USD/CHF erholte sich von den Wochentiefs und notierte um 0,8080, nachdem das Paar ein Intraday-Hoch von 0,8127 erreicht hatte. In dem Bericht wurde die Bewegung mit einer mutmaßlichen Intervention in Verbindung gebracht. Nikkei berichtete, das US-Finanzministerium habe Teilnehmer am Devisenmarkt angewiesen, sich auf zusätzliche Interventionen vorzubereiten – nach der japanischen Stützungsaktion für den Yen am Donnerstag.
Technisch heißt es, das Währungspaar behalte eine Aufwärtstendenz, solange es über dem 50-Tage-SMA sowie dem Zyklustief vom 10. Juli bei 0,8010 bleibt. Der RSI wird als ins Bärische drehend beschrieben, dabei aber höher zeigend. In der Analyse gilt 0,8100 als Marke, die überwunden werden muss, um einen bullischen Lauf erneut zu untermauern; darüber werden 0,8175 (Hoch vom 30. Juli) und 0,8200 genannt, wobei das Jahreshoch bei 0,8207 als weitere Hürde gilt, falls sich die Dynamik fortsetzt. Auf der Unterseite würde ein Bruch unter den 50-Tage-SMA und 0,8010 die 0,8000 in den Blick rücken lassen; weitere Unterstützungen liegen beim 100-Tage-SMA bei 0,7952 und beim 200-Tage-SMA bei 0,7927.
Wichtige technische Marken und Marktausblick
Wir raten Derivate-Tradern, in den kommenden Wochen das Widerstandsniveau bei 0,8100 im USD/CHF eng zu beobachten, da ein Ausbruch eine schnelle Rally in Richtung 0,8200 auslösen könnte. Diese potenzielle Bewegung folgt darauf, dass das Paar seinen 50-Tage-gleitenden Durchschnitt (SMA) nahe der Unterstützung bei 0,8010 erfolgreich verteidigt hat. Derzeit sehen wir das Paar um 0,8080 pendeln – ein Hinweis darauf, dass Käufer aktiv eingreifen, um den jüngsten Aufwärtstrend zu stützen.
Zur Untermauerung dieses Ausblicks lohnt der Blick auf die Schweizer Konjunkturdaten: Die Inflation ist mit rund 1,3% niedrig geblieben, was der Schweizerischen Nationalbank viel Spielraum lässt, die Zinsen niedrig zu halten. Zudem hat der Schweizer Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe zuletzt um 43,9 Punkte gelegen und signalisiert damit eine anhaltende Schrumpfung im Industriesektor. Diese innenwirtschaftliche Schwäche reduziert in der Regel die Nachfrage nach dem Schweizer Franken und stützt damit unsere Einschätzung eines möglichen Aufwärtsimpulses für den US-Dollar.
Volatilitätsrisiken und Optionsstrategie
Allerdings müssen Trader wegen zunehmender Interventionsängste globaler Zentralbanken vorsichtig bleiben – plötzliche Volatilität ist möglich. In Erinnerung ist, dass japanische Behörden während vergleichbarer Marktspannungen im Juli 2024 über 35 Mrd. US-Dollar für Devisenmarktinterventionen aufgewendet haben, was zeigt, wie schnell staatliche Maßnahmen FX-Trends drehen können. Angesichts von Berichten, wonach das US-Finanzministerium Marktteilnehmer aufgefordert haben soll, sich auf zusätzliche Interventionen einzustellen, ist mit abrupten Volatilitätsspitzen zu rechnen.
Für Optionshändler empfehlen wir den Kauf kurzfristiger Call-Optionen, falls USD/CHF klar über die Schwelle von 0,8100 ausbricht. Umgekehrt sollten wir bei einem Rutsch unter die Unterstützung bei 0,8010 rasch auf Put-Optionen wechseln, um den 100-Tage-SMA bei 0,7952 ins Visier zu nehmen. Eine strikte Begrenzung des Leverage wird im kommenden Monat entscheidend sein, da globale Safe-Haven-Ströme sich über Nacht verschieben können.
Beginnen Sie jetzt mit dem Trading — klicken Sie hier, um Ihr echtes VT Markets-Konto zu erstellen.