EUR/JPY handelt in einer engen Spanne zwischen 186,00 und 187,00, liegt 0,06 % im Minus und tut sich schwer, Gewinne auszubauen, da die Nachfrage nach dem Japanischen Yen bei nachlassender Risikoneigung zunimmt – ausgelöst durch die Eskalation des US-Iran-Kriegs. Das Währungspaar bewegt sich seitwärts, nachdem es ein Jahreshoch bei 187,95 markiert hatte; zuvor war es nach der letzten Intervention der Bank of Japan zeitweise in Richtung 183,00 zurückgefallen.
Technisch bleibt die Kursentwicklung unterhalb von 187,00 gedeckelt, solange das Interventionsrisiko fortbesteht – auch wenn der Relative-Stärke-Index (RSI) weiterhin im bullischen Bereich liegt. Ein Ausbruch über 187,00 würde 187,95 wieder in den Fokus rücken; danach liegt Widerstand bei 189,00, bevor die psychologische Marke von 190,00 ins Spiel kommt. Auf der Unterseite würde ein Rutsch unter das Tief vom 20. Juli bei 185,35 den Blick erneut auf den 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 185,20 lenken, anschließend auf den 100-Tage-SMA bei 185,05 und den 200-Tage-SMA bei 183,29.
Optionsstrategien in der aktuellen Handelsspanne
Wir empfehlen Derivatehändlern, die enge Konsolidierungszone zwischen 186,00 und 187,00 in den kommenden Wochen genau zu beobachten. Während das bullische Momentum, das der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert, auf einen möglichen Ausbruch in Richtung 188,00 hindeutet, lastet die ständige Gefahr einer Intervention der japanischen Regierung schwer auf dem Markt. Um dieses Setup zu spielen, empfehlen wir Bull-Call-Spreads, um an Aufwärtsmomentum zu partizipieren und das Risiko gegenüber plötzlichen Einbrüchen strikt zu begrenzen.
Interventionsrisiko und Ausbruchsszenarien managen
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Bank of Japan eine Historie aggressiver Währungsmaßnahmen hat – etwa die massive Intervention über 9,8 Billionen Yen Mitte 2024, die Yen-Crosses stark durchschüttelte. Eine ähnlich abrupt einsetzende Intervention drückte EUR/JPY zuletzt in den Bereich um 183,00 und zeigte, wie schnell sich das Blatt wenden kann, wenn Behörden eingreifen. Deshalb raten wir dazu, Out-of-the-Money-Put-Optionen als günstige „Versicherung“ zu halten, um Long-Euro-Positionen gegen plötzliche regulatorische Schocks abzusichern.
Sollte das Cross unter die zentrale Unterstützung bei 185,35 wegbrechen, erwarten wir einen schnellen Rückgang in Richtung der wichtigen gleitenden Durchschnitte um 185,00. Umgekehrt würde ein klarer Tagesschluss über 187,00 den Weg freimachen, um das Jahreshoch bei 187,95 anzupeilen. Zudem kann es sinnvoll sein, über Straddles Volatilität zu kaufen – denn diese ruhige Konsolidierung Ende Juli dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit im August in scharfe, potenziell profitable Schwünge übergehen.
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