen den Gewinn oder Verlust, besonders bei häufigem Handel oder wenn Positionen über Nacht offen bleiben.

In der VT-Markets-App gehören dazu typischerweise Spread, Provision und Swap (Übernachtfinanzierung). Die tatsächlichen Kosten hängen u. a. vom gehandelten Instrument, dem Kontomodell, der Marktlage (zum Beispiel hoher oder niedriger Handel), der Positionsgröße und der Haltedauer ab.

Wer diese Kosten kennt, kann Einstiege besser planen, Risiken steuern und erwartete Ergebnisse realistischer berechnen.

1. Spread-Kosten

Der Spread ist die Differenz zwischen Bid und Ask.

Der Bid (Verkaufskurs) ist der Kurs, zu dem Sie verkaufen können. Der Ask (Kaufkurs) ist der Kurs, zu dem Sie kaufen können. Da Sie meist zum Ask kaufen und zum Bid verkaufen, ist die Differenz (der Spread) ein Teil der Handelskosten.

Grundformel:

Spread = Kaufkurs – Verkaufskurs

In der VT-Markets-App ist der Sell-Preis der Kurs zum Eröffnen einer Short-Position (Verkauf), der Buy-Preis der Kurs zum Eröffnen einer Long-Position (Kauf). Die Differenz ist der Spread.

Im Devisenhandel (Forex) wird der Spread häufig in Pips angezeigt. Ein Pip ist eine standardisierte sehr kleine Kursänderung (meist die vierte Nachkommastelle, bei JPY-Paaren oft die zweite). Bei Indizes, Rohstoffen, Kryptowährungen und anderen CFDs (Differenzkontrakten, also Derivaten, die Kursbewegungen abbilden, ohne dass der Basiswert geliefert wird) kann der Spread in Punkten oder Kurseinheiten erscheinen.

Beispiel

Wenn BTCUSD zeigt:

  • Sell-Preis: 61.670,49
  • Buy-Preis: 61.687,45

Dann ist der Spread:

61.687,45 – 61.670,49 = 16,96

Das bedeutet: Der BTCUSD-Spread beträgt 16,96 Kurseinheiten.

In der App kann das auch als 1.696 Punkte zwischen Sell und Buy angezeigt werden. Da BTCUSD in diesem Beispiel zwei Nachkommastellen hat, entsprechen 1.696 Punkte einer Kursbewegung von 16,96.

Je nach Produkt zeigt die Plattform den Spread eher in Punkten als in Kurseinheiten. Wie viel ein Punkt ist, hängt vom Preisformat des jeweiligen Instruments ab.


So sehen Sie Handelskosten in der VT-Markets-App

Wichtige Angaben zu Handelskosten lassen sich in der VT-Markets-App vor dem Trade prüfen.

So sehen Sie den Spread

So prüfen Sie den Spread:

1. Öffnen Sie die VT-Markets-App.

2. Gehen Sie zur Markt- oder Produktliste.

3. Wählen Sie das gewünschte Instrument.

4. Prüfen Sie Bid- und Ask-Kurs auf dem Bildschirm.

5. Der Spread steht zwischen Sell- und Buy-Kurs.

Da sich Spreads während aktiver Handelszeiten ändern können, lohnt sich ein erneuter Blick vor der Orderbestätigung.


2. Provisionskosten

Eine Provision ist eine direkte Gebühr für das Öffnen oder Schließen eines Trades. Sie kann bei bestimmten Kontomodellen oder Produkten anfallen.

Einige Konten (zum Beispiel Standard STP) bündeln Kosten vor allem im Spread. STP bedeutet „Straight Through Processing“: Aufträge werden an Handelspartner weitergeleitet. Andere Konten (zum Beispiel Raw ECN) bieten oft engere („rohere“) Spreads, dafür fällt eine separate Provision an. ECN steht für „Electronic Communication Network“: ein elektronisches Netzwerk, das Kauf- und Verkaufsaufträge zusammenführt.

So berechnen Sie die Provision

Allgemeine Formel:

Gesamtprovision = Provision je Seite × Anzahl der Seiten × Anzahl der Lots

Ein kompletter Trade hat meist zwei Seiten:

  • Eröffnung
  • Schließung

Beispiel

Wenn die Provision 3 USD je Lot und je Seite beträgt und Sie 1 Lot handeln, ergibt sich:

3 USD × 2 Seiten × 1 Lot = 6 USD

Bei 2 Lots:

3 USD × 2 Seiten × 2 Lots = 12 USD

So sehen Sie Provisionsdetails in der VT-Markets-App

So prüfen Sie die Provision:

1. Öffnen Sie die VT-Markets-App.

2. Wählen Sie das Instrument, zum Beispiel: USDJPY

3. Öffnen Sie den Bereich Produktdetails/Spezifikationen.

4. Prüfen Sie die Provisionsangaben, falls für dieses Produkt relevant.

5. Achten Sie darauf, ob die Kosten je Lot, je Seite oder als „Round Turn“ angegeben sind. Round Turn bedeutet: Provision für Eröffnung und Schließung zusammen.

Die Provision unterscheidet sich je nach Konto und Produkt. Prüfen Sie das vor der Positionseröffnung, besonders beim Vergleich von Kontomodellen.


3. Swap- oder Rollover-Kosten

Swap (auch Rollover) ist eine Belastung oder Gutschrift, wenn eine Position über Nacht offen bleibt. Gemeint ist die Übernachtfinanzierung.

Swap-Sätze hängen u. a. von Zinsunterschieden, Produkttyp, Marktlage und davon ab, ob die Position long (Kauf/auf steigende Kurse) oder short (Verkauf/auf fallende Kurse) ist. Ein Swap kann daher Kosten verursachen oder eine Gutschrift bringen.

Wann Swap anfällt

Swap kann anfallen, wenn die Position nach dem Rollover-Zeitpunkt des Marktes noch offen ist. Wird vorher geschlossen, fällt meist kein Swap an.

Bei Haltedauern von mehr als einem Tag wird Swap wichtiger. Das betrifft besonders Swing-Trader (halten Positionen meist mehrere Tage) und Positionstrader (halten Positionen oft länger).

So berechnen Sie den Swap

Allgemeine Formel:

Swap-Kosten = Swap-Satz × Positionsgröße × Anzahl der Nächte

Die genaue Berechnung kann je nach Produkt, Kontraktgröße und Kontomodell abweichen. Prüfen Sie die Swap-Angaben in der App, bevor Sie eine Position über Nacht halten.

Beispiel

Wenn die Übernachtkosten 5 USD pro Nacht betragen und Sie drei Nächte halten:

5 USD × 3 Nächte = 15 USD

Über Wochenende oder Feiertage kann es je nach Produkt zu zusätzlichen Rollover-Anpassungen kommen (oft wird dann ein Mehrfach-Swap berechnet).

So sehen Sie Swap-Details

So prüfen Sie Swap-Informationen:

1. Öffnen Sie die VT-Markets-App.

2. Wählen Sie das Instrument.

3. Tippen Sie auf den Tab Info.

4. Suchen Sie nach den Angaben für Swap long und Swap short.

Im Beispiel:

  • Swap long gilt für Kaufpositionen (Long), die über Nacht gehalten werden. Hier: -78,75 Punkte – das bedeutet voraussichtlich Kosten.
  • Swap short gilt für Verkaufspositionen (Short), die über Nacht gehalten werden. Hier: 27,09 Punkte – das bedeutet voraussichtlich eine Gutschrift.
  • 3-day swap zeigt den Tag mit dreifachem Swap (oft zur Abbildung von Wochenendtagen). Hier wird er am Mittwoch berechnet.


So berechnen Sie die gesamten Handelskosten

Die gesamten Handelskosten hängen vom Kontomodell ab und davon, ob Sie über Nacht halten.

Standard-STP-Konto

Beim Standard-STP-Konto sind die Hauptkosten meist Spread und gegebenenfalls Swap.

Gesamte Handelskosten = Spread-Kosten + Swap

Beispiel

Ein Trader eröffnet 0,01 Lot XAUUSD (Gold gegen US-Dollar) mit folgenden Kosten (Beispielwerte):

  • Spread-Kosten: 0,17 USD
  • Übernacht-Swap: 0,10 USD

Gesamtkosten:

0,17 USD + 0,10 USD = 0,27 USD


Raw-ECN-Konto

Beim Raw-ECN-Konto zahlen Trader typischerweise den engen Spread, zusätzlich eine Provision und gegebenenfalls Swap.

Gesamte Handelskosten = Spread-Kosten + Provision + Swap

Beispiel

Ein Trader eröffnet 0,01 Lot XAUUSD mit folgenden Kosten:

  • Spread-Kosten: 0,08 USD
  • Provision: 0,06 USD
  • Übernacht-Swap: 0,10 USD

Gesamtkosten:

0,08 USD + 0,06 USD + 0,10 USD = 0,24 USD


So sehen Sie Kosten bei einer offenen Position

Nach dem Öffnen können Sie die zugehörigen Kosten in der App unter Positionen/Trade-Details verfolgen, zum Beispiel aktueller Gewinn/Verlust, Swap, Provision, Einstiegskurs und aktueller Marktpreis.

Für abgeschlossene Trades können Sie die Handelshistorie prüfen. So erkennen Sie, wie stark Handelskosten das Ergebnis beeinflusst haben.


Warum Handelskosten wichtig sind

Handelskosten wirken anfangs oft klein, können aber die langfristige Performance deutlich beeinflussen. Das gilt besonders bei häufigem Handel, kurzfristigen Strategien oder größeren Positionen.

Ein Scalper (sehr kurzfristiger Trader mit vielen Trades pro Tag) spürt vor allem Spread und Provision. Ein Swing-Trader, der mehrere Tage hält, spürt stärker den Swap.


Tipps zum Umgang mit Handelskosten

Handelskosten lassen sich besser steuern, wenn Sie die wichtigsten Kostenfaktoren vor dem Öffnen und beim Halten prüfen.

  • Spread vor dem Einstieg prüfen: Spreads können sich während aktiver Marktphasen ändern. Prüfen Sie Sell- und Buy-Kurs vor der Bestätigung.
  • Provision je Kontomodell prüfen: Manche Konten bündeln Kosten vor allem im Spread, andere haben engere Spreads und eine separate Provision. Prüfen Sie die Bedingungen Ihres Kontos.
  • Swap vor dem Übernachthalten prüfen: Swap kann nach dem Rollover-Zeitpunkt anfallen. Ein negativer Swap erhöht die Kosten, ein positiver Swap kann eine Gutschrift sein.
  • Kostenstruktur der Konten vergleichen: Unterschiedliche Konten passen zu unterschiedlichen Stilen. Kurzfristige Trader achten stärker auf Spread und Provision, längerfristige stärker auf Swap.
  • Vorsicht in volatilen Phasen: Bei wichtigen Nachrichten, zu Handelsbeginn oder bei geringer Liquidität (wenig Handel im Markt) können Spreads steigen. Prüfen Sie die Kosten kurz vor dem Trade erneut.


Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Handelskosten?

Die wichtigsten Handelskosten sind Spread, Provision und Swap (Übernachtfinanzierung). Die Höhe hängt vom Produkt, Kontomodell, der Positionsgröße und der Haltedauer ab.

Wie berechne ich den Spread?

Der Spread ist Ask minus Bid. Beispiel: Liegt der Bid bei 1,08500 und der Ask bei 1,08510, beträgt der Spread 0,00010 oder 1 Pip (eine standardisierte kleine Kursstufe).

Hat jeder Trade eine Provision?

Nicht jeder Trade hat eine separate Provision. Ob eine Provision anfällt, hängt vom Kontomodell, Produkt und den Handelsbedingungen ab. Bei manchen Konten stecken Kosten überwiegend im Spread, bei anderen wird zusätzlich eine Provision berechnet.

Wann fällt Swap an?

Swap kann anfallen, wenn eine Position über Nacht offen bleibt. Die Höhe hängt vom Produkt, der Handelsrichtung (Long/Short), dem Kontomodell und dem in der App angezeigten Swap-Satz ab.

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