Wichtigste Punkte:
- Eine Long-Short-CFD-Strategie kombiniert eine Kaufposition (Long) in einem Instrument mit einer Verkaufsposition (Short) in einem eng verwandten Instrument.
- Der Gewinn entsteht aus der Differenz zwischen beiden Positionen (Spread), nicht aus der Richtung des Gesamtmarkts.
- Mit CFDs können Sie die Short-Position eröffnen, ohne den Basiswert (z. B. Aktie) zu leihen.
- Die Kosten sind meist etwa doppelt, weil Spread und Übernachtfinanzierung (Swap) auf beiden Seiten anfallen.
- Die Methode hängt von einer stabilen Korrelation ab (ähnliche Kursbewegungen). Sie funktioniert schlechter, wenn sich die Instrumente nicht mehr gemeinsam bewegen.
Viele Trader starten mit einer Richtung: kaufen und auf steigende Kurse setzen oder verkaufen und auf fallende Kurse setzen. Das wird schwierig, wenn der Markt unruhig und schwankungsreich ist.
Eine Long-Short-CFD-Strategie setzt stattdessen auf das Verhältnis zweier Instrumente. Sie kaufen das Instrument, das voraussichtlich besser abschneidet, und verkaufen das, das voraussichtlich zurückbleibt. Entscheidend ist die Differenz zwischen beiden.
Dieser Leitfaden erklärt Ablauf, Rechenweg, Kosten und typische Fehler. Alle Zahlen sind Beispiele zur Erklärung und keine Kursprognose.
Was ist eine Long-Short-CFD-Strategie?

Eine Long-Short-CFD-Strategie ist ein Trade mit zwei Positionen, die gleichzeitig eröffnet werden: eine Kaufposition und eine Verkaufsposition. Gehandelt werden Instrumente, die sich normalerweise ähnlich bewegen. Ziel ist die relative Entwicklung beider Instrumente, nicht die Marktrichtung.
Long und Short bei CFDs – einfach erklärt
Was bedeutet Long und Short bei CFDs? Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Differenzkontrakt: Sie besitzen den Basiswert nicht, sondern handeln die Kursveränderung.
Long (Kauf): Sie kaufen den CFD und profitieren, wenn der Kurs steigt.
Short (Verkauf): Sie verkaufen den CFD und profitieren, wenn der Kurs fällt.
Beides ist meist gehebelt: Sie hinterlegen nur eine Sicherheitsleistung (Margin) statt den vollen Positionswert (Nominalwert).
Die Abrechnung erfolgt in bar: Entscheidend ist die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg.
Long-Short als gepaarter, weitgehend marktneutraler Ansatz
Wenn beide Positionen auf einen ähnlichen Nominalwert dimensioniert werden, ist die Strategie insgesamt weitgehend marktneutral. Übrig bleibt die Entwicklung des Spreads zwischen beiden Instrumenten. Das wird auch „Pairs Trading“ oder „Relative-Value-Trade“ genannt (Handel auf relative Bewertung).
- Steigt der Gesamtmarkt, gewinnt die Long-Seite und die Short-Seite verliert.
- Fällt der Gesamtmarkt, verliert die Long-Seite und die Short-Seite gewinnt.
- Das Ergebnis hängt davon ab, welche Seite stärker lief – nicht von der Marktrichtung.
Wichtiger als die allgemeine Schwankung ist, ob sich das ausgewählte Paar wie erwartet verhält.
Unterschied zwischen Long-Short und Absicherung (Hedging)
Long-Short wird oft mit Absicherung verwechselt. Die Struktur ist ähnlich, das Ziel ist anders.
- Eine Absicherung (Hedge) schützt eine bereits bestehende Position und soll das Risiko reduzieren.
- Ein Long-Short-Trade ist die eigentliche Position. Er soll davon profitieren, dass sich die Instrumente unterschiedlich entwickeln (Divergenz).
- Eine Absicherung ist oft kurzfristig. Ein Paar-Trade läuft, bis der Spread das Ziel erreicht.
So funktioniert ein Long-Short-CFD-Trade
Beide Positionen liegen im selben Handelskonto und werden wie normale Orders in MetaTrader 4 oder MetaTrader 5 verwaltet. Bei VT Markets lassen sich beide Orders in einem Terminal platzieren und überwachen.
Eröffnung der Long-Seite
Die Long-Seite ist das Instrument, das voraussichtlich besser abschneidet. Vorgehen in vier Schritten:
- Festlegen, welchen Nominalwert Sie auf dieser Seite handeln wollen (Positionswert).
- Umrechnen in Lots anhand der Kontraktgröße des Instruments (Lot = standardisierte Handelsgröße).
- Kauforder platzieren und einen Stop-Loss setzen (automatischer Ausstieg bei Verlustlimit).
- Einstiegskurs notieren, da davon die Kosten- und Ergebnisrechnung abhängt.
Eröffnung der Short-Seite ohne Leihe des Basiswerts
CFDs vereinfachen Short-Positionen: Ein Short ist hier einfach eine Verkaufsorder.
- Keine Aktienleihe, keine Leihgebühr, keine „Locate“-Pflicht (Nachweis, dass Aktien zum Leihen verfügbar sind).
- Beschränkungen für Leerverkäufe am Kassamarkt gelten nicht in derselben Form.
- Die Positionsgröße wird wie bei Long berechnet.
Bei Short-Positionen kann die Übernachtfinanzierung (Swap) in manchen Fällen gutgeschrieben werden, statt Kosten zu verursachen.
So wird Gewinn und Verlust über beide Positionen berechnet
Beide Positionen werden getrennt berechnet und anschließend verrechnet.
Ergebnis Long = (Ausstiegskurs minus Einstiegskurs) x Kontraktgröße x Lots
Ergebnis Short = (Einstiegskurs minus Ausstiegskurs) x Kontraktgröße x Lots
Bruttoergebnis = Ergebnis Long plus Ergebnis Short
Nettoergebnis = Bruttoergebnis minus Spread-Kosten minus Netto-Swap
Beispiel mit zwei korrelierten Instrumenten
Angenommen, beide Seiten haben jeweils einen Nominalwert von 50.000 US-Dollar, gehandelt werden zwei korrelierte Instrumente (Korrelation = Maß, wie ähnlich sich Kurse bewegen).
| Szenario | Bewegung Long | Ergebnis Long | Bewegung Short | Ergebnis Short | Bruttoergebnis |
| Markt steigt, Einschätzung korrekt | 0.03 | +$1,500 | 0.012 | -$600 | +$900 |
| Markt fällt, Einschätzung korrekt | -2.00% | -$1,000 | -3.50% | +$1,750 | +$750 |
| Markt seitwärts, Einschätzung falsch | -2.50% | -$1,250 | 0.015 | -$750 | -$2,000 |
Die ersten beiden Zeilen zeigen den Kern: Der Markt lief unterschiedlich, trotzdem entstehen Gewinne, weil sich der Spread passend bewegt. Die dritte Zeile zeigt das Risiko.
Kosten in Szenario 1: Brutto +900 US-Dollar, Spread auf beiden Seiten zusammen etwa -70 US-Dollar, Netto-Swap über fünf Nächte etwa -45 US-Dollar. Ergebnis: rund +785 US-Dollar netto.
Long-Short-CFD-Strategie im Vergleich zu anderen CFD-Ansätzen
Jeder Ansatz verlangt, dass Sie bei etwas anderem richtigliegen.
Long-Short versus reiner Richtungs-Trade
Ein Richtungs-Trade erfordert die richtige Marktrichtung. Eine Long-Short-CFD-Strategie erfordert vor allem die richtige Reihenfolge: welches Instrument besser abschneidet. Dafür ist die Empfindlichkeit gegenüber Marktschocks geringer, aber die Gewinnchance ist oft begrenzter.
Long-Short-CFDs versus klassischer Leerverkauf
Beim klassischen Leerverkauf werden Aktien geliehen, es fallen Leihgebühren an und die Leihe kann zurückgerufen werden (Recall). Beim CFD-Short entfällt diese Infrastruktur, das Kursrisiko bleibt aber gleich.
Long-Short versus Buy-and-Hold
Buy-and-Hold ist langfristig, meist ohne Hebel und voll dem Marktrisiko ausgesetzt. Long-Short-CFDs sind eher kurzfristig, gehebelt und bewusst auf geringere Marktrichtung ausgerichtet. Drei Unterschiede sind zentral:
Anlagehorizont: Jahre versus Tage oder Wochen.
Finanzierung: meist keine laufenden Kosten versus Übernachtfinanzierung auf beiden Seiten.
Ziel: langfristiges Wachstum versus Ausnutzen einer vorübergehenden Differenz (Spread).
| Merkmal | Long-Short-CFD-Strategie | Richtungs-CFD | Klassischer Leerverkauf | Buy-and-Hold |
| Worauf es ankommt | Welches Instrument besser läuft | Marktrichtung | Marktrichtung | Langfristiger Wert |
| Marktexponierung | Gering, weitgehend neutral | Voll | Voll, entgegengesetzt | Voll |
| Hebel | Ja, auf beiden Seiten | Ja | Manchmal | Meist keiner |
| Besitz des Basiswerts | Nein | Nein | Geliehene Aktien | Ja |
| Typische Haltedauer | Tage bis Wochen | Stunden bis Tage | Tage bis Wochen | Jahre |
| Kostentreiber | Zwei Spreads, Netto-Swap | Ein Spread, Swap | Leihgebühr, Zinsen | Kaum |
| Hauptrisiko | Bruch der Korrelation | Gegenlaufender Kurs | Short Squeeze, Recall | Drawdown (zwischenzeitlicher Verlust) |
| Geeignet für | Seitwärtsmärkte | Trendmärkte | Überteuerte Einzeltitel | Langfristanleger |
So bauen Sie eine Long-Short-CFD-Strategie
Entscheidend sind Paarauswahl, Positionsgrößen und Disziplin.
1. Auswahl korrelierter Instrumente
Korrelation ist die Grundlage. Bewegen sich zwei Instrumente zufällig auseinander, ist es kein verlässliches Paar.
| Korrelationskoeffizient | Beziehung | Eignung für Paar-Trade |
| +0.80 bis +1.00 | Stark positiv | Sehr geeignet, bewegt sich meist gemeinsam |
| +0.50 bis +0.79 | Mittel positiv | Möglich, Spread schwankt stärker |
| -0.49 bis +0.49 | Schwach oder keine | Schlecht, wirkt wie zwei getrennte Trades |
| -0.50 bis -1.00 | Negativ | Ungeeignet, entspricht oft einer doppelten Richtungswette |
Typische Ansätze:
- Zwei Edelmetalle, etwa Gold und Silber.
- Zwei Energie-Referenzsorten, etwa Brent und WTI.
- Zwei Währungspaare mit gleicher Basiswährung oder zwei Indizes aus derselben Region.
- Zwei Aktien aus derselben Branche mit ähnlichen Geschäftsmodellen.
Praxis-Tipp: Korrelation in mehreren Zeitfenstern prüfen. +0,90 über drei Monate, aber nur +0,40 über zwölf Monate deutet auf eine instabile Beziehung hin.
2. Positionsgrößen auf beiden Seiten ausbalancieren
Gleiche Lots bedeuten nicht gleiches Risiko. Maßgeblich ist der Nominalwert und die Schwankungsstärke.
Reduzieren Sie die volatilere Seite, damit eine Bewegung von 1% auf beiden Seiten einen ähnlichen Betrag ausmacht. Prüfen Sie die Balance neu, wenn sich ein Instrument stark vom Einstieg entfernt. Das Gesamtrisiko sollte Ihrem üblichen Limit pro Trade entsprechen.
3. Einstiegs- und Ausstiegsregeln festlegen
Da Sie eine Beziehung handeln, sollten Signale am Spread ausgerichtet sein, nicht nur am Einzelkurs.
Einstieg: wenn der Spread über sein normales Maß hinausläuft.
Ziel: wenn der Spread zum historischen Durchschnitt zurückkehrt.
Stop: wenn der Spread so weit auseinanderläuft, dass die Beziehung offenbar bricht.
Zeit-Stop: schließen, wenn sich innerhalb einer festgelegten Zahl von Handelstagen nichts ergibt.
4. Strategie testen, bevor echtes Kapital eingesetzt wird
Wer neu ist, sollte zunächst ohne Risiko testen. Ein VT Markets Demokonto liefert Live-Kurse ohne echtes Geld.
- 20 bis 30 Paar-Trades testen, bevor Sie live gehen.
- Spread beim Einstieg, Spread beim Ausstieg und alle Kosten beider Seiten protokollieren.
- Dokumentieren, wie oft die Korrelation bis zum Ende gehalten hat.
- Erst mit kleinen Live-Größen starten, wenn die Ergebnisse stabil sind.
Kosten, Margin und Finanzierung bei Long-Short-CFDs
Kosten sind zentral, weil sie doppelt anfallen.
Übernachtfinanzierung (Swap) bei Long und Short
Der Swap ist die Übernachtfinanzierung: eine tägliche Belastung oder Gutschrift für gehebelte Positionen. Er wird für beide Seiten getrennt berechnet. Eine Seite kann eine kleine Gutschrift erhalten, die andere zahlt meist mehr – unterm Strich bleibt häufig ein Netto-Kostenblock.
| Posten | Long-Seite | Short-Seite | Netto |
| Swap pro Nacht | -$4.20 | +$1.10 | -$3.10 |
| Über 5 Nächte | -$21.00 | +$5.50 | -$15.50 |
| Über 20 Nächte | -$84.00 | +$22.00 | -$62.00 |
Ein Monat Haltedauer kann deutlich teurer sein als ein Trade mit nur einer Position.
Spreads auf zwei Seiten
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Sie zahlen ihn beim Ein- und Ausstieg je Position – insgesamt also viermal. Ein Spread von 0,7 Pips auf beiden Seiten ergibt grob 1,4 Pips Hin-und-zurück-Kosten.
Enge Spreads sind hier besonders wichtig. Zu Sitzungsbeginn und bei Nachrichten können Spreads stark aufgehen und einen kleinen erwarteten Spread-Gewinn aufzehren.
Prüfen Sie vor dem Einstieg, ob die erwartete Spread-Bewegung die gesamten Transaktionskosten übersteigt.
Margin-Anforderungen bei gegenläufigen Positionen
Margin ist die Sicherheitsleistung für gehebelte Trades. Sie wird für beide Seiten hinterlegt. Manche Broker senken die Margin bei gegenläufigen Positionen im gleichen Instrument. Bei zwei unterschiedlichen Instrumenten wird meist auf beiden Seiten volle Margin fällig.
Nach ESMA-Regeln ist der Hebel für Privatanleger begrenzt:
- 30:1 bei wichtigen Währungspaaren
- 20:1 bei Nebenwährungspaaren, Gold und großen Indizes
- 10:1 bei Rohstoffen außer Gold
- 5:1 bei Einzelaktien und 2:1 bei Kryptowährungen
Risiken und typische Fehler bei Long-Short-CFDs
Die Paar-Struktur senkt das Marktrichtungsrisiko, beseitigt Risiken aber nicht. Laut regulatorischen Angaben der Broker verlieren rund 70% bis 85% der privaten CFD-Konten Geld.
1. Bruch der Korrelation
Das ist das Hauptrisiko. Zwei Instrumente können nach Jahren der Gleichläufigkeit innerhalb eines Handelstags auseinanderlaufen.
Unternehmensnachrichten können ein Aktienpaar sprengen. Unterschiedliche Geldpolitik kann Beziehungen zwischen Währungen verändern. Angebotsschocks können Rohstoffe trennen, die sonst gemeinsam laufen.
2. Verlust auf beiden Seiten gleichzeitig
Im Beispiel war das Szenario 3. Wenn der Spread gegen Sie läuft, können beide Seiten gleichzeitig verlieren. Der Gesamtverlust kann dann größer sein als bei einem einzelnen Trade mit vergleichbarer Größe.
3. Zu hoher Hebel trotz scheinbarer Absicherung
Viele unterschätzen das Risiko und wählen zu große Positionen. Der Hebel verstärkt die Spread-Bewegung, und diese kann schnell ausfallen:
- Das Paar als eine Position behandeln, nicht als zwei unabhängige Trades.
- Ihr übliches Risiko-Limit pro Trade auf die Gesamtposition anwenden.
- Beachten: Ein Margin-Close-out betrifft das Konto insgesamt, nicht jede Seite separat.
4. Kostenbelastung bei längerer Haltedauer ignorieren
- Bis zur Spread-Rückkehr können Wochen vergehen, Swap fällt täglich an.
- Haltedauer vor dem Einstieg grob abschätzen.
- Netto-Swap mit der Zahl der Nächte multiplizieren.
- Vier Spread-Durchgänge (Ein- und Ausstieg auf zwei Seiten) einrechnen.
- Nur einsteigen, wenn der erwartete Spread-Gewinn die Gesamtkosten übertrifft.
Wann eine Long-Short-CFD-Strategie passt
Die Strategie passt nicht zu jedem Markt und nicht zu jedem Trader.
Marktbedingungen, die den Ansatz begünstigen
- Seitwärtsmärkte, in denen Richtungs-Trades oft ausgestoppt werden.
- Sektorrotation, wenn Kapital zwischen verwandten Instrumenten umgeschichtet wird.
- Phasen hoher Volatilität, in denen breite Marktexponierung unangenehm ist.
- Zahlen oder Politik-Entscheide, die ein Instrument stärker treffen als das andere.
In starken, anhaltenden Trends ist ein einfacher Richtungs-Trade oft günstiger und effektiver.
Benötigte Erfahrung und Zeit
- Geeignet für: Trader mit sicherem Umgang mit Positionsgröße, Margin und Korrelationsanalyse.
- Weniger geeignet für: Einsteiger, die Ausführung und Risikosteuerung noch lernen.
- Zeitaufwand: tägliche Kontrolle, weil sich ein Paar schnell entkoppeln kann.
- Hilfsmittel: Korrelationsmatrix (Tabelle der Zusammenhänge), Spread-Chart und zuverlässige Ausführung.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist eine Long-Short-CFD-Strategie?
Eine Long-Short-CFD-Strategie ist ein Paar-Trade: Sie kaufen gleichzeitig einen CFD auf ein Instrument und verkaufen einen CFD auf ein eng verwandtes Instrument. Der Gewinn entsteht aus dem Spread zwischen beiden, nicht aus der Richtung des Gesamtmarkts.
Kann man einen CFD short gehen, ohne den Basiswert zu besitzen?
Ja. Ein CFD-Short ist eine Verkaufsorder in der Handelsplattform. Es gibt keine Leihe, keine Aktienleihe und keine „Locate“-Pflicht. Sie besitzen den Basiswert nicht und liefern ihn nicht. Abgerechnet wird in bar über die Kursdifferenz beim Schließen.
Ist Long-Short dasselbe wie Absicherung (Hedging)?
Nein. Eine Absicherung soll eine bestehende Position schützen und Risiko reduzieren. Long-Short wird bewusst als eigenständiger Trade eröffnet und zielt darauf, von einer Divergenz (Auseinanderlaufen) zu profitieren.
Wie wählt man Paare für einen Long-Short-CFD-Trade?
Startpunkt ist die Korrelation: sinnvoll sind Werte über +0,80 über mehrere Zeitfenster. Danach prüfen, ob es eine wirtschaftliche Verbindung gibt (Branche, Region, Rohstoffgruppe). Außerdem wichtig: enge Spreads und ausreichende Liquidität (Handelbarkeit ohne große Preisabweichungen).
Heben sich Swap-Kosten bei Long und Short auf?
Selten. Swaps werden je Seite getrennt festgelegt und sind nicht spiegelbildlich. Oft ist die Belastung auf einer Seite höher als die Gutschrift auf der anderen. Über Wochen kann das den erwarteten Gewinn deutlich reduzieren.
Beginnen Sie mit dem Aufbau Ihrer Long-Short-CFD-Strategie mit VT Markets
Eine Long-Short-CFD-Strategie lebt von Vorbereitung: Korrelation sauber messen, Positionsgrößen sinnvoll wählen, alle Kosten vorab rechnen.
Wenn Sie den Ansatz testen wollen, starten Sie im Demokonto und spielen Sie Paar-Trades vollständig durch. Protokollieren Sie Ein- und Ausstieg sowie alle Kosten. Erst wenn der Ablauf stabil ist, mit kleiner Größe live starten.