EUR/USD baute den Ausbruch über das Widerstandsband bei 1,1460–1,1470 in der vergangenen Woche aus, stieg am Montag den fünften Tag in Folge und kletterte im asiatischen Handel über die mittleren 1,1500er bis auf den höchsten Stand seit dem 17. Juni. Die Bewegung ging mit einem schwächeren US-Dollar einher, nachdem der US-Dollar-Index (DXY) seine Abwärtsbewegung vom Jahreshoch fortsetzte. Ein Rückgang der Rohölpreise belastete den Greenback zusätzlich, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde US-Streitkräfte anweisen, vorerst von neuen Angriffen auf Iran abzusehen, und Parameter für ein Ende des seit fünf Monaten andauernden Krieges skizzierte, während OPEC+ am Sonntag beschloss, die Förderung im September zu erhöhen.
Brown Brothers Harriman revidierte seine Einschätzung und sieht den DXY wieder in eine Spanne von 96,00–100,00 zurückkehren; als Begründung werden politische Unsicherheiten rund um die Inflationsreaktion der US-Notenbank angeführt. Zusätzlichen Druck erhielt der Dollar durch anhaltendes Short-Covering im japanischen Yen. Der Euro wurde von robusten Inflationsdaten aus der Eurozone sowie einem soliden BIP-Wert für Q2/26 gestützt, was zusammen die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im September untermauerte. Der Fokus richtet sich nun auf US-Daten zum Monatsauftakt, beginnend mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe später am Montag.
Handelsstrategien für EUR/USD, DXY und Öl
Wir raten Derivatehändlern, den EUR/USD-Ausbruch über die Barriere bei 1,1460–1,1470 zu nutzen, indem Long-Positionen über Call-Optionen oder Futures-Kontrakte aufgebaut werden. Da der Kassakurs heute, am Montag, dem 3. August 2026, über 1,1550 gestiegen ist, deutet das technische Bild auf einen klaren Weg in Richtung 1,1700 in den kommenden Wochen hin. Historisch haben vergleichbare Ausbrüche über zentrale horizontale Widerstände auf Mehrmonatssicht zu anhaltendem Momentum geführt, was kurzfristige EUR/USD-Calls besonders attraktiv macht.
Zudem bietet sich an, den US-Dollar-Index (DXY) über Put-Optionen zu shorten, mit dem Ziel einer Rückkehr in die Spanne von 96,00 bis 100,00. Der DXY hat an Aufwärtsdynamik eingebüßt, da niedrigere Ölpreise die Wahrscheinlichkeit aggressiver Zinsschritte der Fed verringern. Dieser veränderte Zinsausblick macht das Verkaufen von USD-Futures gegen stärkere Hauptwährungen zu einem Setup mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit für den Rest des August.
Im Energiesegment empfehlen wir, auf fallende Öl-Futures zu setzen, da die Förderanhebung von OPEC+ im September und nachlassende Spannungen im Nahen Osten Brent belasten. Jüngste Marktdaten zeigen, dass Brent Schwierigkeiten hat, wichtige Unterstützungsniveaus zu verteidigen; Projektionen deuten auf einen möglichen Rückgang in Richtung der Marke von 70 US-Dollar je Barrel hin. Der Kauf von Put-Optionen auf Rohöl kann gegen weitere Rückgänge absichern, während sich der Markt auf mehr Angebot und sinkende geopolitische Risikoprämien einstellt.
Makrotrends und Divergenz der Geldpolitik
Auf der Makroseite signalisiert die robuste Inflation in der Eurozone – zuletzt stabilisiert nahe 2,6% zusammen mit einem soliden BIP-Wert für Q2 2026 – dass die Europäische Zentralbank mit hoher Wahrscheinlichkeit im September die Zinsen anheben wird. Wir schlagen vor, Positionen in kurzfristigen Zinsderivaten einzugehen, um von diesen „hawkischen“ Erwartungen zu profitieren. Diese geldpolitische Divergenz zwischen einer straffenden EZB und einer pausierenden Fed dürfte die Euro-Stärke kurzfristig weiter befeuern.
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