Gold setzte seine Rally am Montag fort, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent erklärt hatte, Washington habe Sanktionen gegen iranisch verknüpfte Einrichtungen verhängt. Das trieb XAU/USD auf ein Drei-Monats-Hoch von 4.681 US-Dollar, bevor der Kurs auf 4.631 US-Dollar zurückkam (+0,62%). Der Anstieg folgte auf den Ausbruch des Edelmetalls über den 200-Tage-SMA bei 4.516 US-Dollar am vergangenen Freitag, während der übergeordnete Aufwärtstrend weiterhin unter dem Hoch vom 7. Mai bei 4.764 US-Dollar gedeckelt bleibt. Die US-Renditen gaben nach Bekanntwerden der Nachricht nach: Die 10-jährige Treasury-Rendite fiel um 3,5 Basispunkte auf 4,700%. Der Dollar legte dagegen zu – der DXY stieg um 0,22% auf 99,05, nachdem er die Marke von 99,00 zurückerobert hatte.
Das US-Finanzministerium teilte mit, man habe nahezu 60 iranisch verknüpfte Einheiten in den VAE, Hongkong, China, Singapur, der Schweiz und Europa sanktioniert. Im Fokus stehen demnach Sektoren wie digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt; Ziel sei es, die Finanzierung der IRGC einzudämmen. Die Flucht in sichere Häfen zeigte sich auch in den Fondsströmen: Der WGC meldete in der vergangenen Woche Zuflüsse in Gold-ETFs von 46,7 Millionen Tonnen im Wert von 6,4 Mrd. US-Dollar – der größte wöchentliche Anstieg seit zehn Monaten. Aus technischer Sicht hat Gold die Zone um 4.595 US-Dollar zurückerobert und testet 4.600 US-Dollar. Widerstände liegen bei 4.700 US-Dollar und anschließend bei 4.764 US-Dollar; weitere Marken folgen bei 4.800 US-Dollar und 5.000 US-Dollar. Auf der Unterseite gelten 4.516 US-Dollar, 4.500 US-Dollar sowie der 100-Tage-SMA bei 4.379 US-Dollar als wichtige Orientierungen. Zudem warten die Märkte auf US-Daten zu Wachstum, Inflation und Beschäftigung sowie auf die Jackson-Hole-Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag.
Geopolitische Risiken und strategische Positionierung für Derivatehändler
Wir sind der Ansicht, dass sich Derivatehändler auf einen anhaltenden Aufwärtslauf bei Gold (XAU/USD) einstellen sollten, da geopolitische Risiken die Notierungen über zentrale Widerstandsniveaus treiben. Nach dem Überschreiten des 200-Tage-Durchschnitts (SMA) bei 4.516 US-Dollar erreichte das Metall ein Drei-Monats-Hoch von 4.681 US-Dollar, bevor es sich nahe 4.631 US-Dollar einpendelte. Dieses starke Momentum spricht dafür, dass bullisch positionierte Marktteilnehmer den Aufbau von Long-Positionen prüfen und dabei die nächste psychologische Hürde bei 4.700 US-Dollar ins Visier nehmen.
Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten, befeuert durch die neuen US-Finanzministeriumssanktionen („Operation Outcast“) gegen Iran, treiben die Nachfrage nach sicheren Häfen auf ein historisch hohes Niveau. Allein in der vergangenen Woche verzeichneten Gold-ETFs weltweit massive Zuflüsse von 6,4 Mrd. US-Dollar – der größte wöchentliche Zuwachs seit zehn Monaten. Wir empfehlen Bull-Call-Spreads, um von dieser Flucht in Sicherheit zu profitieren und zugleich das Abwärtsrisiko bei plötzlichen Marktumschwüngen zu begrenzen.
Technische und makroökonomische Faktoren, die den Ausblick für Gold prägen
Auch das makroökonomische Umfeld spricht für Long-Derivate, nachdem die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries zuletzt auf 4,70% nachgab. Historisch senken fallende Renditen die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichem Gold, was häufig kräftige Rallys auslöst – ähnlich wie in früheren Phasen globaler geldpolitischer Lockerung. Händler sollten das anstehende Jackson-Hole-Symposium am Freitag genau beobachten, da die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh erhebliche Volatilität über Zinsoptionsmärkte hinweg auslösen könnte.
Aus technischer Sicht ist der Relative-Stärke-Index (RSI) in den überkauften Bereich oberhalb von 70 gestiegen; wir erwarten jedoch, dass er in dieser starken Ausbruchsphase bis in den Bereich um 85 klettern könnte. Zur Risikosteuerung schlagen wir Stop-Loss-Marken knapp unter der Unterstützung bei 4.516 US-Dollar vor, während die Oberseite in Richtung des Mai-Hochs bei 4.764 US-Dollar offen bleibt. Der Einsatz kurzfristiger Call-Optionen ermöglicht es, dieses Momentum mitzunehmen, ohne vor den marktbewegenden Konjunkturdaten in dieser Woche zu viel Kapital zu binden.
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