AUD/USD beendete die Woche fester, stieg am Freitag um über 0,82% und legte auf Wochensicht um mehr als 1,20% zu, nachdem der US-Dollar nach der Ankündigung des US-Finanzministeriums, am langen Ende der Zinskurve Anleihen zurückzukaufen, nachgab. Das Paar notierte bei 0,7170, nachdem es sich von rund 0,7067 erholt hatte, und der Anstieg über das Tageshoch vom 4. Juni bei 0,7149 hielt den kurzfristigen Ton konstruktiv.
Aus technischer Sicht wird der Aufwärtstrend als wieder aufgenommen beschrieben, nachdem das Paar den 100-Tage-SMA bei 0,7969 zurückerobert hatte, während der RSI auf bullisches Momentum hindeutet. Der erste Widerstandsbereich ist das Hoch vom 29. Mai bei 0,7200; ein Ausbruch darüber würde das Jahreshoch (YTD) bei 0,7227 in den Fokus rücken, darüber hinaus 0,7300. Auf der Unterseite würde ein Rückgang unter 0,7100 den Blick wieder auf den 100-Tage-SMA bei 0,7069 und anschließend den 50-Tage-SMA bei 0,6999 lenken; als breitere AUD-Treiber werden zudem die RBA-Politik, Chinas Wachstumsausblick, Eisenerz – 2021 mit 118 Mrd. US-Dollar pro Jahr bewertet – sowie ein Inflationsziel von 2–3% genannt.
Technische und fundamentale Treiber stützen anhaltende AUD/USD-Stärke
Wir empfehlen Derivatehändlern, sich in den kommenden Wochen auf anhaltenden Aufwärtsdruck im AUD/USD einzustellen. Das Währungspaar hat jüngst die wichtige Widerstandsmarke bei 0,7149 überwunden und handelt aktuell um 0,7170. Setzt sich dieser bullische Trend fort, erwarten wir, dass der Kurs zügig die 0,7200 testet, bevor das Jahreshoch bei 0,7227 ins Visier genommen wird.
Diese positive Einschätzung wird maßgeblich durch einen enger werdenden Zinsabstand zwischen der US-Notenbank Fed und der Reserve Bank of Australia gestützt. Während die US-Fed die Zinsen kontinuierlich gesenkt hat, hält die RBA ihren Leitzins zur Bekämpfung hartnäckiger Inflation restriktiv bei 4,35%. Dieser Renditevorteil macht den Australischen Dollar für internationale Käufer attraktiv.
Zudem zeigen jüngste Daten, dass Australiens Handelsbilanz robust bleibt, gestützt durch Eisenerzpreise, die sich oberhalb von 100 US-Dollar je metrischer Tonne stabilisiert haben. Chinas jüngste industriepolitische Stimulusmaßnahmen haben die Nachfrage nach australischen Rohstoffen ebenfalls belebt und den fundamentalen Wert des Aussie gestützt. Diese makroökonomischen Faktoren liefern ein solides Fundament für den technischen Ausbruch, den wir derzeit beobachten.
Handelsstrategien und Risikomarken
Für Options- und Futures-Händler empfehlen wir, Long-Positionen zu bevorzugen und schützende Stop-Loss-Marken knapp unterhalb der Unterstützung bei 0,7100 zu platzieren. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert, dass das Kaufmomentum weiterhin kräftig ist und noch nicht in den überkauften Bereich vorgedrungen ist. Gleichwohl ist Vorsicht geboten: Ein klarer Bruch unter 0,7100 könnte den kurzfristigen Fokus in Richtung des 100-Tage-Durchschnitts nahe 0,7069 verschieben.
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