USD/CHF legte am Freitag um 0,07 % auf 0,8010 zu, beendete die Woche jedoch weiterhin mit einem Minus von mehr als 1,49 %, nachdem die US-Renditen am Mittwoch gefallen waren. Die Bewegung folgte Bemühungen des US-Finanzministeriums, die erhöhten Renditen der 30-jährigen Anleihe zu deckeln.
Die Kursentwicklung war konsolidierend, wobei das Paar zwischen dem 50-Tage-SMA bei 0,8086 und dem 100-Tage-SMA bei 0,7976 eingeengt ist, während der RSI nach unten gedreht hat. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei 0,8000; darunter verlagert sich der Fokus auf den 100-Tage-SMA, dann auf das Tief vom 20. August bei 0,7949 und den 200-Tage-SMA bei 0,7933, wobei ein Bruch den Weg Richtung 0,7900 öffnen würde. Sollte USD/CHF anziehen, liegt der Widerstand am 50-Tage-SMA, dann bei 0,8100, gefolgt vom Hoch vom 13. August bei 0,8147 vor 0,8200. Wöchentliche Performance-Tabellen zeigten, dass der Schweizer Franken unter den wichtigsten Peers gegenüber dem US-Dollar führte.
Bärische Handelsausrichtung und wichtige technische Marken
Wir empfehlen Derivatehändlern, USD/CHF in den kommenden Wochen mit einer bärischen Grundtendenz zu betrachten, da es dem Paar schwerfällt, sich oberhalb der Marke von 0,8000 zu behaupten. Trotz einer kleinen Erholung am Freitag auf 0,8010 verlor das Paar in der vergangenen Woche mehr als 1,49 %, da fallende Renditen von US-Staatsanleihen den Schwung begrenzten. Da der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben, raten wir vorerst von aggressiven Long-Positionen ab.
Für Optionshändler könnte der Kauf kurzfristiger Put-Optionen oder der Aufbau von Bear-Call-Spreads sehr effektiv sein, falls der Kassakurs die psychologisch wichtige Marke von 0,8000 klar unterschreitet. Eine anhaltende Abwärtsbewegung dürfte den 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 0,7976 und das Tief vom 20. August bei 0,7949 anvisieren. Sollten diese Marken nicht halten, erwarten wir einen schnellen Rutsch in Richtung des wichtigen 200-Tage-SMA bei 0,7933.
Strategien für Gegenbewegungen und Makroausblick
Umgekehrt müssen wir vor einer plötzlichen Gegenbewegung vorsichtig bleiben; in diesem Fall wäre der Kauf schützender Call-Optionen oberhalb des 50-Tage-SMA bei 0,8086 angezeigt. Ein Ausbruch über diese Barriere könnte eine Rally in Richtung 0,8100 und potenziell bis zum Hoch vom 13. August bei 0,8147 auslösen. Der Einsatz von Stop-Loss-Triggern bei Short-Delta-Positionen rund um diese wichtigen gleitenden Durchschnitte wird für das Risikomanagement entscheidend sein.
Historisch hat der Schweizer Franken in Phasen globaler Renditekompression deutlich an Safe-Haven-Attraktivität gewonnen, vergleichbar mit den größeren Währungsverschiebungen Ende 2023, als der Franken auf Mehrjahreshochs sprang. Dieser Trend wird derzeit dadurch gestützt, dass die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries in Richtung 3,80 % zurückgeht, was den Renditeabstand zugunsten der Schweizer Währung verringert. Wir gehen davon aus, dass dieser übergeordnete makroökonomische Wandel in den nächsten Wochen Erholungsversuche von USD/CHF weiterhin begrenzen wird.
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