
Kernaussagen
- GBPUSD hielt sich nahe 1,3400, während Händler die neuen Spannungen zwischen den USA und Iran sowie die nur schwache Reaktion des US-Dollar bewerteten. (GBPUSD bezeichnet das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar.)
- Brent-Öl stieg deutlich, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, ein „Übergangsabkommen“ mit Iran sei „vom Tisch“. (Brent ist eine wichtige internationale Öl-Sorte; Futures sind Terminkontrakte auf einen künftigen Preis.)
- Das Pfund blieb nahe jüngster Hochs zum Dollar, obwohl die Stimmung an den Märkten vorsichtiger wurde. (Risk Sentiment meint die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger.)
- Politische Unsicherheit in Großbritannien blieb ein Thema, da Händler den künftigen Kurs der Haushaltspolitik einschätzen. (Fiskalpolitik ist die Finanz- und Ausgabenpolitik des Staates.)
- Im Tageschart liegt der nächste Widerstand bei 1,3405, die erste Unterstützung bei 1,3385. (Widerstand/Unterstützung sind Preisbereiche, an denen Kurse oft stoppen oder drehen.)
Das Pfund notierte am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar stabil. Neue Spannungen zwischen den USA und Iran trieben zwar den Ölpreis, lösten bei wichtigen Währungen aber nur begrenzte Bewegungen aus.
GBPUSD handelte im Tageschart nahe 1,3400 und blieb damit am oberen Ende der jüngsten Erholung, nachdem das Paar von den Tiefs Ende Juni nach oben gedreht hatte. (Tageschart zeigt die Kursentwicklung pro Handelstag.)
Brent-Futures sprangen an, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, ein Übergangsabkommen mit Iran sei „over“, nach neuen Angriffen auf US-Stützpunkte am Golf.
Die Reaktion am Devisenmarkt blieb jedoch überschaubar. Der US-Dollar-Index veränderte sich kaum und begrenzte damit die unmittelbare Wirkung auf GBPUSD. (US-Dollar-Index misst den Dollar gegenüber einem Korb wichtiger Währungen.)
Das deutet darauf hin, dass Händler zwar vorsichtig blieben, aber noch keine breite Flucht in den US-Dollar einpreisten. (Einpreisen heißt: im Marktpreis berücksichtigen.)
Warum Händler das beobachten
GBPUSD wird derzeit vor allem von zwei Punkten geprägt: der globalen Risikostimmung und der politischen Unsicherheit in Großbritannien.
Geopolitische Spannungen können das Pfund über den US-Dollar, den Ölpreis und die Nachfrage nach riskanteren Anlagen beeinflussen. In Phasen höherer Risikoaversion wechseln Anleger oft in den Dollar, was GBPUSD belasten kann. (Risikoaversion bedeutet: Anleger meiden Risiko; riskantere Anlagen sind z. B. Aktien oder Währungen mit stärkerer Schwankung.)
Bisher blieb die Dollar-Reaktion gering. Dadurch hielt sich das Pfund nahe den jüngsten Hochs, während Händler prüfen, ob die durch Öl ausgelöste Unsicherheit auf den breiteren Devisenmarkt übergreift.
Damit ist die Lage entscheidend: Wenn die Risiken zunehmen und der Dollar fester wird, könnte es GBPUSD schwerfallen, die Erholung fortzusetzen. Bleibt der Dollar stabil, könnte das Pfund den Widerstand um 1,3400 weiter testen.
Politische Unsicherheit in Großbritannien bleibt im Fokus
Auch die Lage im Inland bleibt für das Pfund wichtig.
Die Märkte beobachten den erwarteten Führungswechsel in Großbritannien und prüfen, was eine neue Regierung für die Haushaltspolitik bedeuten könnte. Das ist besonders relevant, weil Anleger die angespannten Staatsfinanzen und möglichen Sparzwang im Blick haben. (Öffentliche Finanzen sind Einnahmen und Ausgaben des Staates; Ausgabendisziplin bedeutet: Ausgaben begrenzen.)
Die Wahl des nächsten Finanzministers könnte besonders wichtig werden. Ein Finanzminister, dem der Markt mehr Ausgabendisziplin zutraut, kann das Vertrauen in britische Anlagen stützen. Erwartungen an eine lockerere Haushaltspolitik könnten dagegen das Pfund und britische Staatsanleihen belasten. (Britische Staatsanleihen heißen „Gilts“; lockerere Fiskalpolitik bedeutet: mehr Ausgaben oder weniger Steuern.)
Derzeit scheint die politische Unsicherheit eine stärkere Aufwärtsbewegung des Pfunds zu bremsen, obwohl GBPUSD nahe den jüngsten Hochs liegt.
Wichtige Handelsmarken
| Kursniveau | Worauf Händler achten |
| 1,346 | Breiterer Widerstand aus dem Bereich des Juni-Hochs |
| 1,344 | Zweiter Widerstand, falls sich die Erholung fortsetzt |
| 1,342 | Kurzfristiger Widerstand oberhalb der aktuellen Spanne |
| 1,3405 | Unmittelbarer Widerstand nahe dem jüngsten Tageshoch |
| 1,3398 | Aktueller Chartbereich |
| 1,3385 | Unmittelbare Unterstützung nahe dem jüngsten Tagestief |
| 1,335 | Kurzfristige Unterstützung aus der jüngsten Seitwärtsphase |
| 1,332 | Weiterer Referenzbereich nach unten |
| 1,328 | Tiefere Unterstützung, falls Verkaufsdruck zurückkehrt |
Der Tageschart zeigt GBPUSD nahe 1,3398 nach einer Eröffnung um 1,3396. Das jüngste Tageshoch lag bei etwa 1,3404, das Tagestief bei rund 1,3386.
Seit dem Tief Ende Juni nahe 1,3140 hat sich das Paar kräftig erholt, stößt nun aber auf Widerstand im Bereich 1,3400 bis 1,3405.
Ein nachhaltiger Anstieg über 1,3405 könnte 1,3420 in den Fokus rücken. Ein klarer Ausbruch darüber könnte den Blick auf 1,3440 lenken, danach auf den breiteren Widerstand nahe 1,3460. (Nachhaltig bedeutet: nicht nur kurzzeitig; Ausbruch heißt: Kurs verlässt eine Spanne deutlich.)
Auf der Unterseite ist 1,3385 die erste Unterstützung. Ein Rutsch darunter könnte 1,3350 freilegen.
Szenarien: steigende und fallende Kurse

| Szenario | Auslöser | Mögliche Marktreaktion |
| Erholungsversuch | Anstieg über 1,3405 | GBPUSD könnte 1,3420 testen |
| Fortsetzung nach oben | Ausbruch über 1,3420 | Fokus könnte auf 1,3440 bis 1,3460 wechseln |
| Seitwärtsphase | Bleibt zwischen 1,3385 und 1,3405 | Händler warten womöglich auf klarere Risiko- oder Politiksignale |
| Rücksetzer | Fall unter 1,3385 | GBPUSD könnte Richtung 1,3350 nachgeben |
| Stärkere Korrektur | Fall unter 1,3350 | Das Paar könnte bis 1,3320 weiter fallen |
Das Szenario steigender Kurse hängt davon ab, ob GBPUSD über 1,3405 steigt und sich dort hält. Dann würde das darauf hindeuten, dass Käufer das Pfund trotz geopolitischer und politischer Unsicherheit stützen. (Käufer stützen heißt: sie treten in diesem Bereich verstärkt auf.)
Ein klarer Ausbruch über 1,3420 würde die Erholung stützen und 1,3440 in den Fokus rücken. Hält der Schwung an, könnte das Paar den breiteren Widerstand bei 1,3460 testen. (Momentum/Schwung meint die Stärke der Kursbewegung.)
Neutral wäre eine Seitwärtsbewegung zwischen 1,3385 und 1,3405. Das kann bedeuten, dass Händler auf klarere Signale aus Schlagzeilen zur Geopolitik, aus der britischen Politik oder vom US-Dollar warten.
Das Szenario fallender Kurse gewinnt an Gewicht, wenn GBPUSD unter 1,3385 fällt. Ein klarer Bruch könnte 1,3350 in den Blick bringen.
Hinweis
Die genannten Kursmarken und Szenarien spiegeln die Einschätzung des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider und sind keine Anlageberatung und keine offizielle Empfehlung von VT Markets. Bitte eigene Analyse durchführen und Risiken sorgfältig steuern.
GBPUSD-CFDs mit VT Markets handeln
GBPUSD bleibt ein wichtiger Markt für alle, die das Pfund, den US-Dollar, die britische Politik und die globale Risikostimmung beobachten.
Bei VT Markets können Händler GBPUSD-CFDs zusammen mit weiteren großen Devisenpaaren und anderen CFD-Märkten über eine Plattform handeln. (CFD steht für „Contract for Difference“, auf Deutsch Differenzkontrakt: ein Produkt, das Gewinne/Verluste aus Kursbewegungen abbildet, ohne den Basiswert zu besitzen.)
Mit den Chart-Werkzeugen von VT Markets lassen sich Unterstützung, Widerstand, Momentum und Ausbrüche verfolgen, während sich das nächste GBPUSD-Signal bildet. (Breakout-Verhalten bedeutet: wie der Kurs nach einem Ausbruch weiterläuft oder zurückfällt.)
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Warum dieses Szenario als CFD handeln?
Mit GBPUSD-CFDs können Händler auf steigende oder fallende Kurse setzen, ohne die zugrunde liegenden Währungen zu tauschen oder zu halten. (Basiswert sind hier Pfund und Dollar.)
Das kann nützlich sein, wenn das Paar schnell auf geopolitische Nachrichten, britische Politik, Erwartungen an die Bank of England, Signale der US-Notenbank Federal Reserve oder Veränderungen der Dollar-Nachfrage reagiert. (Notenbankpolitik meint vor allem Zins- und Liquiditätsentscheidungen.)
Bricht GBPUSD über den Widerstand aus, rückt eine Fortsetzung nach oben in den Blick. Fällt der Kurs unter Unterstützung, steigt das Risiko weiterer Verluste, wenn die Dynamik nachlässt.
Worauf als Nächstes zu achten ist
Händler sollten beobachten, ob die neuen Spannungen zwischen den USA und Iran den Ölpreis weiter stützen und die Märkte vorsichtig bleiben.
Besonders wichtig ist die Reaktion des US-Dollar: Ein festerer Dollar könnte GBPUSD am Widerstand ausbremsen, eine geringe Dollar-Reaktion könnte das Pfund stützen.
Auch die britische Politik bleibt relevant: Der Markt achtet auf den künftigen Kurs der Haushaltspolitik, die Besetzung des Finanzministeriums und Signale zur Ausgabendisziplin.
Ebenso sollten Erwartungen an die Bank of England und die US-Notenbank Federal Reserve im Blick bleiben. Änderungen bei Zinserwartungen können GBPUSD schnell bewegen, besonders wenn sich die Signale zwischen Großbritannien und den USA auseinanderentwickeln. (Zinserwartungen sind Annahmen des Marktes über künftige Leitzinsen.)
Der Bereich 1,3385 bis 1,3405 bleibt kurzfristig entscheidend. Ein bestätigter Anstieg über 1,3405 könnte 1,3420 in den Fokus rücken, ein Bruch unter 1,3385 könnte 1,3350 öffnen.
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