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Gold steigt: Schwächerer Dollar und sinkende Wetten auf Fed-Zinserhöhungen heben das Edelmetall über die wichtige Unterstützungsmarke von 4.205

by VT Markets
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Aug 6, 2026

Gold legte zu, nachdem die Märkte die Wahrscheinlichkeit weiterer Straffungen durch die US-Notenbank neu bewerteten. Ein schwächerer USD im Devisenhandel sowie Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus halfen zudem, das Edelmetall aus der Handelsspanne des Vormonats zu lösen. In der Kursentwicklung von XAU/USD stieg der Preis über 4205 (S1), das nun als Unterstützung gilt. Techniker richten den Blick auf 4550 (R1) als nächste Aufwärtsmarke; eine Umkehr würde den Fokus wieder auf 4205 (S1) und anschließend 3960 (S2) lenken, wobei auch 3600 (S3) genannt wird. Widerstände oberhalb von 4550 (R1) liegen bei 4890 (R2) und 5245 (R3).

Am Devisenmarkt stabilisierte sich der USD vor dem US-Arbeitsmarktbericht für Juli, nachdem schwächere Daten – darunter ADP-Beschäftigung sowie ein Fehlbetrag beim ISM-Index für den Dienstleistungssektor (Non-Manufacturing PMI) – veröffentlicht worden waren. Der kanadische Dollar zeigte sich vor der zeitgleich anstehenden kanadischen Arbeitsmarktveröffentlichung fester. US-Aktien tendierten uneinheitlich: S&P 500 und Nasdaq legten eine Pause ein, während der Dow Jones weiter in Richtung Rekordniveau vordrang; Unternehmensmeldungen kamen unter anderem von Softbank und Airbnb. Die Ölpreise stabilisierten sich, da Zweifel an einer US-Iran-Vereinbarung zur Route durch die Straße von Hormus anhielten. An der Nasdaq begrenzte 29675 (R1) die Gewinne, darüber liegen 30770 (R2) und 32500 (R3); Unterstützungen finden sich bei 28200 (S1), 26870 (S2) und 25375 (S3). Anstehende Daten umfassen Schwedens vorläufige Juli-Inflation (CPI), die Bau-PMIs für Juli in der Eurozone und im Vereinigten Königreich, die Einzelhandelsumsätze der Eurozone für Juni, US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie den Zinsentscheid der CNB, gefolgt von Japans Haushaltsausgaben für Juni und Chinas Handelszahlen für Juli.

Gold, Währungsstärke und Derivatechancen

Nachdem Gold die wichtige Widerstandsmarke bei 4205 überwunden hat und 4550 ins Visier nimmt, empfehlen wir Derivatehändlern, in den kommenden Wochen eine bullische Haltung in XAU/USD beizubehalten. Dieses starke Momentum spiegelt den übergeordneten Trend wider, dass globale Zentralbanken ihre Goldreserven aggressive aufstocken – historisch mit Rekordkäufen von über 1.000 Tonnen pro Jahr als Absicherung gegen Fiatwährungsvolatilität. Sollten Inflationssorgen weiter nachlassen, könnten Käufe von Call-Optionen oder das Eingehen von Long-Futures-Positionen bei Rücksetzern in Richtung der Unterstützung bei 4205 attraktive Renditechancen bieten.

Wir schlagen vor, sich auf plötzliche Volatilität in USD- und CAD-Paaren einzustellen, da morgen die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) für Juli sowie die kanadischen Beschäftigungszahlen veröffentlicht werden. Angesichts dessen, dass die ADP-Privatbeschäftigung zuletzt stärker als erwartet gefallen ist, könnte auch der offizielle NFP-Wert unter den Erwartungen liegen und unmittelbar Abwärtsdruck auf den Dollar ausüben. Trader können dieses Szenario nutzen, indem sie Straddle-Strategien in Optionen auf USD/CAD aufsetzen, um von kräftigen Ausbrüchen infolge dieser zeitgleichen Doppelveröffentlichung zu profitieren.

Aktienmarkt-Taktik und geopolitische Energie-Trades

An den Aktienmärkten empfehlen wir für die Nasdaq einen Range-Ansatz, da der Index knapp unter seiner Deckelung bei 29675 konsolidiert. Obwohl Technologiewerte pausiert haben, bleibt der zugrunde liegende bullische Bias des Index robust, gestützt durch solide Unternehmensgewinne großer globaler Marken in diesem Quartal. Trader könnten Käufe nahe der Unterstützung bei 28200 in Betracht ziehen oder auf einen bestätigten Ausbruch über 29675 warten, um die historische Widerstandszone bei 30770 anzupeilen.

Für Öl-Derivate empfehlen wir, geopolitische Entwicklungen eng zu verfolgen, da Rohölpreise weiterhin äußerst sensitiv auf ein mögliches Schifffahrtsabkommen in der Straße von Hormus reagieren. Da rund 20% des weltweiten täglichen Verbrauchs an flüssigen Erdölprodukten durch diese strategische Meerenge fließen, könnte jede Vereinbarung, die eine reibungslosere Passage ermöglicht, Angebotsängste rasch dämpfen und die Preise drücken. Put-Optionen oder Short-Positionen in Rohöl-Futures bei Anzeichen eines diplomatischen Durchbruchs könnten Portfolios vor einem abrupten Rückgang der Energiepreise schützen.

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